Veranstaltungstermine der Bundeswehr in Eurer Stadt:
http://mil.bundeswehr-karriere.de
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-> Ihre Bewerbung  -> Persönliche Beratung   für regelmäßige Termine der Wehrdienstberater (auch an Arbeitsagenturen)
Liste der Reklameeinsätze der Bundeswehr 2009 2008 (2007)
Liste der öffentlichen Gelöbnisse und Zapfenstreiche 2009 2008 (2007)
Veranstaltungen am Arbeitsamt
Liste der Arbeitsagenturen mit festen BW-Büros bzw. mit dauerhaften Sprechstunden (pdf)



Aktivitäten 2009:


29. Dezember 2009 Berlin | Quittung für Soldatentransport beim Gelöbnis ?
Mitarbeiter der Dr. Herrmann Touristik GmbH entdeckten am Dienstagmorgen, dass in der Nacht auf dem Werksgelände
in Johannisthal die Scheiben von 23 Bussen des Unternehmens zertrümmert worden waren. Insgesamt gingen etwa 150 Scheiben
zu Bruch. Zudem wurden Feuerlöscher in den Bussen geleert. Zeugen gibt es keine, Anwohner ebenso nicht. Firmenchef
Christian Herrmann schätzt den Schaden auf 50 000 Euro. Motiv für diese Tat waren die Aufträge der Bundeswehr.
So organisiert die Firma seit Jahren beim zentralen Berliner Gelöbnis zum 20. Juli die Anfahrt der Rekruten und Gäste
aus der Kaserne zum Appellplatz. Die Firma war gewarnt. In der Zeitschrift „Interim“ hatten Kriegsgegner im Oktober eine
Liste mit Namen und Adressen aller beim Gelöbnis eingesetzten Busunternehmen veröffentlicht. (Bericht 1) (Bericht 2)


26. Dezember 2009 Balingen | Bw-Musix: Farbe und Steine gegen Messehalle
Die Parolen richten sich klar gegen den jüngst erstmals in der volksbankmesse ausgerichteten Orchester- Wettbewerb der Bundeswehr.
Auch die neuerlichen Parolen sprechen eine deutliche Sprache. Sprüche wie »Bundeswehr abschaffen« und »Bw-Musix nein« haben
bislang Unbekannte in mehreren Farben auf die Fassade geschmiert. Außerdem warfen sie Steine gegen die Halle. »Die linke Eingangstür
ist hin«, berichtete gestern auf Nachfrage Stadthallen- und Messechef Ulrich Klingler. Auch an den großen Glasscheiben über dem
Eingang der Halle haben die Steinewerfer Schaden angerichtet. (Bericht1 ) (Bericht 2)


21. Dezember 2009 Berlin | Tag Y: Sektumtrunk nach Soldatentod
Die DFG-VK will mit einer provokativen Feier gegen das Töten von Menschen demonstrieren.
Finden Sie es nicht geschmacklos, anlässlich des Todes von Menschen zu feiern?
Die Geschmacklosigkeit ist am Ehrenmal selbst angelegt: Der Tod eines Soldaten wird vom Staat benutzt, seine Kriegspolitik
zu rechtfertigen. Bei der Einweihung hat Bundespräsident Köhler klargestellt: Das Ehrenmal solle zeigen, dass Bundeswehreinsätze
alternativlos sind. Den Soldatentod nutzen sie für ein »Weiter so«, um noch mehr Tote zu produzieren. Diese Geschmacklosigkeit
drehen wir um und reiben sie der Gesellschaft unter die Nase. Gleichzeitig wollen wir dem Militär in die Parade fahren: Es gibt nichts
zu heroisieren. Klar: Soldaten sind Kanonenfutter. Aber sie sind auch Täter. Sie bringen in Afghanistan Menschen um oder helfen dabei.
Es gibt nichts, was am Militär gefeiert werden kann, außer seiner Abschaffung. (Aufruf und Soldatenbrief) (Interview ND 21.12.09)


18. Dezember 2009 Berlin | Mahnwache für Opfer von Kunduz
Mitglieder der Fraktion DIE LINKE im Bundestag und Vertreter der Friedensbewegung nahmen an der Gedenkaktion für die
afghanischen zivilen Opfer in Kundus am Freitag, den 18.12.2009, von 13-14 Uhr vor dem Bundeskanzleramt teil. Durch den
Luftschlag der Nato am 4. September 2009 wurden in Kundus/Afghanistan nach offiziellen Angaben mindestens 142 Menschen getötet,
darunter befinden sich fast nur zivile Opfer. Ihnen wurde bisher in der Öffentlichkeit und der politischen Auseinandersetzung wenig
Aufmerksamkeit für Gedenken und Trauer gegeben. Diesen Menschen wurde auf Befehl eines deutschen Militärs das Leben genommen.
Die Bundeskanzlerin und ihre Regierung tragen die politische Verantwortung für diesen menschenverachtenden Militärschlag. Die
Bevölkerung in Deutschland ist in der überwiegenden Mehrheit gegen diesen Krieg in Afghanistan. Die Bundeswehr hat in
Afghanistan nix zu suchen! (Bericht)


14. Dezember 2009 Dresden | Freispruch für Zapfenstreichgegner
Die heutige Hauptverhandlung gegen einen Antimilitaristen am Amtsgericht Dresden endete nach dreijähriger Verfahrensdauer
mit einem Freispruch. Gegenstand des Verfahrens war ein antimilitaristisches Plakat, auf dem zu Protesten gegen den Großen
Zapfenstreich der Bundeswehr im Oktober 2006 auf dem Dresdner Altmarkt aufgerufen worden war.
Es ging um das
Verwenden einer SS-Rune an einem Soldatenhelm auf einem Aufkleber gegen den Großen Zapfenstreich der BW in Dresden 2006
Nach einer Hausdurchsuchung im Oktober 2006, die nichts ergab, ruhte der Vorwurf. Zwei Jahre lang passierte nichts..(Bericht)


8. Dezember 2009 Hannover | Anti-Kriegskonzert vor Kirche
Vor und währen des Adventskonzertes der 1. Panzerdivision in der Neustädter Kirche, haben 80 Musikanten und
Musikantinnen für eine Stunde ein Konzert der besonderen Art geliefert. Topfdeckel, Kochtöpfe, Tröten Blechwannen
und Trommeln machten eine Musi, die keinen Gedanken an ein paar besinnliche Stunden, bevor Soldat und Soldatin in
den Krieg ziehen, zuließen. Der Sprecher des antimilitaristischen Arbeitskreises erklärte: „Wir spielen vielleicht ein bisschen
schräg, aber dafür führen wir keinen Krieg.“
Das antimilitaristische Konzert, das hunderte Meter weit zu hören war, dürfte
den Panzerfreund_innen und scheinheiligen Kriegsprediger_innen zumindest die erste Hälfte ihres Adventskonzertes vermiest
haben. Besonders erfreut zeigte sich der Antimilitaristische Aktionskreis, über die Teilnahme von Anwohner_innen und Mitgliedern
der Neustädter Kirchengemeinde. (Bericht)


6. Dezember 2009 Hannover | Kirchenbesetzung gegen Bundeswehr
Im Anschluss an eine Veranstaltung mit der EKD-Vorsitzenden Margot Käßmann haben wir angefangen eine Mahnwache
gegen Militarismus und Krieg in der Neustädter Kirche in Hannover abzuhalten. Der Anlass dafür ist das Krieg verherrlichende
Adventskonzert der 1. Panzerdivision Hannover am 08.12.2009. Wir werden die Kirche besetzt halten bis das, scheinheilig als
Benefizkonzert ausgegebene, Miltärspektakel abgesagt wurde. Für die Zeit unserer Besetzung ist die Neustädter Kirche ein offener
Ort der Diskussion und des aktiven Eintretens gegen Krieg. - Der Kirchenvorstand sah in dieser Aktion einen "Überfall" auf die
Kirchengemeinde und ließ räumen.„Es ist eine Unverschämtheit einerseits FriedensdemonstrantInnen aus der Kirche räumen zu
lassen und andererseits unter Polizeischutz ein Konzert mit der Kriegerdivision durchzuführen.“ Wir fordern den Kirchenvorstand
auf, die Anzeigen wegen Hausfriedensbruch zurückzunehmen. (Bericht)


4. Dezember 2009 Berlin | Kundgebung gegen Kriegsverlängerung
In Berlin protestierten Kriegsgegner/innen gegen die erneute Verlängerung des Bundestagsmandats für die Beteiligung
der Bundeswehr am Krieg gegen Afghanistan.Alle Jahre wieder kommt der deutsche Bundestag zusammen, um eine weitere
Truppenstationierung in Afghanistan zu beschließen. In Führer-Manier schert sich die Mehrheit seiner Abgeordneten dabei wenig
um die Ablehnung dieses Kriegs durch die Mehrheit der Menschen in Deutschland. Alle Meinungsumfragen zeigen, dass die deutsche
Beteiligung an diesem nun schon seit 8 Jahren andauernden Krieg von mindestens zwei Drittel der Befragten hierzulande verurteilt wird.
(Bericht)


4. Dezember 2009 Stuttgart | Kooperationsvertrag BW mit Kultusministerium
Das Kultusministerium von Baden-Württemberg und die Bundeswehr haben haben am 4.12. einen speziellen Kooperationsvertrag
abgeschlossen. Offiziere der Bundeswehr sollen nun nicht mehr nur Informationsveranstaltungen halten dürfen, sondern nun AKTIV
in die Lehre eingebunden werden. Darüber hinaus sollen Lehrerinnen und Lehrern Seminare im Bereich Sicherheitspolitik,
Krisenbewältigung und Aufstandsbekämpfung angeboten werden. (Bericht)


4. Dezember 2009 Bochum | Think Pink ! - Infoveranstaltung
zu den Hausdurchsuchungen gegen AntimilitaristInnen in Bochum | 19.00 Uhr Soziales Zentrum Bochum.
Am Freitag, den 24.07.2009 fanden in Bochum zwei Hausdurchsuchungen statt, die im Zusammenhang mit der
Veröffentlichung eines Videos im Internet stehen sollen. Auf diesem Video ist zu sehen, wie das Gebirgsjägerdenkmal
im oberbayrischen Mittenwald mit pinker Farbe besprüht wird. http://www.sz-bochum.de


3. Dezember 2009 Berlin | Farbe auf Abgeordetenbüros von KriegsbefürworterInnen
In der Nacht vom 3. zum 4. Dezember 2009 haben KriegsgegnerInnen Farbbeutel gegen das SPD-Bürgerbüro der Berliner
Bundestagsabgeordneten Petra Merkel in der Charlottenburger Goethestraße geworfen. Auch am Büro des CDU-Politikers
Hans-Georg Wellmann in der Zehlendorfer Clayallee wurden Parolen gegen den Bundeswehreinsatz in Afghanistan angebracht
Die Aktion steht vermutlich im Zusammenhang mit der Abstimmung im Bundestag über den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan
am 3. Dezember. Petra Merkel (SPD) und Hans-Georg Wellmann (CDU) hatten wie insgesamt 446 Abgeordnete für die Verlängerung
des Mandates gestimmt. Gegen den Einsatz waren 105 Abgeordnete, 43 haben sich enthalten und 28 haben sich nicht beteiligt. In einem
Bekennerschreiben, das bei der Berliner Morgenpost einging, erklärt eine Gruppe, "markieren zu wollen, wer die Kriegstreiber sind, die die
politische Verantwortung für das Morden in Afghanistan" tragen. (Bericht)


1. Dezember 2009 Berlin | Luftwaffe trifft Kirche – nicht ohne Protest
Advent, Advent, die Bundeswehr rennt: In die Kirchen. In Berlin (woanders auch?) findet derzeit eine Serie von
Militärkonzerten in Kirchen statt. Das erste heute Abend in der St.-Mauritius-Kirche in Lichtenberg. AntimilitaristInnen
protestierten mit einem Transparent und Flugblättern deutlich sichtbar gegen die „Unheilige Allianz“ aus Kreuzzugshetzern
und Mörderbanden. (Bericht)


1. Dezember 2009 Husum | Prozess wegen Militärtransport-Blockade
Im Februar 2008 wurde in Nordfriesland ein mit Radaranlagen und Raketen beladener Zug der Bundeswehreinheiten
bei der NATO-Response-Force für fast fünf Stunden aufgehalten. Eine Aktivistin hatte sich um ihre Entschlossenheit
zu bekräftigen, mit einem Stahlrohr an die Gleise festgekettet. Über einen Zeitraum von einer Woche verlegte die
Bundeswehr täglich Kriegsmaterial und Fahrzeuge des Flugabwehrraketengruppen 25 (Stadum) und 26 (Husum) zum
Truppenübungsplatz Jägerbrück, Brandenburg. Dort fand ein Manöver statt, mit dem die Einheiten ihre Tauglichkeit für
die NATO-Response-Forces trainierten. Mit ihrer Protestaktion wollten die AktivistInnen gegen die Bundeswehr im
Allgemeinen und insbesondere gegen ihre Auslandseinsätze protestieren. Deshalb sollte ihr am heute am Amtsgericht Husum

der Prozess gemacht werden. Im Prozess wegen Nötigung und Störung öffentlicher Betriebe kam es heute am ersten
Prozesstag vor dem Amtsgericht nicht zu einem Urteil. Nach fünfstündiger Verhandlung und vielen Begleitaktionen wurde
der Prozess als Folge eines Befangenheitsantrages vertagt. (Bericht 1.Prozesstag)(Infos)


1. Dezember 2009 Magdeburg | Sämtliche DHL-Paketstationen außer Betrieb
Die DHL Paketstationen in Magdeburg wurden mit Sprüchen wie "Deutsche Heeres Logistik sabotieren!" versehen und durch
zerstören der Displays effektiv kaputt gespielt. „DHL und Deutsche Post AG sind seit 2003 für das US-Militär im Irak und auch
für die Bundeswehr in Afghanistan unterwegs. Sie transportieren Material, das für die imperialistische Kriegsführung notwendig ist,
von Feldpost bis zu mörderischen Rüstungsgütern. DHL ist offizieller Partner der UN-Klimakonferenz COP15. Auf dieser soll vom
7. bis 18. Dezember in Kopenhagen eine neue Ära des grünen Kapitalismus eingeleitet werden. Gegen diese Klimakonferenz
mobilisiert das linksradikale Bündnis NEVER TRUST A COP und ruft zu direkten Aktionen auf. (Bericht)


30. November 2009 Berlin | Kundgebung gegen Völkerrechtsverletzungen
Protestkundgebung, 10:00 bis 13:00 Uhr Südlich vom Bundeskanzleramt - Wiese zwischen Paul-Löbe-Allee und Heinrich-
von-Gagern-Straße (westliche Verlängerung des Platzes der Republik)U- und S-Bahnhof Brandenburger Tor, Bus 100

Wenn sich am Montag Teile der israelischen Regierung mit Teilen der deutschen Regierung treffen, muss auch über
die Völkerrechtsverletzungen der israelischen Militärbesatzung geredet werden. Das fordert der "Deutsche
Koordinationskreis Palästina Israel - für ein Ende der Besatzung und einen gerechten Frieden". Mit einer Mahnwache
protestieren die Friedens- und Solidaritätsgruppen, darunter die Jüdische Stimme für gerechten Frieden, die
Palästinensische Gemeinde Deutschland, die katholische Friedensbewegung pax christi, IPPNW - Deutsche Sektion
der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung gegen die Besatzungs-,
Siedlungs- und Kriegspolitik der israelischen Regierung und gegen die Kollektivstrafe Blockade des Gazastreifen.
Insbesondere kritisiert der Koordinationskreis die angestrebte stärkere deutsch-israelische Rüstungskooperation.
Damit exportiere Deutschland Waffen in ein Kriegs- und Krisengebiet. Die von Deutschland gelieferten U-Boote können
Atomraketen abschießen. Die deutsche Regierung und die Bundeskanzlerin helfen damit, einen weiteren Krieg im Nahen
Osten und einen israelischen Krieg gegen Iran vorzubereiten.


28. November 2009 Stuttgart | Demo gegen Mandatsverlängerung
Unter dem Motto „Nein zur Mandatsverlängerung! Bundeswehr und NATO raus aus Afghanistan!“ hatte auf Initiative
des Offenen Treffens gegen Krieg und Militarisierung (OTKM) ein breites Bündnis zur Demonstration am 28.11.
in Stuttgart aufgerufen. Dem Bündnis gehörten Organisationen der Friedensbewegung, andere linke, antikapitalistische
und antimilitaristische Parteien und Organisationen, Migranten-Organisationen, die Gewerkschaft ver.di und parteifreie
antikapitalistische Kräften an.(Bericht)


28. November 2009 Berlin | Kundgebung Bundeswehr und Nato raus aus Afghanistan
Heute versammelten sich ab 17 Uhr am Pariser Platz in Berlin trotz des schlechten Wetters etwa 60 Leute,
um gegen den Afghanistankrieg und die Verlängerung des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan zu protestieren
.
Am 13. Dezember diesen Jahres läuft das Bundeswehrmandat für den Kriegseinsatz in Afghanistan aus.
Die bürgerlichen Parteien im Bundestag planen nicht nur die Verlängerung des Einsatzes, sondern erneut
eine Ausweitung der Truppenkontingente.(Bericht) www.perspektive.nostate.net


28. November 2009 Balingen | BW-Musix verhindern
Unter dem Motto »Stören! Sabotieren! Verhindern!« rufen Antimilitaristen für Sonnabend (14 Uhr, Hauptbahnhof)
zu einer bisher nicht angemeldeten Demonstration auf. Bereits am Freitag startet die Bundeswehr in Balingen, rund 70
Kilometer südlich von Stuttgart, einen dreitägigen Musikkontest. Der Orchesterwettbewerb für Kinder und Jugendliche
wird vom Instrumenthersteller Yamaha gesponsert. Medienpartner ist der Zollern-Alb-Kurier, und die 34000-Einwohner-
Stadt Balingen stellt für die Werbeveranstaltung der Armee einen Proberaum und die städtische Messehalle zur Verfügung.
Dort soll in einer Ausstellung auch für den Dienst bei der Bundeswehr geworben werden. Logo, Flugblätter sowie das
Anmeldeformular der »Bw-Musix09« prangen seit Monaten auf der Website der Stadt. (Bericht)


28. November 2009 Husum | Antimilitaristische Fahrraddemo
Am heutigen Samstag fand in Husum eine antimiltaristische Fahrradtour entlang der in der Stadt befindlichen Militäreinrichtungen
statt. Die TeilnehmerInnen machten sich mit ihren Fahrrädern, die mit bundeswehrkritischen Transparenten und Fahnen geschmückt
waren, auf den Weg zu den Kasernen, wo über die Auslandseinsätze der Husumer Militärs informiert wurde. „Der Widerstand gegen
die deutschen Kriegsbeteiligungen im Ausland muss dort ansetzen, wo der die Militärs herkommen: Also hier!“ sagte die Anmelderin
Hanna Poddig. (Bericht)


27. November 2009 Berlin | BMW der Bundeswehr in Brand gesetzt
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde ein BMW der Bundeswehr in der Neustrelitzer Straße in Brand gesetzt.
(Bericht)(erste Kurznotiz)


26. November 2009 Göttingen | Bundeswehrveranstaltung an Uni blockiert
Ca. 25 Aktivist*innen haben eine Veranstaltung an der Uni Göttingen unter dem Titel «Moderne Piraten Welche Bedrohung stellen
sie dar und wie kann man ihnen entgegentreten» gestört. Kapitänleutnant Gunter Körtel ist Chef des "Einsatzführungskommando
der Bundeswehr, Einsatzgruppe MarOp, ATALANTA" - also des Flottenverbandes, der im Atlantik für die NATO auf Piratenjagd ist,
um deutsche und europäische Wirtschaftsinteressen vor der Küste Afrikas zu sichern. Zur Überraschung des Bundeswehrreferenten
kamen kurz vor Beginn eine ganze Reihe Aktivist*innen in den Raum, hängten Transparente («Bundeswehr wegtreten») und Plakate
(«mörderische Soldaten») auf und erklärten die Veranstaltung für beendet. Anschließend versperrten sie die Türen von außen und ließen
die Referenten und die wenigen Zuhörer*innen ein wenig schmoren. Militär hat an der Universität nichts zu suchen!
Nach einer knappen halben Stunde gaben die Veranstalter*innen und Referenten auf und verließen das Gebäude. Aktivist*innen verfolgten
sie daraufhin bis ins Iduna-Gebäude, um sicherzustellen, dass diese Veranstaltung nicht an einen anderen Ort verlegt wird.
Wer die Bundeswehr einlädt, muss mit antimilitaristischen Widerstand rechnen. Es ist unerträglich, dass studentische Gruppen versuchen,
offen Vertreter des Militärs einzuladen und ihnen eine Plattform an der Uni für ihre Propaganda zu bieten. (Bericht)


26. November 2009 Schwäbisch Hall | Prozess gegen Totalverweigerer vertagt
Hannes hat im Dezember letzten Jahres nach 2 Monaten abgeleisteten Zivildienstes die Arbeit verweigert und
ist nicht mehr zum Dienst erschienen. Der heutige (erste) Prozesstag wegen Totalverweigerung wurde nach einer guten Stunde
vertagt, nachdem das Gericht nicht seiner normal- Logik nachgehen kommte: der Verurteilung im Halbestundentakt...
hier ein Bericht vom Prozess. (Mehr Infos)


25. November 2009 Berlin | Protest gegen Bundeswehr an Schule
Am Mittwoch kamen zwei Jugendoffiziere der Bundeswehr in das Steglitzer Paulsen-Gymnasium. Die Gruppe Klassenkampf
Süd-West hatte zu Protesten aufgerufen. Die Berliner Linkspartei hatte die Kritik an dem Bundeswehreinsatz unterstützt. Die
Polizei war anwesend, ein bundeswehr-kritisches Transparent hing im Eingangsbereich der Schule und es kam zu kritischen
Nachfragen. Das Paulsen-Gymnasium und seine Rektorin Ulrike van Rinsum (CDU), die solche kriegsverherrlichende Veranstaltungen
durchführt, muss im Blick behalten werden. Alle Schülerinnen und Schüler des 12.und 13.Jahrgangs wurden gezwungen an dieser
Veranstaltung teilzunehmen. Wir als hierarchiefreie und autonome Schüler_innen Gruppe finden es eine Schande, dass der Bundeswehr
hierführ eine Plattform gegeben wird. Soldat_innen sind keine normalen Referent_innen. Sie sind dafür da, sich töten zu lassen und
selbst zu morden. (Bericht)


23. November 2009 Nordfriesland | Aktion vor Bundeswehrdepot
Das Bundeswehrmaterialdepot in Westerohrstedt/Nordfriesland hat für die Bundeswehr eine strategisch sehr bedeutende Rolle:
Die Husumer Einheiten sind an nahezu allen Auslandseinsätzen der Bundeswehr beteiligt. Die Materialversorgung eben dieser
Truppen läuft maßgeblich über das erwähnte Depot zwischen Husum und Schleswig. „Hier wird ein Stück Afghanistan-Krieg in
Nordfriesland greifbar, denn für die am Krieg beteiligten Militärs aus Husum wird von hier aus die Logistik besorgt!“ sagte ein
Redner auf der Kundgebung. Eine Gruppe von ca. 10 Personen versammelte sich trotz „nordfriesischem Wetter“ zu einer
Kundgebung vor dem Depot. Mit Kreidesprüchen auf dem Boden und Transparenten machten sie ihre Forderungen deutlich.
„Make love not war“ und „Militär und Herrschaft abschaffen“ waren dort unter anderem zu lesen.(Bericht)


22. November 2009 Bonn | DHL zieht erweiterte Kriegslogistik-Bewerbung zurück
Das könnte einige AntimilitaristInnen jubeln lassen: Zumindest riecht es nach einem Etappensieg für die seit einem Jahr
existierende, (ungewöhnlich militante) Kampagne gegen den Kriegslogistiker DHL (daher oft „Deutsche Heeres Logistik“ genannt):
Das Milliardenprojekt zur Privatisierung von Bundeswehr-Lagern und -Transporten könnte kippen. Kurz vor Ablauf
der (bereits um über ein Jahr verlängerten) Angebotsfrist am 30. November hat die Deutsche-Post-Tochter DHL einen
Rückzieher gemacht. Nach
Financial Times Deutschland vom 22.11.09 gab es in den DHL-Gremien kein grünes Licht
für ein Angebot, weil die mit dem Auftrag verbundenen Risiken als zu groß galten. Die Konzernmutter Deutsche Post 
bestätigte die Informationen auf Anfrage. DHL habe dem Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass die Post-Tochter kein
Angebot für die Bundeswehrlogistik abgeben werde. Damit bleiben nur noch zwei Bewerber um den Zehnjahresvertrag:
Ein Gemeinschaftsunternehmen aus dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS  und dem Logistikunternehmen Hellmann
sowie die Bahn-Tochter Schenker in Kooperation mit dem Rüstungsspezialunternehmen ESG. Dem Zeitplan zufolge soll im
Frühjahr feststehen, wer künftig 16 Materiallager mit rund 2000 zivilen Bundeswehr-Angestellten betreibt. Die Privatisierung
der Bundeswehrlogistik soll nun zum 1.Juli 2010 erfolgen. Experten taxieren den Auftragswert auf rund 1 Mrd. Euro. Weil das
Projekt den Bundestag passieren muss und standortpolitisch umstritten ist, könnte es aber noch scheitern oder sich erneut verzögern.
Die Deutsche Post DHL ist jedoch weiterhin Logistiker der Bundeswehr weltweit für die Feldpost und für mil. Ausrüstung unter 50kg.

Die Bundeswehr sucht seit Jahren, mithilfe ihrer eigenen Firma Gebb nach Privatisierungsmöglichkeiten. Damit sollen die Kosten gesenkt
und die Strukturen in der Truppenverwaltung modernisiert werden. Zu den bedeutendsten Projekten gehörte bisher die Privatisierung der
Wartung und Instandsetzung von Heeresfahrzeugen wie Panzern. Ein 2005 geschlossener Vertrag mit der Gesellschaft HIL bis 2013 hat
ein Volumen von gut 1,7 Mrd. Euro. Die HIL-Gesellschafter (Diehl/Krauss-Maffei Wegmann, Rheinmetall ) verpflichteten sich, dass
mindestens 70 Prozent der Heeresfahrzeuge einsatzbereit sind. Bereits seit 2000 gibt es eine Fuhrparkkooperation zwischen Bahn und BW.
(indymedia) (financial times) (Bericht zur Bewerbung von EADS ) (Suedeutsche Zeitung 23.11.)
(Bonner Generalanzeiger zur Kampagne) (ND 2.12.)


22. November 2009 Düsseldorf | Protest gegen BW am Totensonntag
Am Totensonntag marschierte eine Delegation der Bundeswehr auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof "Am Gallberg" auf.
Dagegen gab es Proteste: Eine Armee, die Angriffskriege führt, die aktuell einen Krieg in Afghanistan führt und dort
Zivilisten umbringt und die sich in der Tradition der Wehrmacht sieht, hat bei einer Gedenkveranstaltung zu Ehren der
toten sowjetischen Soldaten nichts zu suchen! (Bericht)


21. November 2009 Stuttgart | Bildungsdemo moblisiert gegen Krieg
Auf der landesweiten Bildungsdemo in Stuttgart, haben Demonstranten ein Riesentransparent mit dem Schriftzug
"Kriege sabotieren - Kapitalismus überwinden" auf dem Dach des Hauptbahnhofs enthüllt und Leuchtraketen abgefeuert.
(Hinweise zur Demo)


21.-22. November 2009 Tübingen | IMI-Kongress
"Sicherheitsarchitektur" im globalen Ausnahmezustand
Hiermit möchten wir Euch alle noch einmal herzlich zum diesjährigen IMI-Kongress einladen, der am 21./22. November
in Tübingen stattfinden wird (mit geselliger Auftaktveranstaltung am 20.11). Hinweisen möchten wir auf die Möglichkeit,
dass wir für alle, die mit Schlafsack und Isomatte kommen, einen Schlafplatz organisieren werden.
Außerdem hat sich im Programmablauf eine kleine Verschiebung ergeben. Die ersten beiden Vorträge (Elmar Altvater und Jürgen Wagner)
wurden gegenüber der ersten Ankündigung nun getauscht. Das aktuelle Programm und alle sonstigen Infos finden sich hier


17. November 2009 Göttingen | Bundeswehr wegrocken!
Am heutigen Dienstag, den 17. November, spielte in Göttingen das Heeresmusikkorps 2 aus Kassel. Diese als
„Wohltätigkeitskonzert“ getarnte Propagandaveranstaltung der „klingenden Visitenkarte der BRD“ wurde von
ca. 30 Antimilitarist_innen kritisch begleitet bzw. gestört.Vor der Stadthalle war es einem Kletterer gelungen an
einer Laterne ein Transparent aufzuhängen mit der Aufschrift „Spiel mir das Lied vom Tod“. Dieses Transparent
war auch von innerhalb des Konzertgebäudes zu lesen und sorgte dort für erregte Diskussionen.Vier Antimilitarist_innen
war es gelungen in die Veranstaltung zu gehen. Nach Zwischenrufen („Soldaten sind Mörder“) und Trillerpfeifkonzerten
wurden sie nach und nach (und sehr unsanft) und unter Gewaltdrohungen des restlichen Publikums aus dem Saal geräumt
und erhielten Platzverweise. (Bericht)


15. November 2009 Balingen | Kriegerdenkmal umgestaltet
Eine Stätte der inneren Einkehr und eine Stunde des Gedenkens haben offenbar der linksradikalen Szene zuzuordnende Täter
für ihre Parolen missbraucht. Bei einer Farbattacke auf das Kriegerdenkmal des Balinger Friedhofs ist erheblicher Sachschaden
entstanden. Erst kurz vor der gestrigen Gedenkfeier zum Volkstrauertag, die durch die Attacke erheblich gestört wurde, war die
Schmiererei entdeckt worden. Noch am Nachmittag sorgte sie unter Friedhofsbesuchern für Kopfschütteln und Diskussionen. (…)
Sowohl die sechs Ehrentafeln für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs samt Statue als auch die große Mauer mit den Namen der im
Zweiten Weltkrieg Gefallenen wurden mit roter Farbe verunstaltet. Parolen wie »Gedenkt der richtigen Opfer des Krieges«,
»Nie wieder Krieg«, »Nie wieder Faschismus« und »Deutsche Täter sind keine Opfer« verunstalten das Kriegerdenkmal.
(Schwarzwälder Bote 16.11. / directactionde.blogspot.com)


15. November 2009 Rheinau-Memprechtshofen | Macht Euch vom Acker !
Seit den frühen 60er Jahren hielt die NPD am Panzergraben in Rheinau-Memprechtshofen am Volkstrauertag ein Gedenken
für die gefallenen deutschen Soldaten ab und etablierte sich in den letzten Jahren zum größten regelmäßigen NPD-Aufmarsch
in Baden-Württemberg. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem lokalen Bündnis "Rheinau ist bunt statt braun" und
der Kampagne „Macht euch vom Acker“ konnte das Treiben dieses Jahr erstmals verhindern. (Bericht)


13. November 2009 Berlin | Reisebus der Bundeswehr angezündet
Unbekannte haben am Freitag in der Lichtenberger Str. einen Reisebus der Bundeswehr angezündet. Polizisten auf Streife
bemerkten gegen 3 Uhr Flammen an zwei Reifen des Busses und löschten. (Berliner Zeitung 14.11.) (linksunten indymedia)


8. November 2009 Berlin | Postbank demoliert
In der Nacht zum Sonntag 8. November wurde im Berliner Stadtteil Oberschöneweide (in Treptow)
ein Geld- und ein Briefmarkenautomat einer Postbank beschädigt (Notiz) .http://dhl.blogsport.de
Kritik an Banken in Zeiten der Krise:  http://www.gruppe-soziale-kaempfe.org/?p=564


7. November 2009 Köln | Aktion gegen Virus militaris teutonicus
Am 6. und 7.11. trieben sich "Berufsberater" der Bundeswehr in Köln auf der Messe "Beruf Live" rum, hatten dort einen
großen Stand direkt im Eingangsbereich der Messehalle aufgebaut und versuchten, neues Kanonenfutter zu fangen.
Töten ist kein Handwerk, Mord kein Beruf. Am Samstag hat deshalb das Decont-Team einer antimilitäristischen Selbsthilfegruppe
den Stand der Bundeswehr mit Flatterband abgeriegelt und die Jugendlichen auf die Gefahren, die von der Bundeswehr ausgehen,
hingewiesen. Soldat ist kein normaler Beruf ! Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze (Bericht) (Merkblatt gegen den exitus subito)


27. Oktober 2009 Berlin | Müllcontainer und Postfahrzeuge geraten in Brand
Unbekannte Täter zündeten in der vergangenen Nacht und heute früh mehrere Mülltonnen in Kreuzberg an und
beschädigten mehrere Fahrzeuge. Gegen 1 Uhr 10 brannte ein Müllcontainer in der Skalitzer Straße, welcher zwischen
zwei „VW“ Transportern abgestellt war. Durch die Flammen gerieten die Fahrzeuge der „Deutschen Post“ in Brand.
(Bericht)


26. Oktober 2009 unklar | Fahrzeuge von BW-Fuhrpark GmbH einsatzunfähig
Die BW Fuhrpark-Service GmbH betreibt als Erweiterung ihrer Dienstleistungen für die Bundeswehr auch ein zivil nutzbares
Carsharing-Projekt, um die Auslastung ihrer Fahrzeugflotte zu verbessern. An der BW Fuhrpark GmbH ist die Deutsche Bahn zu
24,9% und das Kriegsministerium zu 75,1% als Gesellschafter beteiligt. Dieses Carsharing-Modell ist mit über 3.000 Fahrzeugen
und Stellplätzen in verschiedenen Städten im öffentlichen Raum präsent. Unter dem Motto „das richtige Fahrzeug, zur richtigen
Zeit, am richtigen Ort“ können sich interessierte Kunden per Internet über den nächstliegenden Stellplatz und die verfügbaren
Fahrzeuge informieren. In der Nacht vom 25. auf 26.10.2009 haben wir an mehreren Orten diese Autos fahruntüchtig gemacht
(…) Nicht der alleine mordet, der die Handgranate wirft, sondern auch der, der die Bedingungen dafür schafft.“
[ Dokumentation des Schreibens von „Antimilitaristen on the road“:
interim Nr. 699 ]


26. Oktober 2009 Mönchengladbach | Fahrzeug des BW-Carsharing brennt
Am 26.10.09 brannte in Mönchengladbach, Rheydter Straße, ein Wagen der Bundeswehr-Carsharing
(Dokumentation:
Interim Nr. 701, Seite 14)


26. Oktober 2009 Berlin | erneut Fahrzeug der Firma IMTECH angezündet
Die Anschläge auf den Kriegsausrüster Imtech nach dem Urteil im mg-Prozess in Berlin-Mitte (ein Ford-Kleintransporter
in der Dresdener Straße/Ecke Heinrich-Heine-Straße), Berlin-Friedrichshain (ein VW-Transporter in der Rigaer Straße)
und eine Woche später in Berlin-Moabit (ein Ford Transit in der Claire-Waldoff-Promenade) haben antimilitaristische
Hintergründe. Bereits im Januar 2006 waren schon einmal in Hamburg zwei LKWs des Konzerns Imtech in Brand gesteckt
worden, einer in Hamburg-Winterhude (am Wiesendamm), der andere in Hamburg-Altona (Thadenstraße). Die „Militante
Antimilitaristische Initiative (M.A.M.I.)” übernahm die Verantwortung dafür und stellte das Abbrennen der Transporter in
Verbindung mit der in München stattfindenden NATO-Sicherheitskonferenz SIKO.(…)“ (Bericht)


24. Oktober 2009 Stuttgart | Leichen und Grabsteine gegen BW-Anwerbung
Schon wieder kam die Bundeswehr-Werbung nach Stuttgart. Auf der alljährlich stattfindenden Ausbildungsmesse
„Startschuss (bzw. Abschuss) Abi“ war die Bundeswehr-Akademie München erneut mit einem Stand vertreten.
Also waren wir auch wieder da, haben die BesucherInnen über das mögliche Ende ihres Berufsweges als Soldat,
durch herumliegende Leichen und Grabsteine und über 100 verteilte Flyer, informiert. Die meisten BesucherInnen
fanden die Aktion gut, verlesene Reden wurden zum Teil beklatscht. (Bericht)


18. Oktober 2009 Erfurt | Totalschaden für Posttranspoter
(…) In der Nacht zu Sonntag standen dann zwei VW-Transporter der Post AG vor der Filiale Eislebener Straße in Flammen.
Die Feuerwehr löschte aus 3 C-Rohren, mit 4000 Liter Wasser. Trotzdem zersprangen durch die Wärmeentwicklung in der
Postfiliale Fenster, die mit Hartfaserplatten gesichert werden mussten. An den Fahrzeugen entstand Totalschaden. Diesmal
gab es kein Bekennerschreiben. Ein Zeuge beobachtete jedoch zwei dunkel gekleidete Personen, die sich auf Fahrrädern
vom Brandort entfernten. Quelle: Thüringer Allgemeine | 19.10.2009 / directactionde.blogspot.com


17. Oktober 2009 Berlin | Brennende Fahrzeuge bei Kriegsausrüster IMTECH
Nach dem Ende des einjährigen Prozesses gegen drei Berliner, die wegen Mitgliedschaft in der militanten gruppe (mg)
und einer versuchten Brandstiftung an Bundeswehr-LKW verurteilt wurden, brannten in Berlin in der Nacht zum
17. Oktober 2009 zwei Fahrzeuge der Firma Imtech. (…) Die Firma ist im Auftrag der Bahn und der Bundeswehr tätig,
betätigt sich unter anderem in der Kraftwerks-, Energie- und Schiffbautechnik und stattet seit August 2009 Schiffe der
Deutschen Marine (Einsatzgruppenversorger) mit klimatechnischen Systemen aus. Seit Sommer 2009 ist Imtech zudem
in Großbritannien an den beiden neuen Flugzeugträgern für die Royal Navy, aber auch für die polnische Marine tätig.
(Bericht) (BekennerInnenSchreiben der Autonomen Gruppen:
interim 699)


17. Oktober 2009 Erfurt | Aktion gegen DHL – Paketstationen
In der Nacht zum Samstag wurden in Erfurt DHL-Paketstationen angegriffen und beschädigt. Offenbar wurden
an der Station Flyer, die die Aktion erklären sollen, zurückgelassen. Hintergrund sind demnach die Haftstrafen
für drei angebliche Mitglieder der Militanten Gruppe (mg). (…) Auf dem hinterlassenem Flugblatt wird festgestellt:
„Kriminell ist das System und nicht der Widerstand - Freiheit für Axel, Florian und Oliver!“ (Bericht)


16. Oktober 2009 Bremen | Einrichtungen von Post und DHL olivgrün
Aus Anlass des bundesweiten Aktionstages zur Solidarität mit den Beschuldigten im Berliner MG-Prozess,
die Kriegsfahrzeuge unbrauchbar machen wollten, haben wir das inkriminierte Thema - Widerstand gegen Krieg -
aufgegriffen. Wir haben der Post und ihrer Tochter DHL (Deutsche Heeres Logistik) in der Nacht auf Freitag mehrere
Bremer Briefkästen in einem dezenten und viel besser passenderem Olivgrün angestrichen und eine Packstation verziert.
Dass Post und DHL schon seit Jahren als internationale Transporteure von Kriegslogistik für Bundeswehr und US-Militär
Geld verdienen, kann den Menschen jetzt auch optisch besser vermittelt werden.
Für eine offensive Kampagne gegen das
militärische Engagement von Post und DHL - Comprehensive Resistance!
Solidarität mit Axel, Florian und Oliver!"
[Dokumentation: directactionde.blogspot.com]


16. Oktober | Berlin und überall | Aktionstag zur Urteilsverkündung!
Der mg-Prozess gegen Axel, Oliver und Florian neigt sich dem Ende zu. Die Bundesanwaltschaft (BAW) wirft
ihnen vor Bundesfahrzeuge angezündet zu haben und Mitglieder der militanten gruppe (mg) zu sein.
Solikundgebung zur Urteilsverkündung :
16. Oktober 2009 | 11 Uhr | Turmstraße 91 vor dem Gericht Berlin-Moabit
Berlin Demonstration(Aufruf) , Hamburg Kundgebung (Aufruf), Bremen, Leipzig, Erfurt, Stuttgart, Hannover, Zürich,
Freiburg, Düsseldorf, Frankfurt , Burg ,
(Berichte),


15. Oktober 2009 Kassel | Keine Statisten für den Krieg
Im nordhessischen Kassel hat der Protest gegen ein Casting der „Supply and Service Team GmbH“ – kurz SST
zum Abbruch der Veranstaltung geführt. Die Firma suchte arabische Statisten für die Ausbildung von US-Soldaten
auf Militärübungsplätzen in Deutschland. Damit hatten die rund ein Dutzend Friedensaktivisten nicht gerechnet:
„Wir haben dem Veranstalter gekündigt“, so eine aufgeregte Mitarbeiterin des „Grand Hotel La Strada“ in Kassel.
Scheinbar fürchtete das Hotel einen Imgae-Schaden. (Bericht+Fotos)


14. Oktober 2009 Berlin | Keine Plädoyers in unfairem mg-Prozess
Für den heutigen Mittwoch waren die Plädoyers der Verteidigung vorgesehen. Die Rechtsanwälte der drei Angeklagten
Axel, Florian und Oliver im Berliner Prozess wegen vermeintlicher Mitgliedschaft in der militanten gruppe (mg) weigerten
sich jedoch, in dieser Justizposse weiter mitzuspielen und verlasen eine kurze Erklärung, in der sie das unfaire mg-Verfahren
kritisierten. (Bericht)


13. Oktober 2009 Berlin | Post für die Post – Acht Filialen verschlossen
In der Nacht zum Dienstag haben wir acht Filialen der Deutschen Post einen Besuch abgestattet. Wir haben die Schlösser
der Eingangstüren zugeklebt und mehrere Plakate mit folgendem Inhalt hinterlassen:
Organisieren! Sabotieren! Widerstand leisten!
Um euch einen Moment Zeit zu geben, bevor ihr euch an euren Arbeitsplatz begebt, haben wir das Schloss der Eingangstür zugeklebt.
Bitte nutzt diese Zeit und schenkt uns kurz eure Aufmerksamkeit.
Vielleicht wißt ihr um die Brandanschläge und Sabotageakte, die
in den letzten Monaten die Deutsche Post / DHL getroffen haben. Wenn nicht, hier eine kurze Auflistung einiger bekannt
gewordener Aktionen:
(…) Und warum wenden wir uns an euch? Weil wir hoffen, dass einige von euch - selbst wenn wir uns nicht
in allen Punkten einig sein mögen - es auch scheiße finden, daß die Deutsche Post / DHL ihr Geld mit dem Leid anderer
Menschen verdient“ (Bericht)


8. Oktober 2009 Unna | erneut Kriegerdenkmal eingefärbt
Nach den Verschönerungen des Denkmals der gefallenen deutschen Soldaten in Hullern und Haltern sowie des
kopfschusses am Denkkmal in Bochum-Langendreher traf es nun auch die Gesteinkrauts in Unna. Genau wie in Hullern
wurde die eine Gedenktafel und die große Säule mit dem Wort „TÄTER“ verziert, um klar zu machen, um wen es sich bei
den tapferen söhnen der Stadt Unna handelt. (Bericht)


5. Oktober 2009 Freiburg | Bun­des­wehr in der Frei­bur­ger ARGE weg­tre­ten!
Wir ver­ur­tei­len die Re­kru­tie­rungs­ver­su­che der Bun­des­wehr und der an­de­ren Be­hör­den in Ar­beits­agen­tu­ren auf das Schärfs­te.
Wir rufen alle lin­ken und pro­gres­si­ven Kräf­te auf, am Mon­tag, den 5. Ok­to­ber um 14.​30 Uhr vor die ARGE zu zie­hen und die
Ver­an­stal­tung zu stö­ren und im bes­ten Falle zu ver­hin­dern. Die Bun­des­wehr muss per­spek­ti­visch aus Frei­burg durch zi­vi­len
Un­ge­hor­sam eines brei­ten Pro­test­bünd­nis­ses ver­trie­ben wer­den. Wir dür­fen nicht zu­schau­en, wenn Si­cher­heits­be­hör­den Ka­no­nen­fut­ter
kö­dern, das sie zu­künf­tig nicht zu­letzt gegen uns ein­set­zen. Doch nicht nur die In­sti­tu­tio­nen, die sich hier so schein­hei­lig prä­sen­tie­ren,
ste­hen im Fokus un­se­rer Kri­tik. Die Ar­beits­agen­tur ist Ver­an­stal­ter für diese Re­kru­tie­rungs­ak­ti­on, stellt die Räum­lich­kei­ten
und wirbt in Schu­len für diese Ver­an­stal­tung.“ (Dokumentation Aufruf)


5. Oktober 2009 Frankfurt | „Terroranschlag gegen Commerzbank-Zentrale verhindert“
Gut unterrichteten Kreisen zufolge wäre in der Zeit von 12.00 bis 13. 30 Uhr eine gegen die Hauptzentrale der COMMERZBANK
in Frankfurt gerichtete Terroraktion unbekannter Al-Quaida-Kräfte möglich gewesen.
Auch hätten genau in diesem Zeitraum inländische
gegen die COMMERZBANK gerichtete Kräfte in subversiver und gewalttätiger Weise tätig werden können. Die Umsetzung solcher gegen
die freie Entfaltung der Banken gezielten Pläne wurde jedoch von zwei gut ausgerüsteten Mitgliedern der
Deutschen Initiative Bankenschutz
(DIB) erfolgreich verhindert. Die Schutzaktion blieb allerdings nicht ohne bitteren Beigeschmack, weil die Akteure - beide trugen die
bewährten Sturmgewehre des Typs G36 der deutschen Bundeswehr - bereits nach ca. 15 Minuten Schutzwache aus unerklärlichen Gründen
von der Polizei entwaffnet wurden. (…) Glücklicher Weise blieb das unangemessene Eingreifen der Polizei ohne dramatische Folgen.
Für die Sicherung der deutschen Banken und Finanzmärkte. Für den Einsatz der Bundeswehr im Inneren und Äußeren!
Sicherheitsmajor Wolfgang Drill ; Generalbevollmächtigter Georg Schüssel; Gesellschaft der Freunde von Banken und Bundeswehr (GFBB)“


5. Oktober 2009 Haltern | Schädelfraktur für Deutschen Adler auf Kriegerdenkmal
Zwei Kriegerdenkmäler verschönert. Das Denkmal am Annaberg erstrahlt seit neustem, nachdem die letzte Schönheitskur aus Beton
ihm nicht gut bekam, nun in einem zackigen Lila. Mit der Aufschrift "Täter" wurde der etwas einseitig gehaltenen Dokumentation am Ort
eine kurze Ergänzung beigefügt. In der selben Nacht gabs Kopfschmerzen für den deutschen Adler, der über dem Kriegerdenkmal im Halterner
Vorort "Hullern" thront. Genau so wie eine bunte Beleuchtung gibt's deutsches Opfergejammer und Ahnengedenken nun bei pink und lila
Verzierung. Dass die armen Söhne des Ortes in den Kriegen 1870/71 sowie dem 1. und sogar dem 2. Weltkrieg "für Deutschland" gefallen sind,
wurde hier ebenfalls mit dem Wort "Täter" ergänzt. Der auf dem Denkmal aufgesetzte Adler dürfte mit seiner fetten Schädelfraktur
nicht mehr zu retten sei. (Bericht)


3. Oktober 2009 Bochum | Soldatendenkmal farblich kommentiert
Das in Bochum-Langendreer stehende Ehrenmal für die deutschen Soldaten des 1. Weltkriegs ist erfolgreich verziert worden.
Mit Hilfe roter Farbe wurde dem Soldaten des deutschen Kaiserreichs ein Einschussloch auf der Stirn angedeutet. Ob das an dem
revisionistischen Spruch auf der Rückseite des Denkmals liegt? Hier steht: „Einst kommt der Tag, da alle Welt Euren Ruhm
verkünden wird!“ Mag sein. Ende der 80ziger Jahre wurde dem Denkmal gleich der Kopf entfernt. Einige Jahre später spendete
ein Bürger einen neuen Kopf und eine Bürgervereinigung organisierte die Restaurierung. (…) (Bericht)


2. Oktober 2009 Berlin | Durchsuchung wegen Flugblatt
Heute hat eine Durchsuchung des Buchladens "Schwarze Risse" stattgefunden. Staatsanwaltschaft und LKA waren laut Beschluss
vom 1.10.2009 auf der Suche nach einem Flugblatt "Feinderkennung, eine Gebrauchsanleitung für den Alltag".
Zitat aus dem Beschluss:"in dem zu verschiedenen auch schweren Straftaten zum Nachteil von Bundeswehrangehörigen, z.B.
Körperverletzungshandlungen und Brandstiftungen aufgerufen wird". 6 Exemplare wurden beschlagnahmt.
(Bericht)
(Das Objekt der Begierde)


29. September 2009 Hannover | „Blutüberströmt“ beim KarriereTreff der BW
Um 16 Uhr gab es ein Die-In als Protest gegen die Bundeswehrrekrutierungsversuche. Wie schon in anderen Städten,
wurde damit auf das tödliche Geschäft des Krieges aufmerksam gemacht. Etwa 20 Antmilitarist_innen brachen auf ein
Sirenensignal hin blutüberströmt zusammen. Das literweise eingesetzte Kunstblut erfüllte trotz strömenden Regens seinen
Zweck und verstörte die vorbeieilenden Passant_innen. Am zweiten Tag verweigerte die Polizei (in Erwartung weiterer
Störaktionen) zahlreichen zumeist Jugendlichen (der Zielgruppe) den Zutritt zum Platz – auch eine Form der Antirekrutierungsarbeit.
(Bericht)


29. September 2009 Göttingen | Bundeswehrwerbung verbessert
"Endlich wieder wie Opa im Krieg sterben können." "Ich wollte schon immer mal meine Kameraden sterben sehen."
"Yeah, nie wieder denken" oder "Bedingungslosen Gehorsam find ich geil". - Na, wenn das nicht Anreiz schafft sich
für die nächsten 10 Jahre für die Bundeswehr zu verpflichten. Grundsätzlich begrüßen wir auch den Plakatverschönerung
einiger Bundeswehrfans, die endlich etwas Farbe auf die Plakate gebracht haben. Vor allem die Worte "Gut im Töten"
stellen eine angemessene Würdigung der Leistung unserer Truppe dar... (Bericht)


26. September 2009 Mannheim | Straßenmalerei gegen Krieg
Antimilitaristische Straßenmalerei gegen einen BW-Reservisten Stand fand viele LeserInnen (Fotos)


26. September 2009 Letzlinger-Heide | Theaterblut auf dem Gefechtsübungszentrum
In dem Moment, in dem die Besucher hautnah ein Kriegsszenario erlebten und gefesselt waren vom Anblick der Fallschirmspringer,
Panzer und kämpfenden Bodentruppen, ertönten Todesschreie. Blutüberströmte Menschen brachen zusammen, nachdem die ersten
Schüsse seitens der Truppen abgegeben wurden. Die sichtlich schockierten Schaulustigen wurden mit einem Transparent mit der
Aufschrift „Soldaten sind Mörder“ und Flyern, die auf die tatsächliche Kriegssituation aufmerksam machten, konfrontiert.(Bericht)


26. September 2009 dezentral | „Der Bundeswehr das Rückgrat brechen!“
Mit „flächendeckenden“ Veranstaltungen versucht der Reservistenverband um den 26. September, dem „Tag der Reservisten“,
Werbung für sich und die Bundeswehr zu machen. Das selbsternannte „Rückgrat der Bundeswehr“ hat sich den 26. September,
den Tag vor der Bundestagswahl, als Hauptveranstaltungstag ausgesucht, um “in der Öffentlichkeit noch intensiver wahrgenommen
zu werden”. In über 100 deutschen Städten sollen Veranstaltungen stattfinden, heißt es in einem eigens für den „Tag der Reservisten“
herausgegebenen Handbuch. Erstmals soll der Tag auch in der bundesweiten Presse beworben werden.
Der “Tag der Reservisten”
wird zum Tag der Werbung für Krieg und Militarismus, wenn wir den KriegstreiberInnen von Reservistenverband und
Bundeswehr nicht die Suppe versalzen! Die Initiative „Kehrt Marsch“ ruft zu „flächendeckenden“ Gegenaktivitäten auf!
(Aufruf) (Flugblätter)
An welchen Terminen und wo Veranstaltungen stattfinden, erfahrt ihr hier. (Artikel jw 23.9.09)


24. September 2009 Rendsburg | Großer Zapfenstreich nicht ungestört
Heute verwandelte die Bundeswehr den Paradeplatz in Rendsburg – öffentlichen Raum der Zivilgesellschaft – in einen Kasernenhof
und zelebrierte einen „Großen Zapfenstreich“ anläßlich der Standortschließung, durch die Rendsburg nach 345 Jahren militärfrei wird.
Dabei kam es zu diversen Störungen … (Bericht)


23. September 2009 Köln | Asyl für den Deserteur Andre Shepherd !
André Shepherd ging im Jahr 2004 zur US- Army und war nach seiner Ausbildung sechs Monate als Mechaniker für Apache- Hubschrauber
im Irak eingesetzt. Zurück in seiner Einheit in Bayern, setzte er sich intensiv damit auseinander, wie das US- Militär im Irak gegen die
Zivilbevölkerung vorgeht: “Schließlich wusste ich: Wenn ich noch einmal gehe, werde ich für den Tod und das Elend Anderer verantwortlich
sein. Für mich war daher der Weg eindeutig: Ich musste raus aus dem Militär.” Im April 2007 desertierte er und beantragte Asyl in der BRD.
Auf einer Veranstaltung mit 130 SchülerInnen und einer Abendveranstaltung mit 90 BesucherInnen erläuterte André Shepherd seine Erfahrungen
und seine heutige Haltung zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan und gab Details zu seinem Asylverfahren, das darauf beruht, die beiden
Kriege als das zu bewerten, was sie sind: menschen- und völkerrechtswidrig (Einladung) (weitere Stationen seiner Tour durch Deutschland)
(Kölner Stadtrevue)


23. September 2009 Berlin | Antimilitaristische Beweisanträge im mg-Prozess
Antimilitaristische Beweisanträge im mg-Prozess dokumentieren die Kriegsverbrechen unter Beteiligung der Bundeswehr in Jugoslawien,
Irak und Afghanistan, und kommen zu dem Schluss: Widerstand gegen völkerrechtswidrige Kriege ist legitim. Frei nach dem Motto:
"Was in Deutschland brennt, kann in Afghanistan keinen Schaden mehr anrichten."(Bericht)


12.+19. September 2009 Freiburg | Proteste gegen BW auf Freiburger Messe
Am 12. und 19. September 2009 protestierten Antimilitaristen vor dem Eingang der Freiburger Messe gegen die Bundeswehr, die wiederholt
in diesem Rahmen junge Menschen als Kanonenfutter für Kriegseinsätze ködern wollte. An beiden Tagen wurden hunderte Flugblätter und
Luftballons mit Friedenstauben verteilt und Unterschriften gegen die Präsens der deutschen Armee auf der Messe gesammelt. Im Folgenden
dokumentieren wir das gemeinsame Flugblatt von verschiedenen antimilitaristischen Freiburger Organisationen. (Bericht)


19. September 2009 Göttingen | antimilitaristische Radtour
Im Rahmen einer Fahrradtour wurden zivile Orte im Stadtgebiet inspiziert, an denen zivil-militärische Zusammenarbeit
besonders auffällig ist. Die Stationen: Berufsbildenden Schule (BW-Rekrutierung), das Denkmal für die mordenden deutschen
Kolonialtruppen in Deutsch-Südwestafrika, Kreisverwaltung (zivilmilitärisches Verbindungskommando), Lokalzeitung
"Göttinger Tageblatt" (Akzeptanzbeschaffung), Mauritz&Grewe (BW-Werbepartner), Hauptpost (Kriegslogistiker DHL) und das
Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (Wehrtechnikforschung) (Bericht+Fotos)


19. September 2009 Fürth | Flashmob gegen Bundeswehrauftritt
Heute wollte die Bundeswehr den „Tag der offenen Tür“ nutzen, um auf der Fürther Freiheit eine militaristische Propagandashow abzuziehen.
Einem breites Bündnis von Antifa über SDAJ bis zur PDL gelang es aber durch vielfältige Aktionen, der Bundeswehr diesen Tag zu vermiesen.
Rund um die Fürther Freiheit, auf der die Bundeswehr offenbar das Hausrecht bekommen hatte (Feldjäger waren im Einsatz) fanden sich nun
immer mehr KriegsgegnerInnen mit Transparenten, aber nur sehr wenig ernsthaft an der Bundeswehr Interessierte ein. Um 14.00 wurden in einer
Flashmobaktion über 200 Luftballons mit Friedenstaube auf blauem Grund in die Luft gelassen. Zeitgleich fand direkt auf dem Bundeswehrplatz
ein „Die in“ statt. Begleitet von Parolen wie „Bundeswehr raus aus Afghanistan!“ und „Deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller
Welt!“ wurde zu Füßen der uniformierten Soldaten ein Leichenberg in Szene gesetzt. (Bericht) (Fotos)


18. September 2009 Worms | „Die-In“ bei Berufsmesse– keine Anwerbung zum Töten!
Auch dieses Jahr zieht das Zentrum für Nachwuchsgewinnung durch Deutschland und macht Halt an zahlreichen Berufsausbildungsmessen,
um jugendlichen Nachwuchs für die Bundeswehr zu gewinnen. Sie stellt sich dort als harmloser und krisenfester Arbeitgeber mit guten
Aufstiegsmöglichkeiten dar. Um dem eine Stimme entgegenzusetzen, ruft die Widerstandsgruppe Worms-Wonnegau (WWW) dazu auf,
diese Inszenierung in Worms und anderswo zu entzaubern. Mit einer gewaltfreien Aktion, einem Flashmob / Die In vor dem Bundeswehrstand
auf der Ausbildungsmesse soll am Samstag, den 19.9 um 14 Uhr aufmerksam gemacht werden auf die Problematik einer Ausbildung zum Krieg.
AntimilitaristInnen, FriedensaktivistInnen und SympathisantInnen aus der gesamten Region sind eingeladen, mit uns symbolisch und
inszeniert zu sterben. (Aufruf)


17. September 2009 Stuttgart | Wir zahlen nicht für eure Krise - und wir bekämpfen eure Kriege!
15 Uhr: Aktion gegen Rüstung, Militarisierung und Kriegsprofiteure, Treffpunkt Schlossplatz
ab 18 Uhr: Kundgebung und Fest mit Musik und Essen auf dem Schlossplatz

Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages „Wir zahlen nicht für Eure Krise“ ruft das Offene Treffen gegen Krieg und Militarisierung Stuttgart
auf, Aktionen gegen Kriegsprofiteure und Militarisierung durchzuführen. Die staatlichen Ausgaben für Sozialleistungen und öffentliche Einrichtungen
werden in den letzten Jahren in Deutschland, wie auch in den anderen westlichen Staaten, massiv zurückgefahren. Gleichzeitig erleben wir einen
Rüstungsboom bei dem hunderte Milliarden für Kriegsgerät ausgegeben werden. Allein die Mitgliedsstaaten der EU zahlen inzwischen jährlich
über 200 Mrd. Euro für ihre Aufrüstung. Tendenz steigend. (Aufruf)


4.+17. September 2009 Darmstadt| Farbe gegen Postfilialen
Auch in Darmstadt schürt sich die Wut auf das Geschäft mit dem Krieg. Im Zuge der Aktionsserie unter dem Motto "Kapitalismus Tötet"
wurden ein Großteil der Post-Briefkästen in der Darmstädter Innenstadt und den umliegenden Vierteln oliv-grün besprüht und mit
Aufklebern versehen. Die jüngsten Attacken richteten sich gegen die Darmstädter Hauptfilialen der Deutschen Postbank am Hauptbahnhof
und am Luisenplatz. In der Nacht zum Freitag den 04. September wurden die Fassaden, die Fenster und Geldautomaten der Postbankfiliale
am Luisenplatz mit Farbbomben eingedeckt, in der Nacht zum 17. September geschah das gleiche mit dem Objekt in der Poststraße
am Hauptbahnhof. (Bericht)


15. September 2009 Saarbrücken | Messe-Aussteller verwehren sich gegen BW-Präsenz
In einer Pressemitteilung vom Dienstag wandte sich ATTAC Saar gegen die massive Bundeswehrpräsenz auf der noch bis Sonntag stattfindenden
Saarmesse »Welt der Familie«, auf der ATTAC mit einem eigenen Stand vertreten ist. Irritiert zeigen sich die Globalisierungskritiker angesichts
der massiven Präsenz des Bundeswehrverbandes, der mit kriegstauglichem Gefährt angerückt ist und auf diese Weise »optisch-psychologische
Kriegsführung gegen uns ›Friedenshetzer‹ zu betreiben scheint«, wie Schulz ergänzt. Er hält es für »nicht kindgerecht«, daß die Afghanistan-
Mission nun auch auf das Saarbrücker Messegelände ausgeweitet wurde: »Offensichtlich hat die Popularität der Bundeswehr durch den
Einsatz in Afghanistan einen neuen Tiefstand erreicht. Die globalen Militärinterventionen und der angestrebte Einsatz im Inland zwingen die
Bundeswehr dazu, neuen Nachwuchs zu rekrutieren. Dieses geschieht nun wieder verstärkt in Schulen und auf Familienmessen.« ATTAC warnt
vor einer »schleichenden Militarisierung unserer Gesellschaft« und fordert Elternverbände auf, ihre Kinder vor derartigen Auswüchsen zu schützen.
(junge welt 16.9.09)


11. September 2009 Bremen| Steinmeier an Murat Kurnaz erinnert
Zu einer Wahlkampfveranstaltung der SPD auf dem Bremer Marktplatz wurde der Kanzlerkandidat Frank Walter Steinmeier eingeladen.
Nicht ohne Kritik sollte diese Veranstaltung über die Bühne gehen. Vom Bremer Dom wurde ein Transparent mit der Aufschrift
„Wir haben Murat Kurnaz nicht vergessen“ entrollt. Desweiteren wurden Flyer verteilt, die Hintergrundinformationen zu
Steinmeier und Kurnaz vermitteln sollten. (Bericht)


11. September 2009 Plön| Kundgebung gegen Kriegslogistiker DHL
Am Freitag, den 11.9.09., fand die Kampagne "Welcome to Reality: Abolish Capitalism- Die Ideologiemaschinerie des Global Economic
Symposium" mit dem "Dezentralen Aktionstag" ihren Abschluss.(...)Bis zum Beginn der zweiten angemeldeten Kundgebung gegen den
Kriegslogisten DHL zerstreuten sich die Gruppen wieder, und mischten sich v.a. unter den politischen Kirchentag, was zu einigen
interessanten Begegnungen und Diskussionen führte. Auf der Kundgebung wurden dann die Arbeitsmarkt- und Expansionspolitik der
deutschen Post- einem Hauptsponsoren des Gipfels- und speziell die Profitschaffung durch die Beteiligung an Kriegen durch die
Deutsche Post Tochter DHL thematisiert.(Bericht)


10. September 2009 Plön| Glasbruch und Farbe gegen DHL
(...)Noch härter getroffen wurde Kriegslogist DHL (Deutsche Post Tochtergesellschaft). Hier ging eine Scheibe zu Bruch, ergänzt
durch einen Farbanschlag. An dieser Stelle ist für morgen, den dezentralen Aktionstag auch eine Kundgebung angemeldet.
Zum Abschluss gab es dann das im Vorfeld angekündigte „Begrüßungsfeuerwerk“ für die TeilnehmerInnen des Gipfels. Laut, grell
und bunt wurde die Plöner Nacht in direkter Nähe zum Tagungsort durch Feuerwerkskörper und -batterien erhellt; in der ganzen Stadt
war die Aktion zu sehen und hören. Kurz darauf düsten Bundespolizei und Bundeswehr (!) mit hohem Tempo in die Plöner Innenstadt.
(Bericht)


10. September 2009 Berlin| Bundeswehr-Reisebus angekokelt
Es dämmerte gerade, als am Donnerstag, 10. September, in der Spandauer Straße in Berlin-Mitte ein Brandsatz auf
einem Hinterreifen eines Bundeswehr-Reisebusses hinterlegt und angezündet wurde.Der Busfahrer konnte nach einem Hinweis
einer Polizeistreife die Flammen mit einem Feuerlöscher ersticken. Es entstand ein leichter Sachschaden. Reisebusse wie der betroffene
waren wichtiger Teil der Infrastruktur des Gelöbnisses am 20. Juli 2009 in Berlin. Dieser erneute Anschlag auf ein Bundeswehrfahrzeug
folgte wenige Tage nach dem NATO-Luftangriff auf Tankwagen, der von Bundeswehr-Oberst Georg Klein (der vor seinem
Afghanistaneinsatz Chef des Stabes der 13. Panzergrenadierdivision in Leipzig war) befohlen wurde … (Dokumentation)


9. September 2009 Berlin| Aktionstag: BW raus aus Afghanistan
– Jung raus aus der Bundesregierung
Bei einem Luftangriff der NATO-Truppe ISAF auf von Taliban entführte Tanklastwagen sind am 4. Sept. in Nordafghanistan dutzende Menschen
getötet worden. Der deutsche Kommandeur, der den Angriffsbefehl gab, bedauert das Massaker; Verteidigungsminister Franz Josef Jung leugnet
hartnäckig, dass Zivilpersonen zu Schaden gekommen seien.
Für die sofortige Beendigung des Afghanistankrieges und
für den sofortigen Rücktritt von Verteidigungsminister Franz Josef Jung (
Kundgebung) (Aufruf des Friedensratschlags in Kassel)


8. September 2009 Berlin | Blutverschmierte Soldatenschweine bei Ehrenmaleinweihung
Nur wenige Tage, nachdem die Bundeswehr ihr erstes bekannt gewordenes Massaker bei Kunduz zu verantworten hatte, ist heute das
"Ehrenmal der Bundeswehr" eingeweiht worden. Es soll alle Soldaten ehren, die "in Folge der Ausübung ihres Dienstes" ums Leben
kommen. Das werden immer mehr, weil sie immer mehr Krieg führen. Wir dagegen sagen: Kriegführen ist nichts Ehrenhaftes. Wer bereit ist,
für ein paar Euro Extrasold andere Länder zu besetzen und dort auf Befehl Leute umzubringen, handelt zutiefst unehrenhaft. Und wenn er dabei
draufgeht, hat auch sein Tod nichts Ehrenvolles. (Aktionsbericht+Fotos) (Ergänzung)


4.+5. September 2009 Dortmund | Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!
Wir rufen alle KriegsgegnerInnen und AntifaschistInnen auf, sich am antifaschistischen und antimilitaristischen Block am zu beteiligen!
Für den 5. September mobilisieren Neonazis europaweit zum „nationalen Antikriegstag“ nach Dortmund. Wir, das antifaschistische und
antimilitaristische Aktionsbündnis rufen dazu auf, nach Dortmund zu kommen und die breiten Proteste gegen den Naziaufmarsch zu unterstützen!
Lange genug sind die Neonazis marschiert, am 5.9 ist Schluss damit! Verhindern wir eines ihrer größten „Events“ mit aller Entschlossenheit.
(Aufruf+Infos) Treffpunkt 5.September:
10 Uhr, Dortmund Hauptbahnhof , Vorabenddemo: 4. September: 18 Uhr Hauptbahnhof Dortmund


3. September 2009 Kiel | Gelöbnis abgesagt
Ursprünglich für den 3. September 2009 – also fast auf den Tag genau 70 Jahre nach dem Angriff der Deutschen Wehrmacht auf Polen –
plante der Deutsche Marine Bund (DMB) ein öffentliches Gelöbnis auf dem Ehrenmalgelände. „Das wäre nicht ohne Proteste und nur unter
Polizeischutz möglich gewesen!“ Wie bekannt wurde, hat der DMB von dieser provokativen Idee Abstand genommen. Offiziell haben DMB
und Marine aus „Kostengründen“ das Gelöbnis abgesagt. Es steht zu vermuten, dass die Angst vor kritischer Öffentlichkeit und einer Belagerung
des Ehrenmals den Ausschlag gegeben haben. (Das Denkmal des Deutschen Marinebundes in Laboe)


1. September 2009 Bückeburg | Big Band der Bundeswehr in Bückeburg
Heute spielte die Big Band der Bundeswehr in Bückeburg auf einem Benefizkonzert für die Jugendfeuerwehr. Wie angekündigt kamen sie mit
Tourbus, Fanshop mit Bundeswehr Teddybären und Equipment im wert von 1,5 Millionen Euro. Auch ihr Propaganda-Bus durfte nicht fehlen:
Dort wurde unter dem Motto „Bundeswehr –Karriere mit Zukunft“ für eine Laufbahn bei der Bundeswehr geworben. Kurz nach Beginn der
Veranstaltung, verteilten einige Aktivist_innen Bundeswehr-kritische Flugblätter unter den Konzertbesucher_innen.Zeitgleich zog eine Gruppe
Antimilitarist_innen mit einem Transparent, mit der Aufschrift „Die Big Band spielt – Die Kolleg_innen morden“ über die Veranstaltung.
Diese wurden aber leider nach einigen Metern von der Polizei gestoppt. (Bericht)


1. September 2009 Hannover | Aktion gegen Patenschaft mit BW im Rathaus
Wir haben heute die Rede von Bürgermeister Bernd Strauch, anlässlich des Antikriegstages im Rathaus Hannover, mit Transparenten,
Zwischenrufen und Parolen-Schnippseln gestört. Strauch hat erst vor vier Tagen für die Stadt Hannover, vor 6.000 Militarist_innen
beim Sommerbiwak der Krieg führenden 1. Panzerdivision geredet. Strauchs Auftritt beim Antikriegstag ist für uns eine Provokation.“
(Bericht+Fotos)


1. September 2009 Köln | Deserteurs-Denkmal- Einweihung
Einweihung des Kölner Denkmals für Deserteure und andere Kriegsgegner und Opfer der Wehrmachtsjustiz
Am 1. September 2009, dem Antikriegstag und 70 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs, wurde in Köln ein Denkmal zu Ehren
der Deserteure und der Opfer der NS-Militärjustiz eingeweiht – von Elfi Scho-Antwerpes, Bürgermeisterin der Stadt Köln, Dr. Werner Jung,
dem Leiter des NS-Dokumentationszentrums und dem Wehrmachtsdeserteur Ludwig Baumann. Es ist deutschlandweit das einzige Mahnmal
dieser Art, das an vergleichbar zentraler Stelle und auf städtischem Grund errichtet wurde. Ludwig Baumann machte die Verlogenheit auch
der anwesenden VertreterInnen der Politik deutlich. Einerseits die Zeremonienmeister für ein (unbedingt notwendiges) Gedenken an die
Deserteure und Opfer der Wehrmachtsjustiz zu mimen und andererseits der nächsten Ausweitung des Kriegseinsatzes in Afghanistan zuzustimmen.

(Bericht) (Fotos) (Rede der Projektgruppe)
(Einladung)


28. August 2009 Hannover | Keine Feier mit der 1. Panzerdivision! –
Kein Frieden mit der Bundeswehr!
Am 28.8.2009 fand im Stadtpark und im Hannover Congress Centrum das 36. Sommerbiwak der 1. Panzerdivision statt.
Der Stadtpark wurde zur militärischen Sondernutzungszone und 6.500 geladenen Gäste aus Wirtschaft, Politik und Militär feierten
die Mördertruppe. Gleichzeitig hatten antimilitaristische und friedenspolitische Gruppen zu einem Aktionstag aufgerufen.
Daran beteiligten sich 400 Bundeswehrgegner_innen. Mit zwei Kundgebungen, einer Demo und zahlreichen Aktionen wurde versucht,
den Kriegstreiber_innen das Gartenfest zu vermiesen. Erstmals gab es auch innerhalb des Biwaks Aktionen. (Bericht)
(Aufruf) (mehr Infos)


28. August 2009 Düsseldorf | antimil. Protest auf Berufsmesse
20 Mitglieder des "Aktionsbündnis gegen Miltiarismus und Krieg" protestierten auf der Berufsmesse "Chancen im Rheinland"
in der Philippshalle in Düsseldorf gegen die Präsenz der Bundeswehr. Friedlich versammelten sich die AntimilitaristInnen vor dem
Messestand der Bundeswehr um ihr Anliegen mit Transparenten und Flugblättern den MessebersucherInnen kund zu tun. Nach kurzer
Zeit kam ein Mitarbeiter der Messe und ging sogleich gewaltsam gegen die AntimilitaristInnen vor, zerriss ein Transparent
und wurde handgreiflich. (Bericht)


28. August 2009 Köln | Kein Heldengedenken für die Fregatte Köln
Seit 1915 hängt der zerschossene Kriegskutter in der Kölner City. Nach längerer Restauration wurde er zur diesjährigen Feier der
100-jährigen Patenschaft der Stadt mit der Fregatte „Köln“ wieder hergerichtet. Pünktlich zum heutigen Heldengedenken wurden
Beiboot und Gedenktafeln blutrot lackiert.(...) gegen Heldengedenken und Kriegsgeräte-Huldigung ;
für die sofortige Beendigung der Patenschaft mit der Fregatte Köln (Bericht). In einem Leserbrief der Kölnischen Rundschau vom 22.9.
bedauert Konrad Adenauer (Enkel des ehemaligen Bundeskanzlers), „dass dieses Denkmal, das erst im vorigen Jahr mit Spargroschen
liebenswürdiger Bürger total überholt worden ist, nicht geschützt wird (...)“.


27. August 2009 Detmold | Protest gegen „Arbeitgeber Bundeswehr“
Heute fand in der Arbeitsagentur in Detmold eine ca. 2stündige Veranstaltung zum Theman Bundeswehr als Arbeitgeber statt.
Eine kleine Gruppe Antimilitarist_innen marschierte mit einem "Ghetto-Blaster" in den Veranstaltungsraum und verteilte dort Flugblätter
an die Anwesenden. Es wurde gesungen und aufeinander "geschossen" und die Trompete spielte einen Trauermarsch für die "Gefallenen".
Der Anwesende Mitarbeiter der Arbeitsagentur reagierte sichtlich nervös und allarmierte die Polizei … (Bericht)


27. August 2009 Bremen | Blutiger Schreibtischtäterschreibtisch für OHB
Heute haben ca. 30 Studierenden, Anti-FRONTEX-AktivistInnen und KriegsgegnerInnen vor dem Bremer Rathaus den blutigen
Schreibtischtäterschreibtisch an das OHB- Vorstandspaar Manfred und Christa Fuchs verliehen. Parallel dazu hat der Akademische
Senat der Uni Bremen dem Ehepaar in einem nicht-öffentlichen Festakt die Ehrenbürgerwürde verliehen für besondere Verdienste
um die Universität. Der OHB-Konzern mit seinen Tochterfirmen ist einer der weltweit führenden Hersteller von zivilen, aber auch
militärischen Satelliten und liefert bspw. das Radarsatellitensystem SAR-Lupe an die Bundeswehr sowie Aufklärungsdaten an die
europäische Grenzschutzagentur FRONTEX über Routen von Flüchtlingen übers Mittelmeer. (Bericht)


24. August 2009 Waltrop | Clowns sichern Auftritt von Minister Jung
Beim Auftritt des Verteidigungsministers Franz Josef Jung in Waltrop bei Dortmund am waren erhöhte Sicherheitsrisiken zu erwarten-
denn heutzutage ist mensch selbst im eigenen Vorgarten nicht mehr sicher. Die Clowns-Armee sah sich gezwungen ein kleines Bataillon
loszuschicken- mit der Mission ihr Oberhaupt zu schützen und die örtlichen Einsatzkräfte zu unterstützen. Die Kameradichte in jenem
verschlafenen Nest ließ zu wünschen übrig... alles viel zu unsicher! Außerdem war den Einheiten war zu Ohren gekommen, dass eventuell
Touristen vor Ort sein könnten. Um touristische Anschläge zu verhindern war der Stoßtrupp extra geschult worden, sie zu identifizieren.
Es gab Kommunikationsprobleme und die Polizei hatte wenig Einsehen bezüglich des Vorgehens- aber die Verteidigung fängt nun mal
vor der Haustür an – auch wenn sie erst am Hindukusch aufhört. (Bericht)


20. August 2009 Berlin | Antimil. Ausladung von Kriegsfreunden
Heute reiste der Freundeskreis des 33. Panzerbataillons zu einer dreitägigen Berlin-Besuchsreise, einer „Sicherheitspolitischen
Informationsfahrt“, an und wurde beim Abendessen im Kindl-Biersalon am Kurfürstendamm von Antimilitaristen/innen mit deutlichen
Worten NICHT-WILLKOMMEN geheißen. Der Freundeskreis wurde konfrontiert mit einem Transparent vor der Tür des Lokals,
kleinen informativen Papierschnipseln für alle Gäste und einer Ablehnung verkündenden Rede, der Bundeswehr müsse das Rückgrat
gebrochen und nicht gestärkt werden. Laut gerufen wurde die Parole: „Der Bundeswehr nur Schimpf und Schand, es gibt kein ruhiges Hinterland!“
(Bericht)


19. August 2009 Naumburg | Nein zum Gelöbnis in Naumburg
Öffentliches Gelöbnis der Bundeswehr auf dem Naumburger Marktplatz. Die Bundeswehr vereidigt 230 Rekruten. Das Bündnis
„Gelöbnix-Burgendlandkreis“ mobilisierte zu einer kritischen Begleitung und einer Demonstration unter dem Motto „Militärspektakel entgegentreten –
Bundeswehr abschaffen“. Die massive Repression von Seiten der Polizei und des Staatsschutzes die im Vorfeld aufgefahren wurde setzte
sich auch an besagtem Tag fort. Danach um 18 Uhr auf dem Holzmarkt: Demo "Militärspektakel entgegentreten - Bundeswehr abschaffen"
(Bericht) (Infos)


19. August 2009 Hannover | Zum Sommerbiwak 8 Soldatendenkmäler in rosa
In ihrem Schreiben erklärt die Aktionsgruppe sie habe das Sommerbiwak zum Anlass genommen um gegen Heldentum, Militarismus
und die damit einhergehende Konstruktion von Männlichkeit vorzugehen. Außerdem wird angekündigt, dass mit weiterem Widerstand
zu rechnen sei. Das ganze Schreiben ist hier nachzulesen.


17. August 2009 Hannover | Versuchte Brandstiftung gegen Sommerbiwak
Unbekannte versuchten, mit einem Benzinkanister einen Pavillon im Stadtpark anzuzünden, wo die 1. Panzerdivision Ende August
mit viel Prominenz ihr Sommer-Biwak feiert. Gleichzeitig ging bei einer Zeitung in Hannover ein anonymes Schreiben ein.“
(Bericht) (Hausdurchsuchung am 21.8.) (Solidemo als Antwort auf Hausdurchsuchung)


15. August 2009 Berlin | Freidenskletterer zur WM-Eröffnung
Im Olympiastadion hatten am Sonnabend Friedensaktivisten Stützpfeiler des Daches erklommen und ein Transparent mit der
Aufschrift "Peace" (Frieden) entrollt. Nach kurzer Zeit kletterten sie freiwillig wieder herab und wurde zusammen mit mehreren
anderen Demonstranten vorläufig festgenommen. Die Aktivisten stammen laut Polizei aus Spanien, Frankreich und den USA.
(Kurzbericht)


13.-16. August 2009 Bombodrom | Camp – Der Bundeswehr beim Einpacken helfen
Camport: BIORANCH ZEMPOW (in Zempow) in der Nähe von Mirow, d. h. am nordöstlichen Ende des Bombodrom-Geländes.
Das Bombodrom ist gekippt – die Heide wird frei. 17 Jahre Protest, Widerstand und Durchhaltevermögen haben zu diesem Erfolg geführt.
AntimilitaristInnen und FriedensaktivistInnen hatten daran einen wesentlichen Anteil. DESHALB WOLLEN WIR MIT EUCH FEIERN!
... und den Schwung nutzen für weitere antimilitaristische Projekte. Wir fanden den Austausch in den vergangenen Jahren zwischen Aktiven
aus verschiedenen Generationen und Spektren (PazifistInnen, Autonome, AntimilitaristInnen, AnarchistInnen, queeren FeministInnen, u.a.)
mit dem gemeinsamen Streben nach einer Zukunft ohne Militär, spannend und wegweisend und möchten das fortsetzen.
(Anfahrt) (neuer Campaufruf+Programm)


10. August Kempten | Kreiswehrersatzamt mit Farbe verschönert
Die Fassade wurde mit mehreren Farbbomben beworfen, wobei auch einige Fenster zu Bruch gingen.
„Diese Aktion richtet sich gegen das Bestreben der BRD der gesamten Bevölkerung ihre Kriegspolitik verträglich zu machen.
Die Bundeswehr, welche zur Zeit versucht sich durch öffentliche Gelöbnisfeiern als fester Bestandteil der Gesellschaft zu etablieren,
ist als Hauptrepräsentant des deutschen Militarismus primäres Ziel dieser Aktion.“ (Dokumentation indymedia)


7. August Büchel | Robb-in gegen Atomwaffen
Vom 13. Juli bis zum 9. August fand das diesjährige Aktionscamp am Atomwaffenstützpunkt Büchel in die Südeifel (Rheinland-Pfalz) statt.
Drei Aktivisten aus Belgien und Deutschland drangen am Freitagabend gegen 20.30 Uhr in den Fliegerhorst Büchel in der Südeifel ein,
indem sie dort den Zaun durchschnitten und durch den NATO-Draht robbten. Am Zaun befestigten sie ein Transparent mit der Aufschrift
„Keine Uranwaffen! GBU-24 +TAURUS auch ILLEGAL!“ Die belgische Aktivistin überreichte einem der Feldjäger zwei Broschüren über
die gesundheitlichen Folgen von Uranwaffen mit der Bitte, sie an den deutschen und den US-amerikanischen Kommandanten zu übergeben.
Das war die 8. Go-In Aktion der GAAA am Fliegerhorst seit ihrer Gründung 1996! (Hintergrund) (Infos zum Camp und den Aktionen)


30. Juli Cadolzburg | GelöbNIX – „militärisches Affentheater“ gestört
Am 30.7. gab es nicht nur in München ein öffentliches Gelöbnis der Bundeswehr, auch im fränkischen Cadolzburg wurden 150 Rekruten
der Heeresfliegerstaffel 269 öffentlich vereidigt. Doch auch in Cadolzburg lief die Veranstaltung nicht störungsfrei ab. Etwa ein Dutzend
Aktivisten aus SDAJ, Antifa und DFG-VK gelang es sich unter die ca. 300 Angehörigen und geladenen Gäste zu mischen, um der Bundeswehr
den Tag zu verderben … (Bericht)


30. Juli München | GelöbNIX - Keine Orden für das Morden
1300 Polizisten haben das Treuegelöbnis von 500 Bundeswehrrekruten auf dem Münchner Marienplatz abgeschirmt. Hinter den Absperrgittern
waren Demonstranten zu sehen, die das Militärspektakel mit Pfiffen und Buhrufen begleiteten, Plakate über die Absperrgitter hielten und
»Bundeswehr raus aus Afghanistan« riefen. Grüne Zettel mit Parolen wie »Keine Orden für das Morden« wurden auf den Platz geworfen.
Auf einem großen roten Luftballon stand „Nie wieder Krieg“.Kurz vor dem eigentlichen Gelöbnis gelang es einem der Friedensaktivisten,
die Absperrung zu überwinden. »Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg«, rief der junge Mann und spurtete wenige Sekunden über den Platz,
bis sich vor der Tribüne zwei Feldjäger auf ihn stürzten. Drei Personen beschmierten sich mit Ketchup und ließen sich zu Boden fallen.
Auch sie wurden des Marienplatzes verwiesen.
(Bericht) (Nachbereitung) (Aufruf) (Vorfeldaktivitäten) (jungewelt)


29. Juli München | kein technischer Defekt: Totalschaden bei der Bundeswehrverwaltung
Vor dem Gelöbnis auf dem Marienplatz ist ein Fahrzeug der Bundeswehr völlig ausgebrannt - die Polizei schließt einen technischen Defekt aus.
Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung und hält einen Zusammenhang der Tat mit dem Gelöbnis für möglich. Das zivile
Bundesfahrzeug war in der Nacht zum Mittwoch auf dem Parkplatz eines Bundeswehrverwaltungszentrums in Brand geraten, wie die Polizei
am Donnerstag mitteilte.
(Süddeutsche) (indymedia)


27. Juli 2009 München | Kein Werben fürs Sterben – GelöbNIX-Warmup
Rund 180 Demonstranten, vorwiegend aus dem linken Spektrum, haben am Montagabend auf dem Marienplatz gegen das Gelöbnis
von Bundeswehr-Rekruten protestiert, das dort am Donnerstag stattfinden wird. Unter dem Motto "Kein Werben fürs Sterben"
wandten sich die Protestierer gegen das ihrer Meinung nach "anachronistische militärische Ritual". Oberstleutnant Jürgen Rose vom
"Darmstädter Signal", der den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr ablehnt, kritisierte OB Christian Ude (SPD), weil dieser
öffentlichen Raum für ein "überkommene Militärritual" zur Verfügung stelle. (Süddeutsche 28.7.09)


20. Juli 2009 Berlin | GelöbNIX! Die Bundeswehr zum Rückzug zwingen!
Am 20. Juli ist die Bundeswehr wieder zum pseudo-öffentlichen Gelöbnis vor dem Reichstagsgebäude angetreten. Sie besetzt den öffentlichen
Raum, um sich selbst zu bewerben. Die Militärzeremonie soll der Bundeswehr den Schein demokratischer Normalität verleihen. Zugleich dient
sie der Selbstvergewisserung des Militärs – eben jenes Militärs, das weltweit für Krieg, Mord und Zerstörung steht und das sich zunehmend auf
den bewaffneten Inlandseinsatz gegen DemonstrantInnen und Streikende vorbereitet. Grund genug, das Militaristenspektakel durcheinander
zu bringen und die Bundeswehr zum Rückzug zu zwingen! -Als die Soldaten ihre Gelöbnisformel sprachen hatte sich im Tiergarten nahe am
Platz des 18. März ein Häufchen von anfangs vielleicht acht, neun Leuten gefunden, die lautstark "Mörder" riefen. Die Rufe waren vor dem
Reichstag deutlich zu hören.(spiegel online) Aufruf und Infos unter http://www.bamm.de/geloebnix/


20. Juli 2009 Berlin | Gelöbnis-Busse mit Farbe beworfen
Der Rückzug der Gelöbnis Bus Konvois ist nicht 100% reibungslos verlaufen. Mit dem Motto „Stopp den Kriegseinsätzen!
– Gegen die Militarisierung des Alltags“ haben wir uns erlaubt am Lack der BW zu kratzen: blutrote Farb Flecken nicht an ihren
Uniformen sondern an ihren weissen Bus Konvois zu platzieren. Platz frei für die vielfältigen Formen des antimilitaristischen
Widerstands.“ (Antimilitatistische Grüsse von den Kleckser_innen) [Dokumentation indymedia]


20. Juli 2009 Berlin | NO WAR! auf dem Reichstagrasen an der Gelöbnis-Tribüne
Mitten in der abgesperrten und von patrouille-laufenden Soldaten kontrollierten Sperrzone vor der Reichstagsgebäude,
mitten auf dem begrünten Platz der Republik, ist ein deutliches "NO WAR" in sehr großen Buchstaben zu lesen!
Zum Gelöbnis war das Wort "WAR" abgedeckt worden. (Fotos)


20. Juli 2009 Neubrandenburg | Gedenkstein verschönert
Auch in Neubrandenburg wird ständig an der Alltagsfähigkeit von Soldat_innen gearbeitet. Seien es die regelmäßigen Benefizkonzerte
der Bundeswehr, Infostände im Arbeitsamt, ein Bundeswehr-Karriere-Truck vor dem Rathaus, Werbetrailer im Kino oder Straßenfeste
bei denen deutsche Panzer und Maschinengewehre begutachtet werden können. Das Repertoire hat ein weites Ausmaß, wenn es darum
geht, die Armee als normalen Berufszweig zu präsentieren. Derzeitiger Höhepunkt der Militärhysterie in Neubrandenburg war die
Einweihung des Gedenksteins der sich auflösenden 14. Panzergrenadierdivision Hanse am 09. Oktober 2008. (Bericht)
’’Wie weit zu sabotieren ist, steht in der Entscheidung der Gruppe, des Augenblicks, der Konstellation, das erörtert man nicht theoretisch.
Aber das Recht zum Kampf, das Recht auf Sabotage gegen den infamsten Mord: den erzwungenen - das steht außer Zweifel.
Und, leider, außerhalb der so notwendigen pazifistischen Propaganda. Mit Lammsgeduld und Blöken kommt man gegen den Wolf nicht an.’’

Kurt Tucholsky, Über wirkungsvollen Pazifismus, 1927


19. Juli 2009 Lüneburg | Ein Dutzend Post Fahrzeuge ausgebrannt
Polizei sieht Zusammenhang mit bundesweiter Tatserie gegen Paketdienst DHL – 170.000 Euro Schaden
Zwölf von 21 auf dem Gelände eines Transportunternehmens an der Lüner Rennbahn geparkten Fahrzeugen der Deutschen Post AG
wurden am Sonntag gegen 3:45 Uhr in Brand gesteckt. Die VW-Transporter, Caddys und Kangoos brannten zum Teil vollständig aus.
Die Polizei sehe die Lüneburger Tat im Zusammenhang mit einer bundesweiten Serie von Anschlägen auf Post-Fahrzeuge in den
vergangenen Wochen. Der Hintergrund: Linksextreme haben die Post ins Visier genommen, weil deren Paketdienst DHL seit 2002
mit der Bundeswehr zusammenarbeitet und unter anderem Transportaufgaben für Auslandseinsätze deutscher Truppen übernommen hat.
[aus Landeszeitung Lüneburg online 21.7.09] (weitere Presse) (Dokumentation BekennerInnenSchreiben in
interim Nr.697)


18. Juli 2009 Berlin | GelöbNIX! Mobilisierung an der Siegessäule
Am Samstag haben Antimilitaristinnen an der Siegessäule vier große Banner gegen die deutsche Rüstungsindustrie,
die Wissenschaft, das Militär und durch deutsches Geld finanziertes Morden aufgehängt. (…) Das Bundeswehr-Gelöbnis
vor dem Reichstag stören! Unberechenbar gegen Militarismus und Nationalismus!
Montag, 20. Juli 2009 - Potsdamer Platz 17 Uhr. Stoppt den Verkehr für die Bundeswehr (Hinweise zur Gelöbnis-Blockade)


17. Juli 2009 Stuttgart | Aktion gegen Bundeswehrwerbung auf Messe
Wir, das Offene Treffen gegen Krieg und Militarisierung Stuttgart, haben heute eine Aktion gegen einen Werbestand der
Bundeswehr im Rahmen der (Aus-)Bildungsmesse „Chancen in Stuttgart“ eine Aktion gemacht.Etwa 25 Personen legten sich
vor den Eingang, um mit Hilfe von rotgetränkten Leintüchern und Grabsteinen den BesucherInnen zu vermitteln, dass die
Bundeswehr keine humanitäre oder friedensschaffende Organisation ist, sondern für Kriege und die Durchsetzung globaler Macht-
und Wirtschaftsinteressen steht. Dieser Werbestand der Bundeswehr ist im Zusammenhang von immer stärkeren Rekrutierungsversuchen,
vor allem in Schulen, Bildungsmessen und Arbeitsagenturen, zu sehen. (Bericht)


9. Juli 2009 Bombodrom | Langatmiger Widerstand erzwingt Aus für das Bombodrom
Wie Kriegsminister Franz Josef Jung soeben in Berlin bekannt gab werden alle Pläne für das Projekt Bombodrom eingefroren. Damit
siegen Anwohner und Friedensaktivisten nach nun 17 Jahren im Streit um die militärische Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide. Zuletzt hatte
das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg Ende März Urteile der Vorinstanz bestätigt und entschieden, dass auf dem Areal auch künftig
keine Tiefflieger trainieren dürfen. Die Auswirkungen von Lärm und Emissionen auf die Anwohner seien nur unzureichend geprüft worden, hieß es.
Bis zum 13. Juli wurde Jung Zeit gegeben, in Revision gegen das Urteil zu gehen. Der Bundestag hatte sich am 2. Juli ebenfalls für eine friedliche
Nutzung ausgesprochen. Die Abgeordneten folgten damit einem Antrag des Petitionsausschusses.


9. Juli 2009 München | DHL-Packstationen umlackiert
Am 22.6.09 und 9.7.09 haben wir 2 DHL-Packstationen mit Lackfarbe eingedeckt. Wir sehen es als notwendig an, den Druck gegen den
kriegslogistischen Konzern DHL zu verstärken. Die Deutsche Heeres Logstik DHL ist durch die Zusammenarbeit mit Bundeswehr und NATO
mitverantwortlich für Folter und Mord, Krieg und Unterdrückung.(...) AG Mitmachen!“
[dokumetation indymedia + interim 696/2009]


7. Juli 2009 Berlin | SOLIDARITÄT! Veranstaltung zum mg-Prozess
Humboldt-Universität, Unter den Linden 6, Hauptgebäude/ Westflügel, Raum 3094
Am 7. Juli 2009 findet eine Veranstaltung zum mg-Prozess statt. Ab 19 Uhr berichtet das Einstellungsbündnis und ein Rechtsanwalt
über Neues und Altes aus dem mg-Verfahren, Ermittlungsmethoden und Solidarität. (Ankündigung) (weitere Infos)


7. Juli 2009 Berlin | Bundeswehr lässt Ehrenkreuz-Auktion bei eBay löschen
Das Satire-Magazin «Titanic» hat mit einer gefälschten Internet-Versteigerung des neuen Ehrenkreuzes für Tapferkeit kurzzeitig bei
der Bundeswehr für Hektik gesorgt. Überschrieben war die Offerte bei eBay «Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit NEU -
von Bundeskanzlerin Merkel am Montag verliehen!!!»
«Die Medaille hatte ich gestern von Bundespräsidentin A. Merkel persönlich
verliehen bekommen, wegen Tapferkeit in Zusammenhang mit einen Selbstmordanschlag nahe Kundus in Nordafghanistan, wobei es
auch Tote gab.»
Nachdem die Anzeige im Internet zu sehen war, prüfte die Bundeswehr rasch, ob tatsächlich einer der vier am Montag
für Tapferkeit ausgezeichneten Soldaten seinen Orden gleich wieder verkaufen wollte.Als die Bundeswehr das ausschließen konnte,
veranlasste das Unternehmen die Löschung des Angebots. Zum Zeitpunkt der Löschung lagen die Gebote bei rund 200 Euro. (ZEIT)


6. Juli 2009 Berlin | Protest gegen Bundeswehr-Tapferkeitsmedaille
Vor dem Bundeskanzleramt protestierte eine Abordnung des Berliner Gelöbnix-Bündnisses, das derzeit zu Kundgebung gegen das am 20. Juli
bevorstehende Bundeswehrgelöbnis mobilisiert. Die AktivistInnen warfen der Bundeswehr vor, Angriffskriege zu führen. Sich daran zu beteiligen,
habe nichts Heroisches an sich, sondern sei Unterstützung eines Verbrechens. „Die Bundeswehr entblödet sich nicht, dafür auch noch Anleihen
bei der Wehrmacht zu nehmen“, äußerte eine Aktivistin gegenüber den zahlreich vertretenen Medien - wir sind gespannt, inwiefern diese
in ihrer Berichterstattung darauf eingehen. (Bericht)


6. Juli 2009 Dresden | Verfahren wegen Aufkleber mit SS-Rune am Stahlhelm
öffentlicher Prozess Amtsgericht Dresden, Berliner Straße 13
Es ging um das Verwenden einer SS-Rune an einem Soldatenhelm auf einem Aufkleber gegen den Großen Zapfenstreich der BW
in Dresden 2006 !!! Nach einer Hausdurchsuchung im Oktober 2006, die nichts ergab, ruhte der Vorwurf. Zwei Jahre lang passierte
nichts mehr. Es schient fast, als wolle das Gericht die Sache verjähren lassen, um sich inhaltlich nicht äußern zu müssen. Aber: Weit gefehlt.
Im Mai 2009 wurde die zwei Jahre alte Anklage zugelassen – Doch der gut besuchte Prozess platzte zunächst … (Bericht) (weitere Informationen)


5./6. Juli 2009 München | Ausgebrannter DHL-LKW
Es wurde die Parole "Krieg ist Krieg" hinterlassen. Quelle: Verfassungsschutzbericht Bayern (indymedia)


4. Juli 2009 Celle | breite Demo gegen den „Celler Trialog“
Der Celler Trialog findet vom 08.-10 Juli in Celle statt. Er ist das "nationale Austauschforum für einen engeren Schulterschluss
zwischen Wirtschaft Politik und Bundeswehr". Es wird initiiert von der Commerzbank, dem Verteidigungsministerium und der
1. Panzerdivision Hannover. Als Redner werden dieses Jahr u.a. der Aufsichtsratsvorsitzende der Commerzbank Klaus-Peter Müller,
der Kriegsminister Jung, der Innenminister Schäuble und der Mitautor des aktuellen NATO-Strategiepapiers Klaus Naumann erwartet.
Bereits am 4.Juli gab es eine Demo in Celle, an der rund 150 Personen Teil nahmen. Es beteiligte sich ein breites Spektrum von
Friedensbewegungen über globalisierungskritische Initiativen bis hin zu Gruppen der radikalen Linken an dem Protest. (Bericht)
Während der Woche gab es weitere Aktivitäten.(Pressemitteilung) (Auswertung), Infos unter http://cellertrialog.blogsport.de


3. Juli 2009 München | Attac-Veranstaltung mit SIKO-Chef gestört
Am heutigen Freitag, sollte im Münchner EINE-WELT-HAUS eine Veranstaltung von ATTAC München mit dem Ausrichter
und Leiter der sog. „Nato-Sicherheitskonferenz“ (SIKO) Wolfgang Ischinger stattfinden. ATTAC, als Teil des großen Münchner Bündnisses
gegen die SIKO, hatte u.a. Ischinger zu einem sog. „Streitgespräch“ geladen. Autonome Gruppen und Einzelpersonen aus der Mobilisierung
gegen die SIKO hatten daher dazu aufgerufen, dem Chef der „Sicherheitskonferenz“ kein Forum für seine Kriegspropaganda zu bieten.
Ca. 30 Leute standen rund eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn mit einem Transpi „Kein Dialog mit Kriegstreibern“ flyerverteilend am Eingang.
Um 19 Uhr taucht Ischinger auf, dem der Zutritt durch eine friedliche Blockade verwehrt wird. Dabei werden Parolen gerufen. (Bericht)


2. Juli 2009 Hamburg | 3 mal Deutsche Post DHL
Der Polizei und der Feuerwehr wird ein Feuer im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg gemeldet, auf dem Hinterhof des Postgeländes
am Reinstorfweg brennen 3 Wagen der Post. Bereits im März wurden 5 Kleintransporter in mehreren Hamburger Stadtteilen angezündet,
damals tauchte ein Schreiben auf, in dem es heißt: „Das Fortführen der Kampagne DHL ist mindestens bis zur Aktionärsversammlung
2010 geplant.“ (aus Dokumentation diverser Aktionen gegen DHL in der „Landeszeitung Lüneburg online“ 21.7.09)


30. Juni 2009 Berlin | Flip-Flops auf Kriegsminister Jung
Eine Gruppe AntimilitaristInnen hat heute im Bundestag den Kriegsminister Jung und seine Anhänger mit rosa Badelatschen
und Flugblättern eingedeckt. Anlass war eine Ausstellungseröffnung, bei der 15 Jahre Kriegseinsätze gefeiert werden.
"Bundeswehr im Einsatz" heißt die Propagandashow, die heute im Paul-Löbe-Haus des Bundestages eröffnet wurde. Anlass:
Vor 15 Jahren urteilte das Bundesverfassungsgericht, die Bundeswehr dürfe weltweit in Kriege geschickt werden, wenn das im
Rahmen sogenannter "kollektiver Sicherheitsorganisationen" geschehe und der Bundestag beschließe. Wohlgemerkt: Auch die Nato
gilt als "Sicherheitsorganisation"! Jung und Bundestagspräsident Lammert eröffneten die Propagandaausstellung.
(Bericht , Fotos und Infos zur Ausstellung)


30. Juni 2009 Karlsruhe | Protest gegen BW- „KarriereTreff“-Truck
Mahnwache mit Infostand gegen Bundeswehr-"KarriereTreff"-Truck
Von Dienstag bis Mittwoch kommt ein Bundeswehr-Truck mit seiner Propaganda zum Karlsruher Marktplatz, bei dem sich die
Bundeswehr als toller Arbeitgeber präsentieren will. Deshalb wird es am Dienstag ab 17 Uhr eine vom Friedensbündnis organisierte
Mahnwache mit Infostand geben. Kommt, protestiert und unterstützt die Mahnwache lautstark und mit kreativen Aktionen!
Stoppt den Bundeswehr-Werbefeldzug!


29. Juni 2009 Ulm | Vier Bundeswehrfahrzeuge zerstört
Drei Bundeswehr-Geländewagen und ein Bundeswehr-Transporter gingen in den frühen Morgenstunden des 29. Juni in Flammen auf.
Bis die Feuerwehr anrückte, war es bereits zu spät. Drei Fahrzeuge brannten völlig aus, das vierte Auto wurde schwer beschädigt.
Der Gesamtschaden liegt bei mindestens 150.000 Euro. (…) Antimilitaristische Aktionen gegen die Bundeswehr in der Bundesrepublik wachsen
stetig an, seit sich das deutsche Militär mehr und mehr an Auslandseinsätzen beteiligt. Die Sabotage von Kriegsgerät sei eine angemesse
Protestform in diesen Zeiten, erklärte eine Aktivistin der hessischen Friedensbewegung gegenüber Indymedia. (…) In der Friedensbewegung
macht anlässlich der Brandanschläge auf Bundeswehrfahrzeuge die Parole die Runde: "
Was in Deutschland brennt,
kann in Afghanistan keinen Schaden mehr anrichten.
" (Dokumentation indymedia) (Südwest-Presse)


28. Juni 2009 Karlsruhe | Flashmob gegen Bundeswehr-Karriere-Truck
Auffallend viele Menschen versammelten sich am Dienstag Nachmittag in Karlsruhe auf dem Marktplatz. Um 17:00 Uhr ließen sie
sich zeitgleich wie auf Kommando rund um den dort stehenden Bundeswehr-Karriere-Truck fallen und lagen mehrere Minuten
bewegungslos auf dem Boden. Ein Heer von Leichen umgab den Truck. Die Aktivisten malten anschließend mit Kreide jeweils
ihren Körperumriss auf den Boden, bevor sie den Marktplatz wieder verließen. (Bericht+weitere Fotos)


27. Juni 2009 Husum | Proteste gegen Bundeswehr-Bigband
Anlässlich des Konzertes der Bundeswehr Bigband am 27.Juni 2009 kam es in Husum/Nordsee zu kreativen Protestaktionen
von Straßentheater bis zu einer Kletteraktion. Verschiedene Gruppen machten damit auf die Machenschaften der Bundeswehr
aufmerksam. (Bericht)


26.+27. Juni 2009 Müllheim | Militärspektakel verhindern
Am Freitag, 26.Juni und Samstag, 27. Juni soll in Müllheim, dem Sitz des Stabes der Deutsch Französischen Brigade,
deren 20-jähriges Bestehen mit einem militärischen Spektakel begangen werden.
Am Freitag, den 26. Juni um 17.00 Uhr
soll das Stadtfest von dem ehemaligen Kommandeur dieser Einheit und jetzigem Inspekteur des Heeres, Generalleutnant
Hans Otto Budde, eröffnet werden; am Samstag, den 27. Juni sollen 1500 leicht bewaffnete Soldaten in Felduniform durch
Müllheim ziehen. Die Deutsch-Französische  Brigade ist die Speerspitze der kriegerischen Interventionskräfte der
Europäischen Union UND der NATO. (Aufruf) , Presse im Vorfeld: (1)


17. Juni 2009 Berlin | Pastoren gegen Missbrauch des Kirchentages durch BW
Beim "Abend der Begegnung" spielte auf der Domshof-Bühne die Big Band der Bundeswehr - Jazz, Swing, keineswegs Marschmusik.
Doch der Auftritt der Band wurde garniert mit "visuellen Botschaften", mit Werbebannern und mit Transparenten, die für eine Karriere
in der Bundeswehr werben. Bewaffnete Feldjäger waren anwesend. Und hochrangige Offiziere in Uniform. "Der halbe Domshof war
von der Bundeswehr besetzt" 34 Bremer Pastoren kritisieren in einer öffentlichen Erklärung den martialischen Auftritt der Bundeswehr
beim ′Abend der Begegnung′ Dass sich bewaffnete Feldjäger unters Kirchentagsvolk mischen und dass ebendort für eine Bundeswehr-
Karriere geworben wird, deren integraler Bestandteil das Töten ist, "hat eine neue Qualität", sagte Warnecke. Kollege Friedrich Scherrer
sprach von einer "völlig falschen Signalsetzung". Die Rolle der Bundeswehr am Hindukusch werde verniedlicht, und der Kirchentag
segne das auch noch ab. (Bericht kreiszeitung.de)


16. Juni 2009 Berlin | DHL kommt nicht zur Ruhe
In Berlin haben erneut Unbekannte Fahrzeuge der Posttochter DHL angezündet. Der Brand wurde am frühen Dienstagmorgen
in der Gerichtstraße in Berlin-Wedding entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Verletzt wurde niemand. Erst in der vergangenen Woche
waren in Tempelhof sieben DHL-Fahrzeuge angezündet worden. Hinter dem Brandanschlag werden politische Motive vermutet.
Deshalb hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen. [Quelle: Welt]


12.-14.Juni 2009 Frankfurt | Bundestreffen zur Totalverweigerung
Bundestreffen zur Totalen Kriegsdienstverweigerung. Fr., 12.06. - So., 14.06.09 in Frankfurt-Rödelheim.
Anreise: Freitag, 12.06.09 ab 16.00 Uhr. Ort und Unterkunft: ‚Raumstation Rödelheim', Auf der Insel 14,
60489 Frankfurt-Rödelheim; http://www.insel14.de Kontakt: totalverweigerung@gmx.de


12. Juni 2009 Hannover | Militärgegner foppen Uni
Studieren Sie Krieg! Per Flyer wirbt die Uni Hannover für einen Master in "Military Studies" - doch den gibt's gar nicht.
Militärgegner protestierten mit einem täuschend echten Fake gegen das, was sie Rüstungsforschung nennen.
Humorfrei erstattete die Hochschule Anzeige. Aktueller Aufhänger für die Kritik an der Zusammenarbeit von militärischen
Dienststellen mit Wissenschaftlern sei möglicherweise die für Anfang Juli geplante Veranstaltung "Celler Trialog", bei der
Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Bundeswehr miteinander diskutieren.
[Spiegel-online 12.6.09 ] (Flyer Vorderseite , Rückseite) Hintergrundinformationen


11. Juni 2009 Berlin | „Leicht entflammbar“ - DHL
Am frühen Donnerstag morgen haben in Berlin-Tempelhof erneut Transportfahrzeuge der Post-Logistiktochter DHL gebrannt.
Die sieben Wagen waren in einer Niederlassung in der Schöneberger Straße geparkt, wie die Polizei mitteilte, und wurden erheblich
beschädigt. (…) Zum Teil brannten die Fahrzeuge komplett aus.(...) Hintergrund der Aktion könnte eine antimilitaristische Kampagne
gegen den Postdienstleister sein. DHL bewirbt sich um einen Milliardenauftrag des Verteidigungsministeriums. Konkret geht es um die
Lagerung von Bundeswehrmaterial und den Transport von Kriegsgerät, Munition, Treibstoffen und Soldaten. Kriegsgegner haben
sich zum Ziel gesetzt, am Beispiel von DHL die wachsende Verzahnung ziviler und militärischer Bereiche zu thematisieren.
(Mittlerwile ist ein BekennerInnen-Schreiben veröffentlicht worden)
[ jungewelt 12.6.09 ]


8. Juni 2009 Konstanz | Piraten stören ATALANTA-Vortrag der Bundeswehr
An der Universität Konstanz sollte am Montag ein Bundeswehrvortrag unter dem Motto „ATALANTA-Einsatz der deutschen
Marine am Horn von Afrika“ stattfinden. Eine größere Gruppe Studierender, darunter auch ein als Pirat verkleideter Student,
verhinderten den reibungslosen ablauf. Darauf hin wurden die Veranstalter gewalttätig und es kam zu einem Handgemenge
zwischen den Veranstaltern und herbeieilenden Studierenden. (Bericht)


6. Juni 2009 Berlin | Reichskriegsdenkmal verschönert
"zum auftakt der actionweeks wurde in berlin-lindenberg ein reichskriegsdenkmal mit rosa farbbeuteln verschönert.
dieses „denkmal“ soll an die getöteten deutschen soldaten aus den beiden weltkriegen erinnern.
doch deutsche täter sind keine opfer.
mehr farbe in den grauen alltag!"
[Dokumentation: directactionde.blogspot.com ]


5. Juni 2009 Herne | Protest gegen Bundeswehr Big Band
Am Abend sammelten sich ca. 25 Antimilitaristen in Herne, um das Konzert der Bundeswehr Big Band „Timeless“ mit einem
stillen, sowie friedlichen Protest zu begleiten. Dabei verteilten die überwiegend Jugendlichen und jungen Erwachsenen 300 Flyer
an das Publikum. Die DemonstrantInnen wurden teilweise massiv von den KonzertbesucherInnen beleidigt. Dabei wurde auch ein
Demonstrant von KonzertbesucherInnen angegriffen. Dennoch fanden einige kritische Gespräche zwischen ProtestantInnen
und ZuschauerInnen statt. (Bericht)


3. Juni 2009 Düsseldorf | Rheinmetall verschrottet
Am Mittwoch fand an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) der "Recruitingtag" der Campus Messe 2009 statt.
Verschiede Firmen wollten sich den StudentInnen und AbsolventInnen präsentieren. Unter ihnen die Rheinmetall AG.
Gegen die Anwesenheit des Rüstungskonzern protestierten etwa 15 Personen. Und das mit Erfolg: Nach einer halben Stunde
packten die beiden MitarbeiterInnen ein und verließen den Campus. (Bericht+Fotos)


30. Mai 2009 Köln | Protest gegen Patenschaft mit der Fregatte „Köln“
Mit einem Transparent und Flugblättern protestierten Gegnerinnen und Gegner der Kriegspolitik vor dem Kölner Rathaus.
Die Stadt Köln und die Bundeswehr wollten an diesem Tag feiern: 100 Jahre Patenschaft der Stadt Köln mit der jeweiligen
Kriegsmarine und den bisher 5 Kriegsschiffen mit dem Namen Köln. Während draußen „Keine Patenschaft für Kriegsgerät
– auch nicht für die Fregatte Köln - Bundeswehr wegtreten“ gefordert wurde, vertrat Vizeadmiral Nolting die Auffassung,
dass die Sicherung des Wohlstandes nicht ohne Konflikte zu erreichen sei und der Einsatz der Bundeswehr zur See eine zentrale
Rolle im globalen Markt spiele ...(Bericht)


30. Mai 2009 Mittenwald | Massives Denkmal für NS-Opfer
Am Pfingstsamstag stellte der Arbeitskreis „Angreifbare Traditionspflege“ auf dem Bahnhofsvorplatz in Mittenwald ein Denkmal für
die Opfer von Nazi-Verbrechen auf. An der Feierlichkeit nahmen über 200 Menschen aus verschieden Ländern teil.
Das Denkmal
wurde in einem bewegenden Akt von Maurice Cling, Max Tzwangue, Marcella und Enzo de Negri enthüllt.

Mit einem Denkmal für die Bevölkerung Mittenwalds wurde ein „Stein des Anstoßes“ im Ort der Täter aufgestellt, in dem sich das
Gedenken an die Opfer deutscher Kriegsverbrechen und deren Forderung nach Entschädigung manifestiert.
(Presseerklärung) (Programm: Veranstaltung+Demo)


29. Mai 2009 Rheine| GelöbNIX – Gegen Militärspektakel und Auslandseinsätze
Anlässlich des fünfzigsten Standortjubiläums führte die Bundeswehr ein öffentliches Rekrutengelöbnis durch. Gegen dieses
Militärspektakel demonstrierten rund 200 Menschen. Es kam zu einer Brückenblockade, die kurz darauf von der Polizei
aufgelöst wurde. (Presse) (Aufruf)


18. Mai 2009 Rosenheim| Militär in Rosenheimer Berufsschule
Bereits am frühen Morgen pflasterten Leichen den Weg der Bundeswehr. Aktivist_innen hatten sich symbolisch für
Millionen von Kriegstoten in die Einfahrt der Berufsschule gelegt. Dadurch wurde die Zufahrt des Bundeswehr-Karriere-
Trucks kutzzeitig verzögert. Vom 18. bis zum 20. Mai wollte die Bundeswehr an der Berufsschule II in Rosenheim Nachwuchs rekrutieren.
In einem offenen Brief wurde die Schulleitung aufgefordert, diesen Reklameeinsatz zu verhindern. Die Schulleitung
hielt allerdings am geplanten „Einsatz an der Heimatfront“ der Bundeswehr fest. (Ankündigung) (Bericht)


17. Mai 2009 Augustdorf| Friedensaktivisten erobern Panzer
Auf dem diesjährigen „Soldatentag“ im ostwestfälischen Augustdorf hinderten Aktivisten der Friedensbewegung die
Bundeswehr daran sich nach belieben darzustellen. Die Antimilitaristen kletterten auf einen Panzer und breiteten ein
Transparent mit dem Tucholsky-Zitat „Soldaten sind Mörder“ aus. (Bericht)


15. Mai 2009 Bernau/Berlin | Bundeswehr bei Ausbildungsplatzbörse gestört
Im Gymnasium fand eine Ausbildungs- und Studienbörse statt, auf der zahlreiche Aussteller, darunter Rüstungskonzerne,
die Polizei und eben auch die Bundeswehr, Kinder und Jugendliche für sich begeistern wollten. Seit Jahren gibt es Proteste
gegen die Bundeswehr bei dieser Bernauer Veranstaltung. In diesem Jahr war die Bundeswehr, anders als ursprünglich vorgesehen,
nicht mit ihrem Info-Truck vor Ort. Einer ihrer Info-Trucks wurde schließlich einige Tage zuvor in Heilbronn abgefackelt.
Die Bundeswehr zog sich in einen Klassenraum zurück … (Bericht)


15.Mai 2009 Mittenwald | Protest gegen Gebirgstruppen
AntimilitaristInnen haben aus Protest gegen das Gebirgstruppentreffen im bayerischen Mittenwald eine hakenkreuzverseuchte
Kapelle im Stadtzentrum symbolisch geschlossen. (Bericht)


13.Mai 2009 Berlin | Minister Jung von der Bühne vertrieben
Zwei Aktivistinnen stürmen das Podium in der Urania mit grün schillerndem Transparent: "Kriegsstrategen das Handwerk legen!",
als zwei Schuhe in Richtung des Referenten fliegen. Kriegsminister Jung geht in Deckung und verlässt fluchtartig das Rednerpult
und lässt sich von dem Bundeswehroffizier und seinen Bodyguards aus dem Gebäude bringen. "Krieg ist Frieden!" schallt ihm
hinterher und "Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!". Tumult im Publikum. Alle sind aufgesprungen, reden und gestikulieren
wild durcheinander. (Kurzbericht)


9.Mai 2009 Heilbronn | Bundeswehr-LKW brennt aus
Eine Zugmaschine der Bundeswehr brannte am Samstagmorgen vor dem IHK-Gebäude in der Heilbronner Ferdinand-Braun-Straße
vollständig aus. Nur noch schwarze Brandflecken wiesen am Samstagmittag darauf hin, wo das sogenannte Info-Mobil abgestellt war.
Seit Donnerstag hatte sich die Bundeswehr gemeinsam mit anderen Unternehmen auf der IHK-Bildungsmesse präsentiert. (Presse)


8.Mai 2009 Berlin | Umfärbung einer DHL-Paketstation
Montag Nacht ist eine DHL-Station komplett in grüner Frabe verschönert worden. Es soll hiermit der Protest und die Wut gegenüber
der Unterstützung dieser Firma für die deutsche Bundeswehr gezeigt werden. DHL bewirbt sich gerade um den Auftrag der Bundeswehr
bei Kriegseinsätzen logistische Unterstützung zu leisten, natürlich bezahlt. Das Anmalen von Post- und DHL-Stationen in grüner Frabe
stellt symbolisch die Umwandlung in so genannte Feldpostkästen dar. Bundeswehr wegtreten! Kapitalismus abschaffen! Nie wider Krieg.”
[dokumentation interim 691, 15.5.09]


5.Mai 2009 Köln | BW-Musikkorps in massiver Polizeibegleitung
Konzertbesucher eilen zum Haupteingang durch Einsatzfahrzeuge und Ketten von polizeilichen Einsatztruppen. Ein ähnliches Bild hat
man auf dem Heinrich- Böll- Platz, der lärmempfindlichen Decke des Konzertsaals der Philharmonie. Ein zusätzlicher Bauzaun bietet Schutz vor
potentiellen Poltergeistern. Hier wird Un- Kultur durch Polizei vor Protesten bewahrt.
Un- Kultur deshalb, weil sich das Musikkorps
der Bundeswehr zu einem wohltätigen Einsatz für die Altenhilfe der Kölnischen Rundschau angebiedert hat. Die Musik aber dem Militär
dazu dient, seine wesentliche Funktion, das fachgerechte Töten, zu vernebeln und zu verharmlosen. Zusätzlich wird das marsch-freudige
aber höchst unkritische Publikum mit schneidigen Märschen der Nazi- Zeit erfreut.
Ein Grund mehr, Proteste gegen diese Art von
Musikveranstaltungen zu verstärken! Ein Großtransparent hat es dennoch in den Konzertsaal geschafft … (Briefwechsel 1, 2 )


5.Mai 2009 Bremen | EADS überflüssig gemacht
An der Bremer Universität hat die „Praxisbörse“ schon eine mehrjährige Geschichte - und auch der Widerstand dagegen.
In den letzten Jahren haben immer wieder "Überflüssige", Jubel-Demonstrant_innen und andere entschlossene Studierende
den anwesenden Unternehmen klar gemacht, dass sie hier nicht nur auf Sympathie stoßen. Gegen 10.30 Uhr sorgte zunächst
eine Gruppe von etwa 10 "Überflüssigen" für Tumult in der Veranstaltungshalle - mit Musik, Megaphon und Flyern gehörte
ihnen kurz die Aufmerksamkeit der Anwesenden. Nur einige Minuten später wurde dann von einer anderen Gruppe der Stand
des größten europäischen Rüstungsunternehmen EADS (Airbus) mit Farbbeuteln angegriffen. Teile des Informationsmaterials
und des technischen Equipment wurden hierbei unbrauchbar gemacht, auch einige weiße Hemden und Anzüge bedürfen einer
ausgiebigen Reinigung. (Bericht)


26.April 2009 Scheeßel (Bremen) | „Angrillen“ bei DHL
Angrillen bei Deutsche Heeres Logistik in Scheeßel bei Bremen – 4 Transporter abgewrackelt
DHL angreifen – BUNDESWEHR angreifen – NATO angreifen – Entzückte Grüße nach Dresden !!!“
[Dokumentation interim No 691 (15.5.09)]


25.April 2009 Mittenwald | Think pink: riesiges Gebirgsjäger-Ehrenmal eingefärbt
Die Traditionspflege der Gebirgsjäger angreifen - Wir haben das Ehrenmal der Gebirgsjäger auf dem Hohen Brendten in Mittenwald
mit pinker Farbe überzogen. Gebirgsjäger verübten während des Zweiten Weltkrieges zahlreiche Kriegsverbrechen. Sie ermordeten
tausende Zivilistinnen und Zivilisten und massakrierten insbesondere in Italien und Griechenland ganze Dörfer. Keiner der Mörder
wurde in Deutschland verurteilt - keines der Opfer entschädigt. Dieses Jahr wollen wir mit dem in Pink gestalteten Denkmal der
Gedenkfeier der Gebirgsjäger und ihrer jungen Kameraden aus der Bundeswehr für die gefallenen Mörder einen unübersehbaren
antimilitaristischen Kontrapunkt entgegensetzen. Die Opfer von NS-Kriegsverbrechen entschädigen! NS-Kriegsverbrecher zur
Verantwortung ziehen!“
[Dokumentation indymedia] (Bericht) (Film)


23.April 2009 Kirchheim | Aktion gegen Bundeswehrtruck
20 AktivistInnen fanden sich vor dem Technischen Gymnasium „Max Eyth Schule“ in Kirchheim unter Teck zusammen
und statteten dem dort stehenden Bundeswehr-Werbetruck einen Besuch ab. Mit Flugblättern und Parolen wie
„Niemals Salutieren - lieber Sabotieren“ machten sie den Werbeoffizieren das Rekrutieren auf dem Schulhof schwer. (Bericht)


23.April 2009 Solingen | Farbe auf Museum Baden vor NATO-Festvortrag
Aus Protest gegen eine NATO-Veranstaltung „60 Jahre NATO – 60 Jahre Frieden in Freiheit“ im Museum Baden, bei der
Brandenburgs Innenminister und Generalleutnant a.D Jörg Schönbohm und Bernd Wilz (ehemaliger parlamentarische Staatssekretär
beim Bundesminister für Verteidigung geladen sind, haben AktivistInnen die Fassade mit roter Farbe beworfen und Parolen angebracht.
„(...) Solidarität mit den Verhafteten von Strasbourg! No Nato! AG Kein Frieden mit der Nato“
directactionde.blogspot.com


22.April 2009 Wolfenbüttel | Bundeswehr-Vortrag gestört
Im Wolfenbütteler Hotel Antoinette war gestern Abend Oberstleutnant Lange, Sprecher für den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan,
Gastgeber. Das Hotelmanagement und die Bundeswehr luden zu einem Vortrag über Afghanistan. Die rund 50 Gäste waren vom Einsatz
der Bundeswehr überzeugte Pensionisten, einige wenige Personen mittleren Alters und etwa 20 Schülerinnen und Schüler. Nach den ersten
Ausführungen des Oberstleutnants standen zwei Aktivisten auf, hielten die Friedensfahne hoch und sagten laut „Nein zu Krieg!“ ... (Bericht)


13.April 2009 Dresden | Bundeswehr-Fuhrpark unbrauchbar gemacht
Am Morgen des Ostermontages bricht in der Offizierschule in Dresden an drei Stellen Feuer aus. 42 PKW, Busse und Lastwagen
sowie ein Hangar brennen aus. Es entsteht ein Schaden von mindestens 3 Mio Euro. In einem Schreiben der „Initiative für ein neues
blaues Wunder“ heißt es „Schwerter zu Pflugscharen, Panzer zu Gartenscheren! Wenn ihr nicht abrüstet, tun wir es! Es herrscht Krieg.
Die Bundeswehr weitet u.a. ihren Angriffskrieg in Afghanistan im Rahmen des NATO-Kriegsbündnis stetig aus. Jetzt Waffen und
Kriegsgerät zerstören: Das kann jeder, das sollte sogar jeder vernünftige Mensch machen. (...) Wir müssen den Kriegen ihre materielle
Grundlage entziehen. Eigenverantwortliche Abrüstungsschritte sind dabei das Gebot der Stunde. Um menschenverachtendes Kriegsgerät
unbrauchbar zu machen, haben wir es einfach angezündet. (...)“. Dokumentation
junge Welt 16.4.09, sowie directactionde.blogspot.com
(dpa) (Analysetext: Militanter Pazifismus? )


12.April 2009 Ostermarsch 2009 | gegen Bombodrom und Krieg
Mehr als 12.000 OstermarschiererInnen protestieren im brandenburgischen Fretzdorf gegen das Bombodrom. An den Antikriegsaktionen in
ingesamt mehr als 70 Städten beteiligen sich bis zu 30.000 Menschen. Politischer Schwerpunkt der Ostermärsche war der Protest gegen
den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr und gegen die NATO als Kriegsbündnis. Im Mittelpunkt mehrerer Kundgebungen stand ebenfalls
die Forderung nach Abschaffung aller Atomwaffen.


12.April 2009 Köln | Protestfahrt gegen das Militärgeschäft der DHL
200 Motorradfahrerinnen und -fahrer fuhren am Ostersonntag zum Kölner Frachtpostzentrum/DHL am Eifeltor. Sie protestierten dagegen,
daß die Postfirma DHL in den weltweiten Militärtransport der Bundeswehr eingebunden ist und fast die gesamte Logistik der Bundeswehr
übernehmen will. Die Friedensfahrt wurde vom Motorradclub Brigadistas organisiert. (Bericht)


6+7.April 2009 Berlin | militante Überraschungsdemo gegen SAP
Gleich an zwei Abenden hintereinander geht es dem Software-Entwickler ans Glas. Bei der Firma, die u.a. für Bundeswehr und
NATO arbeitet , werden zunächst 9 Schieben eingeworfen bevor eine 100 Leute starke Spontandemo am Abend danach für weiteren
Glasbruch sorgt und einen Brandsatz gegen die Fassade des Glapalastes schleudert. Die Demo hinterlässt „NO NATO“ Slogans an
den Wänden der Umgebung.


4.April 2009 Berlin | Steine und Farbe für Kriegsgewinnler
Um die NATO-Geburtstagsfeierlichkeiten in Berlin nicht unkommnetiert zu lassen“ fliegen Farbe und Steine auf das „Berliner Zentrum
für Internationale Friedenseinsätze
, das durch Beratung und Training zum Aufbau von Polizei- und Regierungsstrukuren in Kriegsgebieten
beiträgt, sowie das „
Deutsche Institut für Internationale Politik und Sicherheit, das die Regierung in Fragen von NATO und EU, der
Entwicklung von Militärtechnologien und Waffenhandel berät.
Bombadier wird als Hersteller und Entwickler militärisch genutzter Fahrzeug-
und Flugtechnik angegriffen. „In kapitalistischen Verhältnissen kann es keinen Frieden geben, deswegen ist es notwendig, militärische und
mit diesen zusammenarbeitende Organisationen anzugreifen, hier und weltweit. Fight capitalist war, fight capitalist peace!“


3.April 2009 Leipzig | „Sicherheitsüberprüfung“ wegen mil. Flughafenausbau
Zahlreiche Haushalte erhielten heute in Leipzig seltsame Post von der Stadtverwaltung mit der Aufforderung sich einer Sicherheitsüberprüfung zu
unterziehen. In Zusammenarbeit mit der NATO und DHL sollte gecheckt werden, in wieweit Leipziger Bürger eine Gefährdung für die
öffentliche Sicherheit in Deutschland darstellen. "Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Leipzig, der Flughafen Halle/ Leipzig wird
in den kommenden Jahren zu einem zentralen Umschlagplatz für militärische Transporte im Rahmen von Friedenseinsätzen der
Nordatlantikpakt-Organisation (NATO) ausgebaut. Damit der Flughafen mit seiner vollen Kapazität genutzt werden kann, werden die
Frachtflugzeuge auch über die Anflugroute Süd den Flughafen ansteuern. Die Stadtgebiete im Bereich der Anflugroute Süd werden damit zu
einer Sicherheitszone der Stufe IIA. (...)“ (Bericht)


3.April 2009 Mannheim | Hauptpost mit gelb-roter Farbe getränkt
Zu Beginn des NATO-Gipfels wird die Post verschönert. Der Fußboden im Eingangsbereich wird gelb-rot eingefärbt, an die Wände werden
die Parolen „No NATO“ und „DHL Kriegstreiber“ gesprüht. Die AktivistInnen solidarisieren sich mit dem Protest in Strasbourg und Baden-Baden.


1.-5.April 2009 Strasbourg/Baden Baden | Widerstand gegen den NATO-Gipfel
Eine erste Sammlung von Auswertungspapieren zu den sehr unterschiedlichen Erfahrungen in Strasbourg sind unter gipfelsoli.org gelistet.


28.März 2009 Frankfurt a.M. | Antimilitaristischer Block auf Krisendemo
Auf der Demo läuft an der Spitze ein antimilitaristischer+antikapitalistischer Block mit der Message: „Krise -ist Kapitalismus– heißt Krieg“
Für die soziale Revolution. Beim Zwischenstopp vor einer der unzähligen Filialen der Commerzbank gibt es einen Redebeitrag zur neuen
Strategie der zivil-militärischen Zusammenarbeit. Während der Abschlusskundgebung geht ein Panzer(nachbau) verziert mit Logos von
DHL und Commerzbank in Flammen auf.


26.März 2009 Hanau | Go-In bei Wehrberatung in der ARGE
`Wehrberater` Mattias Riddler, der einmal im Monat in der Hanauer Arbeitsagentur versucht, Jugendliche und Erwerbslose
für die Bundeswehr zu rekrutieren, hat am heutigen Donnerstag kurzen unangemeldeten Besuch erhalten. Ein antimilitaristisches
Abrüstungsteam hatte zunächst Transparente und Plakate am Eingang und im Foyer aufgehängt sowie einige Flugzettel verteilt,
danach fand ein kurzes Go-In im Zimmer des Wehrberaters statt. Da der „Wehrberater“ etwas verloren und ganz alleine in seinem
Saal saß – was wir ja ziemlich gut fanden - und auch ansonsten die Arge eher leergepustet war, beendeten wir das Go-In nach
einigen Minuten.
Wir lassen uns nicht für ihre Kriege rekrutieren!
`Beratertage` der Bundeswehr bei der Arbeitsagentur in Hanau stoppen!!
(Bericht)


24.März 2009 Düsseldorf | Den Kriegshetzern das Handwerk legen!
In den Mittagsstunden protestierten 20 AntimilitaristInnen gegen den Karriere Truck der Bundeswehr, der in Düsseldorf
für zwei Tage vor der Rheinterasse seine Propagandashow aufgebaut hat. Mit der Vorführung von Kriegsgerät und anderer
Technologie wollen sie „Spaß und Action“ verbreiten und orientierungslose Jugendliche für ihr mörderisches Handwerk werben.
(Bericht, Ankündigung)


24.März 2009 Göttingen | Demo gegen Krieg und Abschiebung
Heute demonstrierten in Göttingen ca. 80 Menschen gegen Krieg und Abschiebung anlässlich des Krieges der NATO
vor genau 10 Jahren im Balkan
Das Motto der Demo lautete: "Gegen Krieg und Abschiebung! Bleiberecht für Roma,
Ashkali und Gorani! Wer bleiben will soll bleiben!"
(Bericht)



21.März 2009 Brüssel | NATO GAME OVER
Erneut versuchen Hunderte Menschen das NATO-Hauptquartier nahe Brüssel in einer gemeinsamen Anstrengung zu erstürmen
und endlich zu schließen. Wie bereits im letzten Jahr gelingt es einigen NATO GAME OVER AktivistInnen trotz Stacheldraht
und massiver Polizeipräsenz aufd Gelände zu kommen und Tore, Fenster und Türen zu versiegeln, während das Militärbündnis
vor der Absperrung zeremoniell verbaschiedet wird. 450 Leute werden festgenommen. Am gleichen Tag erklettern in den
Niederlanden 60 AktivistInnen die Zäune am Luftwaffenstützpunkt in Nieuw Milligen im Osten des Landes, wo DARS das
mobile Luftüberwachungs- und Kommandosystem der NATO stationiert ist. 35 AktivistInnen werden festgenommen.
In Deutschland ist der Atomraketenstandort Büchel sowie das US-Headquarter in Heidelberg Ziel von Protesten.


21.März 2009 Bremen | Aktion gegen Rüstung und Flüchtlingsabwehr
Das italienische Konsulat wurde mit einem Boot und einer Gedenktafel bedacht worden. "Zur Erinnerung an die Ertrunkenen
im Mittelmeer. Ihr Tod ist Folge der EU-Flüchtlingsabwehr. Bremen Firmen wie EADS und OHB liefern der EU-Grenzschutzagentur
FRONTEX hierfür die Technik. In diesem Gebäude residiert der italienische Honororkonsul M.Fuchs, zugleich Chef der
Rüstungsfirma OHB. Bremen 21.03.09." Der italienische Honorarkonsul ist Aufsichtsratsvoristzender der Rüstungsfirma OHB.
Diese will ihr Geld in zunehmendem Maße mit dem Tod der Flüchtlingen auf den Meeren verdienen. ... (Bericht)


19.März 2009 Ahlen | Pro Bundeswehr Aktion
Für weltweiten Frieden – Bundeswehr unterstützen“ und „Frieden für den Allerwertesten – Krieg ist geil“. Das
„I love Bundeswehr-Unterstützungskommandos“ sorgte für Verwirrung. Im westfälischen Ahlen brachten am Donnerstag-
nachmittag rund zehn junge Menschen ihre Unterstützung für die deutsche Armee zum Ausdruck indem sie mit Flugblättern
für mehr globale deutsche Friedenseinsätze und den Dienst an der Waffe warben. Anlass war ein großer Zapfenstreich auf
dem Marktplatz der 55.000-Einwohner Stadt, bei dem auch Verteidigungsminister Franz Josef Jung anwesend war. (Bericht)


19.März 2009 Wuppertal | Blasmusik-Battle: bw-wegtreten vs. BW-Musikkorps
Alljährlich findet in der Wuppertaler Stadthalle ein Benefizkonzert des Bundeswehr-Musikkorps statt. Heute jedoch ging
der Kampfeinsatz des Musikkorps nicht unwidersprochen vonstatten - musikalisch "angetreten" war im Foyer statt des
Musikkorps zunächst ein Ghetto-Blaster, aus dem laut und deutlich hörbar nicht Wohlklang, sondern Marschmusik und
Kriegsgetöse zu vernehmen war. (Bericht)


19.März 2009 Berlin | Olivgrün statt gelb – keine Geschmacksfrage
Anfang dieser Woche waren im Stadtbild von Berlin gelbe Briefkästen zu oliv-grünen mutiert. In verschiedenen Berliner
Stadtteilen wurde das neue Design der Deutschen Post bereits gesichtet. Mit einer Kundeninformation unterrichtet die DHL
von ihren Zukunftsplänen als "Deutsche Heeres Logistik". (Bericht)


18.März 2009 Karlsruhe | Abgebrannt: 3 DHL-Fahrzeuge
Laut ka-news und Stuttgarter Zeitung wurden in der Nacht zum Mittwoch auf dem Freigelände des Logistikunternehmens DHL
in der Rüppurrer Straße in Karlsruhe drei Transportfahrzeuge in Brand gesetzt, wodurch ein Gesamtschaden von 120.000 Euro
entstand. Zwei Fahrzeuge waren vollständig ausgebrannt, während ein drittes Fahrzeug durch die eingesetzte Feuerwehr noch
gelöscht werden konnte. Zu der Tat bekannte sich die Gruppe "militante Antimilitaristen", welche sich in einem den lokalen
Medien vorliegenden Bekennerschreiben auf den bevorstehenden Nato-Gipfel bezog. Die DHL bewirbt sich momentan für eine
groß angelegte Zusammenarbeit mit der Bundeswehr.
(indymedia)


14.März 2009 dezentral | antimilitaristischer Aktionstag
Am 14. März 2009 wollen wir landauf und landab zeigen, dass Antimilitarismus kein eingemottetes Relikt vergangener Zeiten ist.
Der Kampf gegen Militarismus muss auf die Tagesordnung Aller, denen die herrschenden Verhältnisse unerträglich sind, er ist notwendig!
Mit dem Aktionstag wird u.a. die Politik der DHL in den Mittelpunkt gestellt, die einer der Vorreiter der Verankerung von Krieg in
Gesellschaft und Ökonomie ist. Die DHL als 100%ige Tochter der Deutschen Post, ist ein herausragendes Beispiel für die Privatisierung
der Kriegsführung. DHL wickelt nicht nur den Feldpostverkehr der Bundeswehr ab, er ist als weltweit führender Logistikkonzern zuständig
für einen großen Teil des Materialtransportes der deutschen wie der US-Armee.
Zukünftig wird sich diese Aufgabe erheblich ausweiten ...
(DHL Kampagnenaufruf)


14.März 2009 Leipzig | Großtranparent gegen mil. Flughafennutzung
Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages gegen Militarismus brachten AktivistInnen am 14. März in den frühen Morgenstunden am
Schkeuditzer Kreuz, dem Autobahnkreuz der A9 und A14, ein Transparent in den Bäumen an. Das Transparent informiert Autofahrer,
die kurz darauf den Flughafen passieren, über dessen starke militärische Nutzung. H
intergrund ist die zunehmende und vielschichtige
militärische Nutzung des Flughafens Leipzig/Halle. Der Flughafen ist das Drehkreuz für Luftfracht des Logistikunternehmens DHL ...
(Bericht+Foto)


14.März 2009 Celle | Aktion gegen Commerzbank & Krieg
Im Rahmen des deutschlandweiten Antimilitaristischen Aktionstages hat das „Bündnis gegen den Celler Trialog, Militarismus und Krieg“,
einen Infostand in der Celler Innenstadt organisiert, welcher die Bevölkerung über das Agieren der Commerzbank AG in Wirtschaft und Militär
informieren sollte. Aufsichtsratsvorsitzender der Commerzbank , Präsident des Bundesverbandes Deutscher Banken und Reserveoffizier der
deutschen Armee, Klaus-Peter Müller, initiierte 2007 zusammen mit dem Bundesverteidigungsministerium ein Treffen von rund 100 hochrangigen
Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Militär, den sogenannten „Celler Trialog“. Ihr Ziel ist es das Ansehen der Armee und der Deutschen
Kriegseinsätze in Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken. Beim Celler Trialog 2008 formulierte Klaus-Peter Müller dies folgendermaßen:
„Die Mannschaftsleistung der Bundeswehr verdient mehr Wertschätzung, mehr Unterstützung – ideell, aber auch materiell.“ Die Zusammenarbeit
von Bundeswehr und deutschen Unternehmen soll zu Gunsten internationaler „Sicherheit und Stabilität“ und Wohlstand der westlich-kapitalistischen
Staaten ausgebaut und etabliert werden. Deswegen findet seit 2007 dieses „Diskussionsforum für Außen- und Sicherheitspolitik“ jährlich in Celle statt.
(Infos zum Celler Trialog)


14.März 2009 Freiburg | Öffentlichkeit gegen Kriegslogistiker DHL
Am 14. März 2009, dem Aktionstag gegen Militarismus, verteilten AktivistInnen in Freiburg Infomaterialien gegen den Kriegslogistikkonzern
DHL. Vor der Postfiliale in der Eisenbahnstraße wurden PassantInnen und KundInnen über die neue „Firmenphilosohie“ und über die
Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr und DHL durch Flugblätter aufgeklärt. Vorbeieilende PassantInnen reagierten teils erstaunt und
entsetzt, als sie von den Machenschaften DHLs in den diversen Kriegsgebieten der Welt erfuhren. (Bericht)


14.März 2009 Frankfurt | Proteste gegen Kriegsunterstützung bei Commerzbank und DHL
Auch in Frankfurt am Main gab es Aktionen vor Commerzbank und DHL. Am 13. März wurde vor die Eingänge jeweils Absperrband
gehängt und diverse Flugblätter daran befestigt. Ein sehr langes Transparent klärte über Sinn und Zweck der Aktion auf.


14.März 2009 Nürnberg | Lokale Aktivitäten gegen NATO - Gipfel Nürnberg
Heute fand in der Nürnberger Innenstadt vor der Lorenzkirche eine AgitProp Aktion statt. Geboten wurden Ausstellungstafeln, die sich unter
anderem mit der Geschichte und Funktion der NATO, mit Kriegspropaganda aber auch mit dem Widerstand der Anti-Kriegsbewegung seit
Gründung der BRD auseinander setzten. In einer größeren Installation wurden die Kriegseinsätze von NATO-Mitgliedsstaaten dokumentiert und
symbolisch wurden die ökonomischen Interessen, die hinter der Kriegspolitik der imperialistischen Metropolstaaten stecken, dargestellt. Auditiv
wurde die Veranstaltung mit Alarmsirenen, Kriegsgeräuschen und Redebeiträgen untermalt.Unter dem Motto „Krieg ist kein Grund zum Feiern!
NATO abschaffen! Für eine Welt jenseits von Krieg und Kapitalismus!“ zogen rund 300 TeilnehmerInnen zogen durch die Innenstadt. Redebeiträge
wurden unter anderem zum Zusammenhang zwischen Krieg und Krise, sowie zur Rolle der DHL bei der Heereslogistik gehalten. (Bericht)


14.März 2009 Braunschweig | Gemeinsam gegen Krieg und NATO!
Kein ruhiges Hinterland für Kriegstreiber und Kriegsprofiteure! Am Samstag, den 14.03.2009, findet um 12 Uhr am Brunnen der
Friedrich-Wilhelm-Str. (zwischen City-Kino und der Deutschen Post) in Braunschweig eine Kundgebung im Vorfeld der
NATO-Feierlichkeiten statt. Neben der NATO selbst, geht es um die Pläne der Deutschen Post, über ihre Tochterfirma DHL
an Logistikaufträge der Bundeswehr zu kommen und sich somit an Kriegseinsätzen zu breichern. (Aufruf)


13. März 2009 Berlin | Bundeswehr-Auto in Flammen
Unbekannte haben am frühen Freitagmorgen ein Fahrzeug der Bundeswehr in Berlin-Niederschöneweide in Brand gesetzt. Das auf dem
Gelände des Bundeswehr-Kreiswehrersatzamtes in der Oberspreestraße geparkte Fahrzeug brannte nach Angaben der Polizei aus. Passanten
hatten das Feuer bemerkt und Feuerwehr und Polizei alarmiert. Verletzt wurde niemand. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen aufgenommen.
Im Vorfeld der bevorstehenden Tagung der Nato hatten linksextremistische Gruppen in Berlin derartige Anschläge angekündigt. Ob die Täter
tatsächlich aus solchen politischen Gruppierungen stammen, ist jedoch unklar. (Berliner Morgenpost)



12. März 2009 Hamburg | 5 Postautos angezündet
(...) Postsprecher Martin Grundler verurteilte die "kriminellen Handlungen" und kündigte eine Verbesserung der Sicherungsmaßnahmen
seines Unternehmens an. Zu möglichen politischen Motiven der Brandstifter wollte er sich nicht äußern. Die Kripo verfolgt eine Spur in die
linke Szene. Dort läuft eine Kampagne gegen Pläne der Post-Tochter DHL, die Logistik der Bundeswehr zu übernehmen. Im Internet wird
angekündigt, die Post "in die Zange zu nehmen". Weiter heißt es: "Die Post ist deshalb so angreifbar, weil in jedem Dorf ein Briefkasten, in jeder
Stadt ein Postamt steht. Uns steht eine bunte Palette der Widerstandsformen zur Verfügung, welche sich weder an legale noch an illegale Formen
bindet." Auch in Husum und Berlin hatte es Brandanschläge auf Postautos gegeben. [Mopo, Abendblatt]


12. März 2009 Reutlingen | NATO-Pipeline dokumentieren: Kehl - Tübingen – Hindukusch
Zwei unscheinbare rot-weiss gestreifte Pfeiler zwischen Wannweil und Reutlingen markieren die NATO-Pipeline CEPS - Ein wichtiger und
gefährlicher Teil der westeuropäischen Infrastruktur für Kriege: Durch die Pipeline fließt Sprit, der in Kehl am Rheinufer eingespeist wird in
verschiedene NATO-, US- und Bundeswehrstandorte.
Wir haben uns vorgenommen, den Verlauf der Pipeline um Tübingen herum, zwischen
Reutlingen und Bodelshausen zu dokumentieren ... (NATO-Pipeline: Verlauf + Hintergrundinfos)


12.März 2009 Nürnberg | Farbe auf DHL
Anfang dieser Woche wurden in Nürnberg die Kritik an der DHL - nämlich dass das Unternehmen Profite aus den Kriegseinsätzen der
Bundeswehr macht - mittels direkter Aktion an zwei Packstationen geäußert. Genauer wurden in der Nürnebrger Nordstadt (Kilianstr) und
Eberhardtshof (Volzstr) Packstationen der DHL mit roten Lack übergossen und Sprühschablonen (DHL --> Profite aus Krieg) angebracht. (Bericht)


11.März 2009 Strasbourg | Block NATO-öffentliches Aktionstraining
Mit einem öffentlichen Aktionstraining von etwa 50 AktivistInnen im Vorfeld des NATO Gipfels in Strasbourg, stellt die Initiative
BLOCK NATO ihr Vorhaben und ihre Motivationen der Öffentlichkeit vor.
Wir sind der Überzeugung, dass der NATO-Gipfel als
Treffen eines Kriegsbündnisses keinerlei Legitimität besitzt und daher Aktionen des Zivilen Ungehorsams notwendig und gerechtfertigt
sind. Die Aktionen des Zivilen Ungehorsams sind - wie Camps, Gegenkongress und Demonstration - ein Teil der vielfältigen Proteste
gegen den NATO-Gipfel.“ , so eine Teilnehmerin.


Erste Märzhälfte 2009 Mannheim | Steine für Jobcenter und Farbe für Bismarckstatue
Das Jobcenter der ARGE Mannheim wurde vor wenigen Tagen mit Steinen angegriffen, wobei Scheiben zerstört wurden.
Dieser Angriff steht in Zusammenhang mit Rekrutierungsveranstaltungen der Bundeswehr und der Polizei, die immer wieder
dort stattfinden. Außerdem richtet er sich gegen die alltäglichen Zumutungen und Zwangsmaßnahmen gegen "Arbeitslose",
mit denen Menschen z.B. erst dazu gezwungen werden Jobs bei der Armee anzunehmen. Ungefähr im gleichen Zeitraum ereignete
sich ein Farbanschlag auf die Bismarckstatue in der Nähe des Mannheimer Hauptbahnhofs. Die mehrere Meter hohe Statue wurde
mit orangener Farbe beworfen ...“ (Dokumentation)


10. März 2009 Bensheim | Totaler Kriegsdienstverweigerer vor Gericht
14 Uhr, Amtsgericht Bensheim, Wilhelmstraße 26, Saal 126
Verhandelt wird wegen "Eigenmächtiger Abwesenheit". Die Gerichtsverhandlung ist öffentlich, solidarische Teilnahme ist erwünscht.
Silvio Walther ist zum 1. April 2008 einberufen worden. Am 9.4.2008 wurde er von Feldjägern aufgegriffen. Gegen ihn wurden insgesamt
38 Tage "Disziplinararrest" vollstreckt, insgesamt vier Einzelarreste unterschiedlicher Dauer. Außerdem saß er zwei Tage in Militärhaft
aufgrund "vorläufiger Festnahmen". Der fünfte beantragte Arrest wurde vom Truppendienstgericht abgewiesen. Bereits zu Anfang wurde
gegen ihn auch eine Disziplinarbuße in Höhe von 120 Euro verhängt. Am 24. Juli 2008 endeten die Strafmaßnahmen der Bundeswehr.
Silvio wurde vom 25. Juli bis zur Entlassung aus der Bundeswehr, die am 31. Juli erfolgte, ein Dienstverbot erteilt.


8. März 2009 Berlin | Demonstration: Kein Frieden mit dem alltäglichen Kriegszustand
14 Uhr Pariser Platz Berlin Mitte Internationaler Frauen_Lesben_Trans_kampftag - Der Kriegslogik den Boden entziehen!
Dieses Jahr stellen wir in Berlin den Kampf gegen Militarismus und Krieg ins Zentrum des 8. März.
Deutschland treibt Kriege voran und ist an mehreren Orten der Welt an Kriegshandlungen beteiligt ...
Eingeladen sind Frauen Lesben Transgender (Programm)(Bericht)


8. März 2009 Aachen | Bundeswehr wegtreten!
Die SDAJ Aachen protestierte am Sonntag, den 08. März 2009, gegen einen Werbestand der Bundeswehr,
der im Rahmen der „Euregio Wirtschaftsschau - Aachen“ stattfindet. Der Protest richtete sich gegen die Bundeswehr,
die sich unter dem Slogan: „Karriere mit Zukunft“ dort als seriöser Ausbilder und Arbeitgeber präsentiert. (Bericht)


8. März 2009 Nürnberg | Konferenz gegen Krieg und Militarismus:
"Kein Kapitalismus - Kein Krieg - 60 Jahre NATO sind genug" (Programm)


6. März 2009 Freiburg | Bundeswehr erfolgreich vertrieben
In Freiburg sagte die Armee ihren Auftritt beim Jugendgipfel nach Störaufrufen ab.


6. März 2009 Berlin | antimilitaristischer Aktionsspaziergang
Umgestaltungen, Straßenumbenennungen, Transparente, Denkmalerweiterungen ,... bei Daimler, EADS, Bertelsmann,
der Hertie school of governance, Siemens, DB, dem Bendlerblock ,... (Berichte +Fotos)


5. März 2009 FFM | Bundeswehr vom Arbeitsamt wegtreten
9.30 h - Ffm: Arbeitsagentur, Fischerfeldstr.
Die Bundeswehr macht Reklame in Arbeitsagenturen, Messen, Schulen und Universitäten. Sie dienen auch der Rekrutierung für das
Kriegshandwerk. So jeden Monat in der Frankfurter Arbeitsagentur. Unsere Aktion zielt darauf, die Bundeswehr in ihrem Streben nach
mehr gesellschaftlicher Akzeptanz bei ihrer Selbstinszenierung im öffentlichen Raum anzugreifen.
Das Motto: Wer die Öffentlichkeit sucht, muss sie auch ertragen! (NoNato Rhein-Main)


Februar+März 2009 Göttingen | Veranstaltungsreihe gegen Krieg, Militär und Herrschaft
In der Veranstaltungsreihe werden verschiedene Facetten antimilitaristischen Widerstands beleuchtet. Am Ende der Veranstaltungsreihe
stehen nicht zufällig die Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag der NATO im April: Versalzen wir ihnen den Geburtstagskuchen!
(Programm)


28. Februar 2009 Stuttgart | Tote Soldaten feiern Militämusikparade
In der Porsche-Arena in Stuttgart fand heute, am 28. Februar 2009, eine „Militär- und Blasmusikparade“ mit über 400 Musikern
aus 7 Nationen statt. 11 Freunde des Kriegshandwerks ließen es sich nicht nehmen dieses Ereignis gebührend zu preisen.
In Gestalt
von toten Soldaten zeigten sie sich mit Sprüchen wie: „mehr Krieg, mehr Blut, denn: „Sterben ist so gut“ „deutsche Waffen, deutsches
Geld schaffen Ordnung in der Welt“ solidarisch mit ihren musizierenden Kameraden. In einem vorgetragenen Gedicht und einem
Flugblatt wurde die Veranstaltung in den Kontext der weltweit geführten Kriege gestellt.(Fotos, Flublatt, Bericht)


27. Februar 2009 Offenburg | Gemetzel bei Militärmusikparade
In der Baden-Arena in Offenburg fand heute, am 27.Februar 2009, eine „Militär- und Blasmusikparade“ mit über 400 MusikerInnen statt.
Ca. 20 AntimilitaristInnen wurden schon bei der Ankunft durch ein massives Polizeiaufgebot am Betreten des Geländes gehindert.
Dabei kam es zur Festnahme eines Berichterstatters und zu einem Platzverweis.
Trotzdem konnten die AktivistInnen ihren Protest gegen
die Militarisierung der Gesellschaft zum Ausdruck bringen, jedoch nur an der Einfahrt. Untermalt wurde das Ganze von Marschmusik
und Kriegsgeräuschen mithilfe eines Ghettoblasters. ... (Bericht)


27.-28. Februar 2009 Wuppertal | 60 Jahre NATO - ein Grund zum Feiern?
Kongress zu Bundeswehr, Militarisierung und Krieg |
»ICH KANN DOCH DA NICHT EINFACH ZUSEHEN…« Zwischen westlichem schlechten Gewissen und der Unaushaltbarkeit
zunehmender Militarisierung: was verhindert angesichts zunehmender Bundeswehreinsätze im In- und Ausland eine klare
antimilitaristische Haltung der Linken?
Organisiert vom Antimilitaristischen Aktionsbündnis Wuppertal
Einaldung+Programm
unter: bundeswehrwegtorten.blogsport.de


27. Februar 2009 Berlin | DHL-Zentrale oliv-grün eingefärbt
In der Ritterstraße in Berlin Kreuzberg wurde eine Zentrale des Paketzustellers DHL angegriffen. Dem Gebäude wurde
ein Anstrich verpasst der, „dem militärischem Engagement der DHL gerecht wird“. Dazu wurde ein mit olivgrüner Farbe
gefüllter Feuerlöscher benutzt, „um die Farbe großflächig und schnell verteilen zu können.“ „Grund für
den Angriff auf das Gebäude der DHL ist, dass diese im Auftrag der Militärs weltweit Kriegsgerät, SoldatInnen, Munition und
Treibstoff an die verschiedenen Kriegsschauplätze transportiert ...“ (Bericht)


26. Februar 2009 Burg/Magdeburg | Drei BW-Funkwagen ausgebrannt
Einen Sachschaden von geschätzten 100 000 Euro richtete in der Nacht zum Donnerstag ein Feuer auf dem Gelände einer
Autowerkstatt in Burg an. Drei abgestellte Bundeswehr-Kleintransporter brannten teilweise komplett aus ... (Pressebericht)


Mitte Februar 2009 Wuppertal | DHL-Paketstation blutrot
Eine DHL-Paketstation wurde fast komplett rot eingefärbt. Dabei entstand laut Lokalpresse ein Schaden von mehreren
tausend Euro. Die Paketstation war mehrere Tage außer Betrieb und abgesperrt. Wahrscheinlich steht diese Aktion auch
im Zusammenhang mit der aktuellen DHL-Kampagne. Ende Januar wurden bereits im gesamten Wuppertaler Stadtgebiet,
im Rahmen der DHL-Kampagne, Briefkästen oliv-grün eingefärbt. Diese wurden nach ein paar Tagen durch komplett
neue Briefkästen ersetzt. (Bericht)


20. Februar 2009 Göttingen | Aktionen gegen Militärmusikparade
Etwa 75 Personen beteiligten sich mit Transparenten, Flugblättern und interaktivem Straßentheater an der Begleitung des
Aufmarschs. Die BesucherInnen der Veranstaltung wurden von dem so gar nicht marschmusikalischen Beat-the-Army-SoundSystem
empfangen. Die DemonstrantInnen machten klar, dass auch MusiksoldatInnen Teil der kämpfenden Truppe sind und dass die
tönenden Auftritte von Militär der Akzeptanzbeschaffung für die nächsten Kriege dienen. (Bericht)


18. Februar 2009 Göttingen | Der Militärmusik den Marsch blasen
Die Göttinger Lokhalle ist in regelmäßigen Abständen Schauort für militärische Aufmärsche der besonderen Art:
Der„großen Militärmusik-Schau“. Etwa 400 Musik-Soldaten werden am 20. Februar erwartet, dazu einige tausend
LiebhaberInnen überlebter Marschmusik. Aus diesem Anlass wurden in der Nacht vom 17. auf den 18.2. zwei
Kriegsdenkmäler themenbezogen verschönert!
Am 20.2.09 wird es eine Kundgebung unter dem Motto
"Der Militärmusik den Marsch blasen - Protest gegen die Militärmusik-Schau” geben
.
Treffpunkt ist
um 18.00 Uhr vor der Lokhalle. (Bericht) (Veranstaltungsreihe)


17. Februar 2009 Köln | Bundeswehr Wegputzen auf Job-Messe
Alles muss raus! Die schnell eingreifende Putztruppe hatte tatsächlich nicht lang gefackelt. Mit großen Mülltüten,
Schürzen und Kitteln, Handschuhen und Kopftüchern ausgestattet kamen die 20 Reinigungskräfte aus den
Toilettenräumen direkt zum Messebreich der Bundeswehr herüber und haben den ganzen Hochglanz-Bundeswehr-
Werbemist einfach komplett eingesackt. Schafft viele militärfreie Zonen! ... auch an Eurer Schule!
„Ausbildungsplätze statt Auslandseinsätze“ (Bericht+Fotos+Flugblatt)


16. Februar 2009 Berlin | antimil. Aufkleber = „Belohnung und Billigung von Straftaten“?
Freispruch für AntimilitaristInnen nach Anklage wegen angeblicher Belohnung und Billigung von Straftaten
(antimilitaristischer Aufkleber „Why not?“). Am 1. Prozesstag waren rund 25 Personen anwesend, die erfolgreich
für Öffentlichkeit gesorgt haben und eine große Unterstützung für die beiden AntimilitaristInnen waren.
Am 2.Prozesstag folgte der Freispruch ... (2.Tag: Bericht) (1. Tag: Infos , indymedia ,taz )


15. Februar 2009 Braunschweig | Militärmusikparade
20 AktivistInnen demonstrierten gegen die Militärmusikparade 2009 in der Volkswagen-Halle und verteilten Flugblätter.
Währenddessen wurde mit einem Fahrrad und einem Kassettenrekorder von dem Kriegsgeräusche wie Sirenen und Schüsse
ertönten vor dem Eingang der Halle in der Nähe der eintreffenden MusikparadebesucherInnen auf und ab gefahren.
Ebenfalls anwesend waren Mitglieder der Clowns Army ... (Bericht, Fotos, Flugblatt, Presse)


7. Februar 2009 Düsseldorf | antimilitaristischer Stadtrundgang
Anlässlich des von der Interventionistischen Linken [IL] ausgerufenen Aktionstages gab es am Samstag, den 7. Februar
in der Düsseldorfer Innenstadt einen antimilitaristischen Stadtrundgang zu verschiedenen Orten, die im Zusammenhang
mit Militarisierung und Krieg stehen. Einige der Stationen: Thyssen-Krupp, DHL, Ecolog ... (Bericht)


7. Februar 2009 München | Von München nach Strasbourg - Smash we can -
Wieder trafen sich die führenden Repräsentant_innen der NATO-Staaten und ihre
Verbündeten sowie
Vertreter_innen der Rüstungsindustrie in München. Die sogenannte Sicherheitskonferenz ist laut ihrem
neuen Vorsitzenden Wolfgang Ischinger „das wichtigste Forum zum Gedankenaustausch von Entscheidungsträgern
der internationalen Sicherheitspolitik“. Das Ergebnis dieser militärischen „Sicherheitspolitik“ bedeutet für Millionen
Menschen Krieg und Unterdrückung. Über 6000 Menschen demonstrierten am Samstag gegen Militarisierung und Krieg
- entgegen aller Zumutungen des neuen Versammlungsgesetztes (Zusammenfassung, Bericht, Infos unter www.no-nato.de) (Aktionen)


2. Februar 2009 Hamburg+Kiel | ungebetener Besuch bei Rüstungsunternehmen
Die Rüstungsunternehmen Northrop Grumman in der Woltmanstr. 19 in Hamburg und Marine Logistics (MARLOG)
in der Werltstr. 179 in Kiel wurden mit Steinen und Farbe verschönert. „Mit dieser Aktion wenden wir uns gegen das
Zusammentreffen internationaler Politiker_innen der NATO-Staaten und ihrer Verbündeten, Rüstungsindustrieller wie
Northrop Grumman und MARLOG und Militärs, die sich Anfang Februar 2009 auf der 45. Münchner Konferenz für
Sicherheitspolitik treffen. Sie möchten sich dort versammeln, um die zivil-militärische Zusammenarbeit zu verstärken.
Dies bedeutet für Millionen Menschen Krieg und Unterdrückung. Zusätzlich sehen wir diese Aktion als einen Beitrag
zum Auftakt der Proteste gegen den 60. Jahrestag der NATO in Baden Baden und Strasbourg Anfang April 2009.
Gegen die kapitalistische Globalisierung und weltweite Kriegspolitik der NATO-Staaten, die zu einer weiteren Militarisierung
der Gesellschaften nach innen wie außen führt.
Action group against militarism and capitalism“ (aus interim Januar 2009)


1. Februar 2009 Potsdam | Riesenschriftzüge an FH und BW-Forschungseinrichtung
Unbekannte haben in der Nacht zu Sonntag mehrere Gebäude in Potsdam großflächig mit Farbe beschmiert.
Unter anderen seien das Militärgeschichtliche Forschungsamt der Bundeswehr und die Fachhochschule Potsdam mit
bis zu sieben Metern großen roten und schwarzen Schriftzügen besprüht worden, teilte ein Polizeisprecher am Sonntag mit.
Die Schmierereien hätten einen Bezug zu Bundeswehr und NATO sowie zu städtischen Themen wie dem Bau des Stadtschlosses.
Am Gebäude der Bundeswehr wurde unter anderem der Spruch «Soldaten sind Mörder» an die Fassade gesprüht,
an der Fachhochschule «Preußen Militarismus».
(Mopo , ad-hoc news 1.2.09)


28. Januar 2009 Wuppertal | Briefkästen Olivgrün
In der Nacht vom 27. auf den 28. Januar haben wir im ganzen Wuppertaler Stadtgebiet Briefkästen oliv-grün gefärbt.
Damit wollen wir auf das militaristische Engagement der DHL aufmerksam machen.
Die DHL, die im 100%igen Eigentum
der Deutschen Post World Net steht, transportiert bereits seit 2002 Post für die Bundeswehr. Gerade bewirbt sich die DHL
für den größten Auftrag der deutschen Transportgeschichte, da die Bundeswehr große Teile ihrer Basislogistik an ein ziviles
Unternehmen abtreten will. Konkret geht es um die Lagerung von Bundeswehrmaterial und den Transport von Kriegsgerät,
Soldaten, Munition und Treibstoffen. DHL raus aus dem “Kriegsgeschäft”! ... (Bericht+Fotos)


Mitte Januar 2009 München | DHL-Packstationen außer Betrieb
In der zweiten Januarwoche wurden in München DHL Packstationen mit Hammer und Farbe ausser Betrieb gesetzt.
„ DHL IST LOGISTISCH-KRIEGSDIENST LEISTENDER PARTNER VON NATO UND BUNDESWEHR. DIE DHL
ALS TEIL DER DEUTSCHEN POST IST ZUSTÄNDIG FÜR DEN TRANSPORT VON KRIEGSWICHTIGEM MATERIAL.
NEBEN DIREKTEN ANGRIFFEN AUF KRIEGSGERÄT DER BUNDESWEHR UND NATO LOHNT SICH AUCH DER
ANGRIFF AUF IHRE PARTNER UND WERBEKAMPAGNEN DIESER. BUNDESWEHR UND NATO ZERSCHLAGEN!
6./7.2.2009 NATO-KRIEGSKONFERENZ ANGREIFEN! AUF NACH BADEN-BADEN! FIGHT 129abcdefg!
AK MAKE NATO HISTORY“ (Quelle:
interim Jan 2009, indymedia-Notiz)


19.+21.+25. Januar 2009 Berlin | DHL-Transporter angezündet
Der Webseite direct action news wurde eine Erklärung zugeschickt: In der Nacht zum 19.1.09 entzündete sich
unsere Wut über die bestehenden Verhältnisse an einem
Transporter der Deutschen Heeres Logistik (DHL).”
Die Autoren beziehen sich dabei auf einen Text, der im Oktober 2008 beim langen Tag des Antimilitarismus entstand.
Offenbar wurden mittlerweile weitere DHL-Fahrzeuge angezündet (Polizeiberichte (a) (b))


18. Januar 2009 Bühl | Volker Kauder und die Waffenschmiede Heckler&Koch
Proteste beim Neujahrsempfang der CDU mit Gastredner Volker Kauder. 20 Anti-KriegsaktivistInnen nahmen den
Neujahrsempfang des CDU Ortsverbands Bühl (Baden) zum Anlass kreativ Krieg, Aufrüstung und den anstehenden
NATO Jubiläumsgipfel in Strasbourg, Kehl und Baden-Baden zu protestieren... (Bericht+Flugblatt)
Das Rüstungsunternehmen Heckler & Koch ist in Volker Kauders Wahlkreis Rottweil/Tuttlingen ansässig, beschäftigt 700
Mitarbeiter und stellt vor allem Kleinwaffen her. Es zählt zu den 5 weltgrößten Unternehmen seiner Art und exportiert
Waffen in 88 Länder. Das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (Bafa) genehmigt Exportaufträge, unter anderem auch von
Heckler & Koch. Mit dem gegenwärtigen Fraktionsvorsitzenden Kauder der CDU/CSU - Bundestagsfraktion hat das Unternehmen
dafür einen gewichtigen Fürsprecher im Bund, für dessen Dienste sich die Firma mit hohen Spenden an seine Partei artig bedankt.


16. Januar 2009 Düsseldorf | antimilitaristisches Spalier bei BW-Fest der Stadt
Anläßlich einer Feier der Stadt Düsseldorf für "ihre" Bundeswehreinheiten organisierten AntimilitaristInnen
im Rahmen des Aktionstages der Interventionistischen Linken am 16. Januar ein Spalier, durch das alte
und neue Kriegsbegeisterte laufen mußten. (Fotos)


14. Januar 2009 Bremen | Ex-General Naumann mit Schuhen beworfen
Heute wurde der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr Klaus Naumann bei einer Veranstaltung in Bremen
mit Schuhen beworfen. Anlass war eine Veranstaltung Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik in Bremen, bei der
Naumann für die von ihm mit anderen Ex-Generälen vorgeschlagene Politik werben wollte. In diesem Strategiepapier
wird für eine politische und militärische Dominanz des Westens (im Rahmen der NATO) geworben. (Bericht+Erklärung)


9. Januar 2009 Hannover | Aktion gegen Rüstungsforschung an der Uni Hannover
Mit einer auf Verstörung angelegten Aktion haben wir, unterstützt durch die Rote Aktion Kornstraße und den AK Antimilitarismus in Alerta,
beim Neujahresempfang der Leibniz Universität Hannover gegen Rüstungsforschung an der Uni Hannover protestiert. Im Anschluss an die
Ansprache des Unipräsidenten Barke ging eine Vertreterin der Stiftung „Entwicklung und Sicherheit“, einer von uns eigens initiierten
Rüstungsforschungsstiftung, auf die Bühne und übergab dem Präsidenten symbolisch einen übergroßen Scheck. Während im Laufe der
kurzen Rede der Stiftungsmitarbeiterin nur vereinzelte, ablehnende Rufe im Lichthof der Uni erklangen, brach der Protest von etwa 25
eingeweihten Personen auf ein Stichwort hin aus. Da sich alle im Raum verteilt hatten, herrschte schnell große Verwirrung und Unklarheit.
Flugblätter flogen durch den Lichthof und wurden verteilt und ein Transparent wurde von der Balustrade entrollt.(Bericht)


8. Januar 2009 Köln | Soldatengottesdienst im Kölner Dom
Kardinal Meisner unterlegt seine Predigt mit der Musik „Spiel mir das Lied vom Tod“
Heute morgen versammelte sich um 8 Uhr trotz eisiger Kälte vor dem Dom ein antimilitaristisches Empfangskomitee,
bestehend aus ca. 40 Menschen und der Samba-Gruppe
Rhythms of Resistanceum Generalfeldkardinal Meisner zu
seinem jährlichen Soldatengottesdienst lautstark zu begrüssen. Für Verwunderung sorgte nicht nur seine Predigt, sondern
auch die Tatsache, dass - wie Ohrenzeugen berichteten- der Kardinal diese für viele Anwesende gut hörbar mit der Musik
aus Sergio Leones Film
Spiel mir das Lied vom Todunterlegt hatte! (Bericht) (Flugblatt)