Zum dritten Mal kann die
Werbeveranstaltung der Bundeswehr in der Kölner Arbeitsagentur
Luxemburger Str. nicht ungestört stattfinden. Diesmal besuchten 15
AntimilitaristInnen die Arbeitsagentur allerdings schon deutlich
vor Beginn der Werbeshow. Den MitarbeiterInnen des Arbeitsamts wurde
zur Diskussion ein offener Brief gereicht. Darin werden sie
aufgefordert, den Rekrutierungsveranstaltungen der Bundeswehr ein
Ende zu bereiten. "Trotz (und gerade in) größter
Perspektivlosigkeit darf niemand animiert werden, als Zeitsoldat zum
Bund und damit zum mittlerweile vepflichtenden Auslandseinsatz zu
gehen!" Trotz gelegentlich erteilter Hausverbote konnten rund
70% der Mitarbeiter erreicht werden und hunderte von Aufklebern "Army
go raus - aus dem Arbeitsamt" angebracht werden.
Die Veranstaltung selbst wurde von etwa
zehn Feldjägern drinnen und draußen "geschützt". Die
waren nach dem
Eklat am 25. Januar nun in zivil und ohne erkennbare Waffen
einmarschiert - aber das kann die
Empörung von AntimilitaristInnen, Personalrat und
einigen MitarbeiterInnen der Agentur wohl kaum mildern. Ob mit oder
ohne
Uniform konnten sie die Gruppe nicht an der Teilnahme und
Umgestaltung der Veranstaltung selbst hindern. Nach einstündiger
Befragung durch die KriegsgegnerInnen konnten die Militärs ihre
angespannte Souveränität nicht weiter aufrecht halten. Der
Wehrdienstberater wurde von seinem Vorgesetzten abgelöst. Doch
auch dieser konnte nicht mit zufriedenstellenden Antworten aufwarten.
Spannend war die Gruppendiskussion mit den vier zunächst
ernsthaft am Beruf des Soldaten interessierten ...
Begleiten wir die Bundeswehr auch bei ihrem nächsten Einsatz in der Arbeitsagentur! Schwerter zu Stecknadeln!
An die
MitarbeiterInnen der
Arbeitsagentur:
Uns
interessiert Ihre Meinung dazu und wir bitten Sie auch weiterhin um
Informationen (anonym) an: bundeswehr-wegtreten@arcor.de
(Aus
Erfahrung: Nutzen Sie für die Übermittlung von
vertraulicher Information bitte nicht Ihren Internetzugang am
Arbeitsplatz)
Mitteilung an die MitarbeiterInnen