Köln, 21. September 2005
Zu ihrer 50 Jahrefeier versucht sich die Bundeswehr mit Hilfe der katholischen Kirche in Szene zu setzen. Ein öffentliches Gelöbnis mit abendlichem Zapfenstreich vor dem Kölner Dom sollte ein großes Spektakel werden. Hunderte von Krieggegnern haben ihnen mit lautstarken Protesten einen Strich durch die Rechnung gemacht. AktivistInnen stören das Gelöbnis mit einem großen Banner auf dem Dom - die Aufschrift: "Wir geloben zu morden, zu rauben, zu vergewaltigen". Am Domhotel prangt ein Transparent mit dem Tucholsky-Zitat "Soldaten sind Mörder". Die Bundeswehr war sichtlich empört und versuchte einige AktivistInnen zu kriminalisieren. "Wer die Öffentlichkeit sucht, muss sie auch ertragen", so der Kommentar eines Aktivisten des Kölner Aktionsbündnis gegen Krieg und Rassismus.
(-> Pressedokumentation)

Mit der Bundeswehr als Interventionsarmee an zahlreichen Kriegsschauplätzen erhebt Deutschland den Anspruch auf eine nicht mehr nur wirtschaftliche, sondern nun auch militärische Vormachtstellung innerhalb der EU. Gemäß der „verteidigungspolitischen Richtlinien“ wird erneut kriegerische Weltpolitik betrieben.

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