(War starts here – 13.5.2012 - Beim diesjährigen Hamburger Hafengeburtstag gab es zahlreiche antimilitaristische Aktionen.)

Seit geraumer Zeit stiften AntimilitaristInnen und FriedensaktivistInnen Unruhe bei Reklame-Einsätze
der Bundeswehr. Ihr Schwerpunkt sind die Rekrutierungsveranstaltungen der Bundeswehr an Arbeitsämtern,
Messen, Schulen und Universitäten, sowie die „KarriereTreffs“ der Bundeswehr in den Innenstädten.
Zielsetzung der Initiative Bundeswehr-Wegtreten ist es, die Bundeswehr in ihrem Streben nach mehr
gesellschaftlicher Akzeptanz bei ihrer Selbstinszenierung im öffentlichen Raum anzugreifen.
Das Motto:
Wer die Öffentlichkeit sucht, muss sie auch ertragen!


Aktivitäten: (2011) (2010) (2009)
(2008) (2007) (2006)
-Infos+Materialien
-Solidarität
-Kontakt
-Die Panzerknackerin
Ausgabe 07 (06) (05) (04) (03) (02) (01) (00)
-DHL „Deutsche Heeres Logistik“ - Kampagnen-Seite
-War starts here : Kampagne gegen die kriegerische Normalität und zivil-militärische Zusammenarbeit

Termine:
Bundeswehr-Reklame-Einsätze 2012 (1. Quartal) (2.Quartal)


16.-19. Mai 2012 Frankfurt (Main) | Unsere Solidarität gegen ihre Krise
Antikapitalistischer Widerstand richtet sich selbstverständlich auch gegen Militarismus. Dessen autoritäre und patriarchale (Re)Strukturierung lehnen wir ab. Kriege, Militarisierung und zivilmilitärische Zusammenarbeit unmöglich machen! Kampagnen wie „Krieg beginnt hier!“ oder gegen die Bundeswehr in Schulen, Unis und Jobcentern, gegen die kriegerische Entwicklungspolitik der GIZ, gegen den seit 10 Jahren geführten Afghanistan-Krieg oder gegen den „Tatort Kurdistan“ zeigen ebenso wie Initiativen gegen Rüstungskonzerne und militärische Forschung, oder gegen DHL als Deutsche Heereslogistik, gelungene praktische Beispiele auf. Wir rufen auf:
Beteiligt euch im Rahmen der europäischen Aktionstage gegen das autoritäre Krisendiktat von EU, IWF und EZB, vom 16. - 19. Mai in Frankfurt/M an Protest und Widerstand gegen die Militarisierung Europas. Wir wollen unseren Kampf gegen Militarisierung verbinden mit den vielfältigen anderen Kämpfen und Ansätzen, die im Mai gemeinsam auf der Straße sind. Wir werden unseren Fokus auf die Schnittstellen von Finanz- und Rüstungswirtschaft, auf den Zusammenhang von Staatsverschuldung und Rüstungsausgaben richten. (Aufruf) (antimil. Aufruf)


19. Mai 2012 Bad Reichenhall | Demonstration für die Entnazifizierung und Entmilitarisierung
Auftaktkundgebung: 14.30 Uhr, Hauptbahnhof Bad Reichenhall (nicht Kirchberg!)
Bereits im vergangenen Jahr demonstrierten, anlässlich des Jahrestages des deutschen Überfalls auf Kreta, über 200 Menschen im oberbayerischen Kurort Bad Reichenhall „gegen rechte Traditionspflege, Nazis und den militaristischen, nationalistischen, deutschen Normalzustand“. Im diesjährigen auf www.badreichenhall.tk veröffentlichten Aufruf heißt es: “(…) es hat sich wenig verändert. Noch immer ist Bad Reichenhall ein Musterbeispiel für die widerliche, geschichtsrevisionistische, militaristische Gedenkpolitik in der oberbayerischen Provinz.“ (Aufruf) (Mobi-Video)


20.-24. Mai 2012 Konstanz | Antimilitaristische Aktionstage vom 20.05 - 24.05
Zwischen dem 22. und 24. Mai findet die trinationale Katastrophenschutzübung Terrex 12 statt. In ihr sollen 2000 SoldatInnen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich, im Verbund mit zivilen Rettungskräften (DRK, THW, Feuerwehr) die Bewältigung von Krisenszenarien einüben. Neben Kufstein, Fischbach und Füssen/Reutte wird auch Konstanz Schauplatz dieser Übung sein. Für die Beteiligten gilt es im Laufe der Übung, den Brand eines Gastankes zu löschen, Treibholz aus dem Bodensee zu bergen, eine havarierte Fähre zu evakuieren, Verletzte zu retten und Vermisste zu suchen. Als Ziel des Ganzen wird die bessere Zusammenarbeit von deutscher Bundeswehr, österreichischem Bundesheer sowie der Schweizer Armee ausgegeben.

Wir wollen mit einer antimilitaristischen Aktionswoche auf diesen alltäglichen Kriegszustand aufmerksam machen und die Profiteure aus der Deckung holen. Kriegstreiberei und Militarisierung markieren, blockieren, sabotieren! Krieg dem Krieg ! (Aufruf)


8.-10. Juni 2012 Darmstadt | Tagung gegen die Militarisierung der Jugend
Gemeinsam mit deutschen Partnerorganisationen organisiert die War Resisters' International eine internationale Fachtagung Gegen die Militarisierung der Jugend, die auch von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt wird. Bei der Konferenz geht es nicht nur um Rekrutierung durch das Militär und Antirekrutierungsaktionen, sondern im weiteren Sinne um Militarisierung insbesondere von Jugendlichen, um die Schaffung einer Kultur und eines Wertesystems, die der Rekrutierung förderlich sind.
Die Fachtagung wird mit einem Schwerpunkt auf die Analyse der verschiedenen Formen der Militarisierung von Jugendlichen beginnen, und Themen aufgreifen wie z.B. Militär und öffentlicher Raum, Militainment, Militär und Bildung, Queer/Gender und Militarismus, und Rekrutierung von ImmigrantInnen und Jugendlichen mit geringem Einkommen. Im zweiten Teil der Fachtagung verschiebt sich der Schwerpunkt auf einen Austausch zu Erfahrungen des Widerstandes, einschliesslich queerer Widerstand, Widerstand im Bildungswesen, die Rolle von KriegsveteranInnen, direkte Aktionen gegen die Militarisierung der Jugend, und Kinderrechte. Ein vorläufiges Programm findet sich unter http://wri-irg.org/de/node/14848.


12.-17. Sep 2012 Altmark | internationales Diskussions- und Aktions-Camp am Gefechtsübungszentrum
Feind hinterm Fenster. Deckung, orientieren, Schuss. Blitzschnell informiert der Laser-Duellsimulator die Kämpfenden, wer getroffen hat und wer getroffen wurde, wer weiterübt und wer liegenbleibt in der Steppe Sachsen-Anhalts. Das deutsche Heer und Soldaten praktisch aller Nato-Armeen trainieren im Gefechtsübungszentrum (GÜZ) in der Altmark, wie ein Dorf in Afghanistan, im Kosovo oder eine beliebige Stadt der Erde überfallen und besetzt werden kann. Und so beginnt 2012 auf dem GÜZ der Bau einer Stadt mit 500 Gebäuden, Flughafen und U-Bahn, zum Üben des Krieges in Wohnsiedlungen, Altstadtbezirken, Slums, Industriegebieten und Einkaufsmeilen.
Uns geht es mit dem GÜZ-Camp darum, die militarisierten Strategien der Herrschaftssicherung gemeinsam zu diskutieren und ihre Achillesferse zu finden. Grundsätzlich und praktisch. Da wir uns weiterhin die Freiheit nehmen, uns jenseits der verordneten Ausweglosigkeit die Frage zu stellen "Wie wollen wir leben?" - uns einem Menschenbild verweigern, dass Kontrolle oder Blut verlangt - halten wir es für machbar, dem Prinzip Krieg in all seinen Formen das Wasser abzugraben.
Das GÜZ ist einer der zentralen Orte in Deutschland, an dem der Krieg vorbereitet wird. Es bietet uns mit seinen regelmäßigen Kriegswaffentransporten, den absehbaren Bauarbeiten an der neuen Häuserkampf-Stadt, seinen High-Tech-Laser-Installationen und vielem mehr Gelegenheit, praktisch voneinander zu lernen, wie eine Kriegsmaschine ins Stocken gebracht werden kann. Im GÜZ üben alle Einheiten des deutschen Heeres 14 Tage lang bevor sie nach Afghanistan oder anderswo in den Krieg geschickt werden. Sie reisen mit ihrem eigenem Großgerät, ihrer eigenen Ausrüstung und ihren eigenen Waffen an. Der militärische Übungsplan ist voll, zeitliche Verzögerungen sind im Ablauf nicht vorgesehen. Wir wollen praktisch zeigen, dass wir den Krieg hier, wo er beginnt, aufhalten können. (www.warstartsherecamp.org)


Veranstaltungstermine der Bundeswehr in Eurer Stadt:
http://mil.bundeswehr-karriere.de
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Ihre Bewerbung  -> Termine für Veranstaltungen
Liste der Reklameeinsätze der Bundeswehr 2011 2010 2009 2008 (2007)
Liste der öffentlichen Gelöbnisse und Zapfenstreiche 2011 2010 2009 2008 (2007)
Veranstaltungen am Arbeitsamt
Liste der Arbeitsagenturen mit festen BW-Büros bzw. mit dauerhaften Sprechstunden (pdf)



Aktivitäten 2012:


13. Mai 2012 HH | zahlreiche antimil. Aktionen beim Hafengeburtstag
Seit Jahren wird gegen die Teilnahme deutscher und anderer Kriegsmarinen am Hamburger Hafengeburtstag protestiert. Nicht nur weil Hightech-Kriegsgeräte zu Showzwecken genutzt und damit verharmlost werden, sondern auch, weil solche Auftritte bei zivilen Anlässen ein Konzept verfolgen: Akzeptanz für Militär und Militarismus und für die weltweiten Kriegseinsätze der Bundeswehr zu schaffen. (…)

Aus diesen vielfältigen Gründen haben sich AntimilitaristInnen aufgemacht, den Hafengeburtstag aktionistisch zu begleiten.
Am
Mittwochabend wurden in der Umgebung des Hafens mehrere Hundert Plakate mit dem Tenor: „Krieg beginnt hier - als Rüstungsgeschäft in Hamburg“ verklebt. Donnerstag wurden rund um die Hafenstraßen Häuser und dem „Park Fiction“ zahlreiche antimilitaristische Transparente aufgehängt. Samstagmittag wurden zweimal an der Hafenstraße vorbeifahrende Bundeswehr Fahrzeuge blockiert, mit Aufklebern markiert und anschließend des Ortes verwiesen. Am Nachmittag wurde am Tropeninstitut ein Transparent mit der Aufschrift: „Krieg beginnt hier – als Forschung für die Bundeswehr“ aufgehängt Dieses wurde mit Feuerwerk und Rauch begleitet. Am Sonntag wurde ein Konzert des Marinemusikkorps auf den Übersehbrücken mit Pfeifen und Tröten gestört. Abschließend fuhr während der Auslaufparade des Hafengeburtstages eine Barkasse mit antimilitaristischen Transparenten mit und wurde von einem Großen Schriftzug von Land aus begleitet. Während all diesen Aktionen wurden thematische Flyer verteilt. (Bericht+ Fotos)


11. Mai 2012 Essen | Erinnerung an erschossenen Gegner der Wiederbewaffnung
300 Menschen haben am Sonnabend in Essen an die Ermordung des Kommunisten Philipp Müller durch die nordrhein-westfälische Polizei 1952 erinnert. Am Freitag hatte sich der Todestag Philipp Müllers zum 60. Mal gejährt. Der 21jährige war am 11. Mai 1952 bei einer Demonstration der sogenannten Jugendkarawane gegen Wiederbewaffnung und Generalvertrag in Essen von der Polizei erschossen worden. Der gebürtige Münchner war Mitglied der KPD und FDJ. Durch Polizeikugeln schwer verletzt wurden der Sozialdemokrat Bernhard Schwarze aus Kassel und der Gewerkschafter Albert Bretthauer aus Münster. Das aus Anlaß des Jahrestags gegründete Philipp-Müller-Bündnis Essen, bestehend unter anderem aus Vertreten der DKP, SDAJ und Linkspartei, hatte an diesem Wochenende zu verschiedenen Aktionen aufgerufen. Am Freitag wurden am Ort von Müllers Ermordung Kränze niedergelegt. Die rund 100 Teilnehmer forderten die Anbringung einer Mahntafel und Umbenennung der Rüttenscheider Brücke in Philipp-Müller-Brücke. (jungewelt)


5. Mai 2012 Köln | Antimilitaristische Fahrradtour – Krieg beginnt hier
Der Krieg kommt auch aus Köln. Die Verantwortlichen für das Elend, das Kriege bringen, sitzen auch hier! Die Militarisierung der Gesellschaft macht um Köln keinen Bogen. Wer wissen will, wo in dieser Stadt Krieg vorbereitet wird, sollte an der ersten geführten antimilitaristischen Fahrrad-Tour teilnehmen. Nicht Soldatenfriedhof, Kriegerdenkmal oder Bundeswehrkaserne steuern wir an, sondern einige Orte in Köln, deren Geschäfte und Projekte zivil daherkommen, in Wirklichkeit aber Krieg vorbereiten und unterstützen, wo am Krieg verdient wird. Wir besuchen u.a. die Commerzbank, die Universität und auch eines der Kreisverbindungskommandos, die seit 2007 neu eingerichtet wurden … (Flyer) (Broschüre zur Tour)

Da Köln reich an Orten der zivil-militärischen Zusammenarbeit ist, wird es weitere Touren an andere Orte geben. Achtet auf Ankündigungen!


3. Mai 2012 Hamburg | Brennende Telekom Autos
Dokumentation:die telekom ist ein herausragendes beispiel für die menschenverachtende krisenpolitik des kapitals und die zunehmende zivilmilitärische zusammenarbeit in der brd. (…) die 100%ige tochter firma t-systems ist groß im rüstungsgeschäft eingebunden. laut firmen-website: als "der ideale partner für streitkräfte und die wehrtechnische industrie" ist t-systems seit über 30 jahren für die kommunikationstechnik der bundeswehr zuständig und betreut dabei sowohl das telefonnetz der bundeswehr mit fast 3500 anschlüssen als auch die militärische satellitenkommunikation. auch glasfaserverkabelung in kriegsschiffen und information- und kommunikationstechnische angebote für den waffeneinsatz gehören in das angebot des konzerns.
krieg bedeutet immer mord, leid und unterdrückung. vielen ist bekannt, dass deutschland der weltweit drittgrößte rüstungsexporteur ist, und die telekom ist teil dessen! wir werden die logik von krieg und kapitalismus nicht unwidersprochen hinnehmen und unsere aktion ist teil des gemeinsamen widerstandes gegen diese.“ (Quelle)


2. Mai 2012 Kassel | Mit Kunstblut gegen Militärforschung
Nicht zu übersehen war am Mittwoch der Protest von Studierenden und Uni-Mitarbeitern gegen Militärforschung an der Universität Kassel. Mit Kunstblut, Plastikpanzern und Transparenten machten die Aktivisten auf ihre Forderung nach rein ziviler und friedlicher Forschung aufmerksam: „Die Wissenschaft darf sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht entziehen“, erklärte Jörg Schrader vom „Arbeitskreis Zivilklausel“. Die im März gegründete Gruppe strebt die Einbindung einer so genannten Zivilklausel in die Grundordnung der Universität bzw. der einzelnen Fachbereiche an: „Damit wäre militärischer Forschung eine Absage erteilt“, so Schrader. Dies sei gerade in Zeiten zunehmender Auslandseinsätze der Bundeswehr und deutscher Waffenexporte dringend nötig um Krieg und Leid in der Welt zu vermeiden. Die Kunstblut-Aktion in Kassel fand im Rahmen einer bundesweiten Woche für Zivilklauseln statt, die noch bis zum 8. Mai dauert. Und so sind noch weitere Aktionen geplant ... (Bericht) (Aufruf)


1. Mai 2012 München | Großtransparent zum 1. Mai: „Fight for your class, not for your country“
Ein seltenes Bild zeigte sich am heutigen 1. Mai in Münchnens Innenstadt.

Mit einem 65qm großen Transparent beteiligte sich das Antimilitaristische Bündnis am 1. Mai, dem Tag der arbeitenden Menschen in München. Die Losung „Fight for your class, not for your country“ hing mehr als zwei Stunden gut sichtbar über Münchners Innenstadt an einem der Türme der Frauenkirche. Mit dem Spruch forderte der Zusammenschluss aus mehreren Organisationen dazu auf, nicht für ein sogenanntes Vaterland zu kämpfen, sondern sich grenzüberschreitend mit den arbeitenden Menschen zusammenzuschließen und gemeinsam für ein besseres Leben zu kämpfen.

Gleichzeitig nutzen AktivistInnen die Aufmerksamkeit um Werbung für Proteste gegen ein Konzert der Bundeswehr am 22.Mai am Odeonsplatz zu machen. In dem verteilten Flyer steht u.a.: „Die Bundeswehr Big Band kommt nach München und tritt zusammen mit ihrem Infotruck für Jugendliche am Dienstag, den 22. Mai um 20:30 Uhr am Odeonsplatz auf. Das Konzert wird vom Lions Club International (München) organisiert. Dieser Verein zählt zu seinen Grundsätzen die „gegenseitige Verständigung unter den Völkern der Welt zu wecken und zu erhalten.“


1-8. Mai 2012 bundesweit | Aktionswoche für Zivilklauseln - Mit den Waffen des Geistes gegen den Geist der Waffen
Wir, die Initiative „Hochschulen für den Frieden – Ja zur Zivilklausel“, rufen Studierende, Lehrende, Hochschulmitarbeiter*innen und gesellschaftliche Kräfte auf, sich an der Aktionswoche für zivile und friedliche Wissenschaften vom 1. bis 8. Mai 2012 zu beteiligen und Aktivitäten vor Ort zu initiieren. Mit dem Tag der Arbeit und dem Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus stellen wir uns in die Tradition des weltweiten Engagements für die humane und zivile Entwicklung der Gesellschaft.
Bundesweit stößt die Indienstnahme von Forschung und Lehre für den Krieg zunehmend auf das Engagement von Hochschulaktiven für eine Wissenschaft, die zu einer zivilen, sozialen, demokratischen und nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft beiträgt. Am KIT in Karlsruhe, an der Uni Köln, der FU Berlin und der Uni Frankfurt haben sich bei Urabstimmungen deutliche Mehrheiten der Studierenden für eine strikt zivile und friedenschaffende Orientierung der Wissenschaft (Zivilklausel) ausgesprochen; mehrere Hochschulen haben Zivilklauseln. Die Universität Bremen hat ihre Zivilklausel gerade gegen den Druck eines Rüstungsunternehmens bekräftigt. Wir rufen bundesweit zu vielfältigen Aktionen zwischen dem 1. Mai und den 8. Mai auf, zu öffentlichen Veranstaltungen, Seminaren, Aufklärungs- und Protestaktionen, Pressekonferenzen und Diskussionen mit Politik und Universität über die gesellschaftliche Verantwortung der Wissenschaft. Mit den Waffen des Geistes gegen den Geist der Waffen können alle kooperativ für eine humane und zivile Gestaltung der Welt lernen, forschen und arbeiten. (Aufruf)


27. April 2012 Lüneburg | Wir stören gerne - Bundeswehrappell vermiesen
Am Freitag, den 27. April 2012 wollten die Bundeswehr und die Stadt Lüneburg einen sog. "Rückkehrerappell" auf dem Lüneburger Marktplatz durchführen. Rund 500 Soldaten traten zu diesem schaurigen Spektakel an. Diese Soldaten waren bis vor kurzem noch im Auslandseinsatz in Afghanistan, Bosnien und vor Somalia, um dort deutsche ökonomische und geostrategische Interessen zu sichern.
Die Bundeswehrveranstaltung konnte durch diverse Proteste gestört werden. (Bericht) (Appell der Antifa)


22. April 2012 Klietz | Krieg beginnt hier - Parole auf Zufahrt zum Truppenübungsplatz
Letztes Wochenende habe ich an der nördlichen Zufahrtsstraße zum Truppenübungsplatz Klietz zwei große Parolen auf der Fahrbahn entdeckt. Auf beide Fahrbahnseiten war fahrbahnfüllend "Krieg beginnt hier" mit rosa Farbe gemalt worden - direkt vor eine Zufahrt zum Übungsplatz. Der befindet sich im östlichen Sachsen-Anhalt.“ (Bericht)


21. April 2012 Stuttgart | Wi(e)der deutsches Militär auf Bildungsmesse!
Am 21. April traute sich die Bundeswehr wiedermal mit einem Stand auf eine Bildungsmesse in Stuttgart. Auf Grund der vergangenen Gegenproteste von ähnlichen Bundeswehrauftritten wird diese, wie auch die Messeleitungen, zunehmend nervöser. So ist es nun bei den Veranstaltern angekommen, dass Events bei denen die Bundeswehr mit dabei ist nur unter dem Schutz zahlreicher Sicherheitskräfte in Uniform und zivil durchführbar sind.
Rund ein Dutzend AntimilitaristInnen zeigten auch heute ihren Unmut und ihr Missfallen gegen die Präsenz des deutschen Militärs auf der so genannten Stuzubi Messe. Einige wurden beim Betreten des Messegebäudes von Sicherheitskräften in eine stille Ecke gebeten, um dort mit ihnen auf Tuchfühlung zugehen. Auch in dem Gebäude ließen die Sicherheitskräfte nicht locker und verfolgten einige BundeswehrgegnerInnen sogar bis auf die Toilette. Trotz dieser schikanösen Kontrollen gelang es ein Transparent und Informationsflyer zum Militärstand zubringen. (Bericht)


19. April 2012 Stuttgart | Der Ketchup-Prozess
Am heutigen Donnerstag fand am Stuttgarter Amtsgericht der Prozess gegen zwei AntimilitaristInnen statt, die wegen der Beschmutzung eines Teppichs und einer Uniform während eines Bundeswehrstands an der Didacta-Bildungsmesse am 24. Februar 2011 angeklagt waren. Hier eine kurze Einschätzung und die Erklärung der Angeklagten. Während einer kreativen Protestaktion, bei der sich AntimilitaristInnen mit Ketchup als Kunstblut bewarfen und sich unter dem Lärm von Gewehrschüssen und Angstschreien vor dem Stand auf den Boden fielen ließen, wurden die Bundeswehrutensilien in leichte Mitleidenschaft gezogen. (Bericht)


10. April 2012 Dresden | Transparent am Militärhistorischen Museum
"Mit uns kein drittes Mal", das war die Botschaft von Jugendlichen, die am Militärhistorischen Museum in Dresden eine spektakuläre Aktion durchführten. Am Neubaukeil war plötzlich zu lesen: "Krieg dem deutschen Krieg", keine 10 Minuten später kam die Antwort vom Gebäude gegenüber - auf 80 Quadratmetern Stoff stand geschrieben: "Unsere Zukunft ist nicht Krise, Krieg und Barbarei - KLASSENKAMPF statt WELTKRIEG - Für die internationale Solidarität". Zeitgleich fand vor den Toren des Museums eine Kundgebung statt. (Pressemitteilung)


9. April 2012 Bonn | Ostern in Bonn – Militärverlag einfärben
Ostermontag wurde der Hauptsitz der Mönch Verlagsgesellschaft in der Heilsbachstr. 26 in Bonn im Erdgeschoss großflächig mit „WAR STARTS HERE!“ bemalt und in den oberen Stockwerken mit Farbeiern beworfen. Der international publizierende Verlag am Fuß der Hardthöhe steht dem Noch-Verteidigungsministerium nicht nur räumlich nahe.

Der Verlag sieht sich als ein Motor der Modernisierung und Transformation der Bundeswehr und möchte mit seinen Publikationen sowie der Austragung von Sicherheitstagungen und Militärmessen Bindeglied zwischen den amtlichen Stellen der Bundeswehr und der zivil-militärischen Industrie sein.

Der Beirat der Redaktion einer zweimonatlich erscheinenden Verlagszeitschrift „wehrtechnik“ besteht dazu sowohl aus den ranghöchsten Militärs, dem Staatssekretär des Verteidigungsministeriums, dem Präsidenten des Bundesamts für Wehrtechnik, des IT-Amts der Bundeswehr und des Haushaltsauschschusses als auch aus den Geschäftsführern der Konzerne ThyssenKrupp Marine Systems, Airbus, Mercedes Benz Special Trucks, Krauss-Maffei Wegmann, Lürssen Werft GmbH, Rolls-Royce, … (Quelle)


6-9. April 2012 bundesweit | Ostermärsche 2012
Da es bundesweit über 75 Kundgebungen, Mahnwachen und Demonstrationen geben wird, verlinken wir auf die Seite des Netzwerk Friedenskooperative. Dort findet ihr die meisten Oster-Aktivitäten verzeichnet. (Liste) (Zeitung gegen den Krieg)


3. April 2012 Villingen-Schwenningen | Protest gegen Begrüßungszeremonie der Patenkompanie
Heute fand eine Begrüßungszeremonie der Bundeswehrpatenkompanie der Stadt Villingen-Schwenningen auf dem Münsterplatz in VS-Villingen statt. Zu Beginn der Veranstaltung zogen etwa 30 KriegsgegnerInnen aus der Umgebung auf den Veranstaltungsplatz, taten ihren Protest lautstark kund und störten so die militaristische Propagandaveranstaltung etwa eine halbe Stunde lang bevor sie wieder abzogen und sich zu einer Spontandemonstration durch die Innenstadt formierten.

Die mit dem unangekündigten Protest offensichtlich überforderten Polizeikräfte konnten nur zusammen mit mehreren Soldaten die Demonstrierenden soweit zurückdrängen, dass die Soldatenformation begleitet von einigen Trommlern einer Stadtmusik unter lautem Protest auf dem Platz aufmarschieren konnte. Dieser Einsatz von Soldaten gegen DemonstrantInnen ist juristisch mehr als fragwürdig, zumal auffällig war, dass einige von ihnen mit der Situation überfordert waren und besonders aggressiv vorgingen … (Bericht)


1. April 2012 Brüssel | NATO GAME OVER – War starts here: Hunderte erstürmen NATO-Hauptquartier
Etwa 800 Friedensaktivisten aus mehr als zehn europäischen Ländern beteiligten sich heute an einer gewaltfreien Intervention des NATO-Hauptquartier Brüssel. Dabei versuchten etwa 500 Menschen in das NATO-Quartier zu gelangen. Zwanzig Demonstranten gelang es, direkt in den militärischen Bereich vorzudringen. Das Gebiet rund um die NATO wurde mit rot-weiße Band als Kriegsgebiet markiert. 483 Menschen wurden durch die Polizei festgenommen. Bis zum Abend waren sie wieder auf freiem Fuß. Gegenüber dem Haupteingang des NATO-Hauptquartiers unterstützten 300 Anhänger jubelnd den nichtmilitärischen Eingriff.
Monty Schädel, Politischer Geschäftsführer der DFG-VK, erklärte in Brüssel: „Wo Frieden auf dem Spiel steht, ist gewaltfreie Intervention notwendig. Ein Militärbündnis wie die NATO, ein exklusiven Club der sich anmaßt auf der ganzen Welt für Profitinteressen Krieg zu führen, ist eine Bedrohung für den Weltfrieden. In den NATO-Ländern blüht der Waffenhandel und die NATO verteidigt weiterhin den eigenen Besitz von Atomwaffen während sie anderen Ländern mit einem Atomwaffen-Ersteinsatz bedroht. - Das wird auch am NATO-Hauptquartier nicht mehr kritiklos bleiben.“

Am 20. und 21. Mai werden in Chicago die Staats-und Regierungschefs der NATO zusammen kommen. Mit der gewaltfreien Intervention in Brüssel heute gaben die Friedensaktivisten eine klare Botschaft: Die NATO schafft mehr Probleme als sie löst! Die NATO gehört abgeschafft! (Bericht+Fotos) (Video)


31.März/1. April 2012 HH | War starts here: Feuer und Farbe für Rüstungsindustrie in Hamburg
Dokumentation: „Wir sind dieses Wochenende an drei Orten gegen die Rüstungsindustrie in Hamburg vorgegangen: An der Elbchaussee 146 haben wir ein Auto des Blohm und Voss Geschäftsführers Herbert Aly vor seiner Villa abgebrannt; am Gebäude der Muehlhan AG in der Schlinckstrasse 3 in Wilhelmsburg wurde Feuer gelegt und in der Woltmannstrasse 19 ist die Fassade der Hamburger Niederlassung von NORTHROP-GRUMMAN eingefärbt worden. (...)“ Quelle: Autonomes Blättchen Nr. 9 – April 2012, Seite 14 | (Abendblatt)


24. März 2012 Stuttgart | Proteste auf der Bildungsmesse Horizon im Haus der Wirtschaft
Am Samstag fand in Stuttgart auf der Horizonmesse, im Haus der Wirtschaft, eine antimilitaristische Aktion gegen den Bundeswehrstand, auf der Bildungsmesse, statt. 10 AktivistInnen versammelten sich vor dem Bundeswehrstand im Messegebäude, entrollten ein Transparent mit der Aufschrift „Töten und getötet werden ist keine Perspektive, Bundeswehr raus aus den Bildungsmessen“, um damit deutlich zu machen, dass die Bundeswehr kein gewöhnlicher Arbeitgeber ist. Dazu legten sich einige AktivistInnen, verdeckt mit „blutverschmierten“ Tüchern, um den Militärwerbestand. Dadurch wurde auf die von der Bundeswehr erschossenen Menschen aufmerksam gemacht. Zusätzlich wurde trotz Widerstand einiger privater Sicherheitskräfte eine Rede via Megaphon gehalten.

Während der Aktion wurden Flyer an die Messebesucher verteilt. Parallel wurde Kriegspropagandamaterial des Bundeswehrstandes in einem dafür gekennzeichnetem Müllsack fachgerecht entsorgt. Außerdem bekamen die Soldaten von einem XXL Kameraden mit Kopfschuss Besuch. Aus dem gegenüberliegenden Gebäude hingen zwei Transpis aus dem Fenster, welche sich ebenfalls gegen die Anwesenheit der Bundeswehr auf der Horizonmesse richteten. (Bericht)


24. März 2012 Kaiserslautern | Eröffnung des ersten GI-Cafes
The café will be run by anti-war veterans who have recently gotten out of the military themselves, who will be able to operate on a level of mutual understanding with soldiers living around Kaiserslautern that is often difficult to attain by many others. This GI café will provide an initial starting point for developing critical voices of dissent inside the US military to be organized further in all of Europe.
There are many voices of dissent within the US military who need a space and a platform for their experiences and views on the war to affect public discourse on the war. Although Kaiserslautern is an essential hub for the Iraq and Afghanistan wars and is essential to work in, the impact of such a Café could reach beyond Iraq, Afghanistan, and Kaiserslautern. It could affect the dialogue about the US military´s presence in Germany as well as Germany´s involvement in Afghanistan, similar to the way Wikileaks has changed the dialogue on the nature of the wars in Iraq and Afghanistan.
Having a sizeable diverse group of military personnel and veterans speak out and tell the truth about a broad range of experiences in Iraq and Afghanistan and the wider implications can definitely heavily influence the debates unfolding around these military operations.  If the goal of the peace movement here in Germany right now is to end the war in Afghanistan, I do not see a more direct way to influence the course of the war from here in Germany than to help the people right here in Germany who dissent, but feel forced to participate, and to help them with their struggles and offer them alternatives.
( www.gicafegermany.com )
Richard-Wagner Str. 48 | Kaiserslautern


23. März 2012 Villingen-Schwenningen | Bundeswehr auf der Messe „Jobs for Future“
Heute waren AntimilaristInnen aus Villingen-Schwenningen auf der Messe "Jobs for Future" in VS-Schwenningen vor dem dortigen Stand der Bundeswehr präsent um gegen Krieg und Militarismus zu protestieren. Es wurden Parolen gerufen, thematische Broschüren an MessebesucherInnen verteilt und ein Transparent entrollt.
Auf Berufsmessen, im Fernsehen und sogar an Schulen versucht die Bundeswehr den Beruf des Soldaten als sicheren und spannenden Arbeitsplatz mit Karrierechancen zu verkaufen. Dabei stellt sie sich als besonders attraktiven und sozialen Arbeitgeber neben anderen dar. Bei keinem anderen Beruf ist es nötig seine wahren Aufgabenfelder, nämlich in diesem Fall den Krieg und das Töten derart zu verschweigen. Ebenso werden persönliche Konsequenzen für die SoldatInnen wie schwere körperliche Verletzungen oder psychische Traumata ausge blendet. (Bericht)


17. März 2012 München | Putzaktion bei den „Azubi- und Studientagen“
Auch in diesem Jahr fand die Bildungsmesse „Azubi & Studientagen“ am 16. und 17. 3. 2012 im M,O,C, in München statt – auch wieder mit dabei die Bundeswehr.
Seit einigen Jahren schon präsentiert sich die Bundeswehr immer wieder als ganz normaler Arbeitgeber auf Berufsmessen oder in Schulen und macht sich dabei die Perspektivlosigkeit vieler Jugendlicher, hohe Studiengebühren und Ausbildungsplatzmangel zu Nutze um neues Kanonenfutter anzuwerben.
Doch ihre Kriegspropaganda blieb an diesem Samstag nicht unbeantwortet.
Über den ganzen Tag verteilt, konnten mehrere AntimilitaristInnen mit aufeinanderfolgenden Aktionen den Bundeswehrstand immer wieder stören und hielten dabei Bundeswehr, Polizei und Veranstaltungsleiter auf Trapp.
Nach Puztaktionen, bei denen Kriegspropaganda entsorgt wurde, Verteilung von Informationsflyern und vereinzelten Gesprächen mit Eltern und interessierten SchülerInnen, hörte man nur noch ein verzweifeltes „nicht schon wieder“, vom Veranstaltungsleiter, als erneut AntimilitaristInnen mit einem Transparent (Deutschland führt Krieg - Desertiere!Sabotiere!Blockiere!) den Bundeswehrstand kurzzeitig blockierten. (Bericht)


17. März 2012 Düsseldorf | Perspektiv- und Aktionskonferenz "Es lernt sich besser ohne Helm"
Die Diskussion um die Bundeswehr-Werbung an Schulen und darüber hinaus hat im letzten Jahr auf breiter Ebene stattgefunden. An Schulen, bei den Schülervertretungen, in der Friedens- und antimilitaristischen Bewegung, in Jugendorganisationen, in der GEW und anderen Gewerkschaften, im Landesjugendring, in Parteien, in kirchlichen Organisationen und auch im Landtag wurde darüber debattiert. Überall herrscht ein Unbehagen gegen die Präsenz der Bundeswehr gerade an Schulen vor, allerdings sind die Konsequenzen daraus unterschiedlich. So hat der Staatssekretär im Schulministerium Herr Hecke in einem Schreiben an unser Bündnis bestätigt, dass der Zugang der Bundeswehr zur Lehrer-Aus- und Weiterbildung gestrichen werden soll. Und es mehr sich die Zahl derjenigen, die klar die Forderung nach Kündigung der Kooperationsvereinbarung zwischen Schulministerium und Bundeswehr unterstützen.

Unser vor einem Jahr gegründetes landesweites Bündnis "Schule ohne Bundeswehr NRW" möchte nun die Diskussion über weitere Schritte gegen die Bundeswehr-Werbung voranbringen und dazu auch mit Interessierten und Gruppen außerhalb des Bündnisses ins Gespräch kommen. Dazu veranstalten wir die Perspektiv- und Aktionskonferenz "Es lernt sich besser ohne Helm" am 17. März in Düsseldorf. (Einladung) www.schule-ohne-bundeswehr-nrw.de


15. März 2012 Munster | Rosa Denkstütze für die Bundeswehr
Einige Mitglieder der autonomen Gruppe ‚Rosa Tank Gang‘ haben in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (15./16.03.2012) einen Panzer des Deutschen Panzermuseums Munster mit rosa Farbe lackiert. Die AktivistInnen richten sich mit ihrer Aktion sowohl gegen die kriegerischen und wirtschaftlich motivierten Einsätze der Bundeswehr im Ausland, als auch gegen die Inhaftierung der Antimilitaristin Hanna Poddig, die am Donnerstag ihre 90-tägige Haft in der JVA Frankfurt antrat.

Hanna Poddig wurde verurteilt, weil sie sich am 10.02.2008 an der Bahnstrecke zwischen Husum und Kiel an die Gleise kettete, um die Weiterfahrt eines Zuges der Bundeswehr zu verhindern. Dieser Transport sollte Kriegsmaterial und Fahrzeuge für die Ausbildung einer Einheit der NATO liefern. Diese ist dafür zuständig im Bedarfsfall weltweit schnell einsatzfähig zu sein und u.a. den NATO-Staaten den Zugang zu Rohstoffen zu erzwingen. (Bericht)


seit 15. März 2012 Frankfurt | Knast statt Geldstrafe – Knastpatenschaft gewünscht
Die Antimilitaristin Hanna sitzt seit dem 15. März ihre Verurteilung zu 90 Tagessätzen im Knast in Frankfurt Preungesheim ab. Hintergrund ist eine mehrstündige Blockade eines Militärtransportes bei Ohrstedt auf der Bahnstrecke zwischen Husum und Kiel. Hanna möchte einem Staat, der nach wie vor in aller Welt Kriege führt, nicht leichtfertig Geld geben. Deshalb hat sie sich entschlossen, zumindest einen Teil ihrer Strafe im Gefängnis abzusitzen. (Aufruf Knastpatenschaft)

Hanna freut sich über solidarische Aktionen gegen die kriegerische Normalität. Wer ihr schreiben möchte kann dies unter folgender Adresse tun:
Hanna Poddig, JVA Frankfurt, Obere Kreuzäckerstraße 4, 60435 Frankfurt am Main
Seid Sand im Getriebe der Kriegsindustrie! Ob bei Bundeswehrwerbeauftritten an Schulen oder auf Messen, bei Konzerten der Bundeswehr-BigBand oder an den Produktionsstätten von Heckler&Koch: Krieg beginnt vor unserer Haustür und kann auch dort angegriffen werden. Verteilt Flyer in eurem Umfeld.


3. März 2012 HH | Der „Piratenprozess“ in Hamburg — Teil der europäischen Kriegslogik
Bei der heutigen Werbeshow der Bundesmarine auf zwei Fregatten, die im Hamburger Hafen zum Tag der Offenen Gangway eingeladen hatten, wiesen Aktivist_innen auf den Zusammenhang zwischen der Militärmission Atalanta, den stragetischen Interessen Europas und dem in Hamburg stattfindenen Prozess gegen der wegen Piraterie angeklagten Somalis hin, die zu hohen Haftstrafen verurteilt werden sollen. (Bericht)


26. Feb 2012 Berlin | Der Krieg beginnt hier - Aktionstag gegen Waffenhandel
Mit 100 Großballons in der Form von Bomben machte die Kampagne "Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!" am Sonntag, den 26. Februar, auf der Wiese vor dem Deutschen Bundestag auf den Skandal des deutschen Waffenhandels aufmerksam.
Keine LEOPARD-2-Panzer für Saudi-Arabien – für Menschenrechte statt Unterdrückung der Demokratiebewegung!
Keine Waffenlieferungen an Griechenland – für Aufbauhilfen statt Verarmung durch Rüstungsgeschäfte!
Einen "sofortigen Verwendungsstopp für Waffengeschäfte" fordert Paul Russmann, Geschäftsführer der Aktion "Ohne Rüstung Leben" für die Gewährung von EU-Krediten an Griechenland. "Ein wesentlicher Beitrag zur desolaten griechischen Haushaltslage haben die vollkommen überhöhte Rüstungsausgaben und Waffenkäufe `Made in Germany´ geleistet." Russmann kritisiert die Haltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die darauf dränge, dass Griechenland bestehende Rüstungsaufträge nicht storniert. "Hier wird zu Lasten der verarmten griechischen Bevölkerung die Profitgier der deutschen Rüstungsindustrie verteidigt." (Aufruf+Kampagnenseite)


26. Feb 2012 Halle | Aktionstag gegen Waffenhandel
Ein Papp-Panzer, vier Trommeln, ein Megaphon, zahlreiche Unterschriften-listen und rund 25 Friedensaktivist_innen: am 26.2.2012 veranstaltete die AG Friedenspolitik eine Kritische Waffenparade, um gegen deutsche Rüstungsexporte zu protestieren. (Bericht)


25. Feb 2012 Hannover | Krieg beginnt hier - Weiterbildungsmesse „Beruf und Bildung“
Nach dem Widerstand auf der Bildungsmesse "didacta" ging der Protest heute weiter. (siehe Video auf Facebook) Neun FriedensaktivistInnen waren zu Gast auf der Aus - und Weiterbildungsmesse "Beruf und Bildung" in Hannover. Das Bundeswehr Zentrum für Nachwuchsgewinnung Nord Wehrdienstberatung Hannover und die Wehrdienstverwaltung Nord wollten sich um 14:15 Uhr auf der Bühne als attraktiven Arbeitgeber präsentieren und einen Vortrag unter dem Titel "Studium bei der Bundeswehr - Interview mit Medizinstudenten" halten. "So werden Sie sicherlich nicht so oft empfangen."
Inhaltlich wird wohl nichts bei den ZuschauerInnen angekommen sein, da die AktivistInnen eine Jubeldemo veranstalteten. Jedes Mal, wenn ein Vertreter der Bundeswehr das Wort ergriff, jubelten und applaudierten sie lautstark und pfiffen auf Trillerpfeifen. Zunächst ging der Moderator darauf freudig ein und meinte: "So werden Sie sicherlich nicht so oft empfangen."
Als jedoch der Jubeln die Stimme der Bundeswehrmenschen übertönte, wurde klar, dass das Jubeln nicht als Zuspruch, sondern als Protest zu verstehen war! Die AktivistInnen entfalteten Transparente: "Krieg beginnt hier" und "KARRIERE TOD". Nach knapp 10 Minuten - wohl vorzeitig - war der Vortrag der Bundeswehr beendet. Zeitgleich kamen die Feldjäger. Die Messleitung forderte die Demonstranten, keine weiteren Aktionen zu starten. Auch unterband sie, dass die AktivistInnen zu dem Stand der Bundeswehr gingen, um dort mit potentiell interessierte Menschen an der Bundeswehr über die Bundeswehr als Arbeitgeber diskutieren. Sie mussten das Messegelände verlassen. (Bericht)


25. Feb 2012 | Bundeswehr bei Berufsmesse GöBit gestört
Bei der größten Berufs- und Ausbildungsmesse in Südniedersachsen, GöBit, war die Bundeswehr erneut mit einem Werbestand vertreten. Mehrere antimilitaristische Aktionsgruppen protestierten im Verlauf des Tages mit direkten Aktionen, Transparenten und Flugblättern. Kurz nachdem sich um 10 Uhr die Tore der BBS II für die GöBit-BesucherInnen öffneten, waren bereits alle Toiletten mit antimilitaristischen Aufklebern bestückt. Im Verlauf des Tages wurden immer wieder Flugblätter im gesamten Gebäude verteilt und ausgelegt, auf denen das tödliche Handwerk der Bundeswehr skandalisiert wird.
Kurz nach 11Uhr blockierte eine erste Aktionsgruppe mit dem Transparent „Kein Werben für´s Sterben“ direkt den Bundeswehrstand in der Sporthalle der BBS II. Sprüche wie „Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze“ wurden skandiert, bis die Aktivist_innen von Sicherheitskräften und Polizei abgedrängt wurden.
Gegen 12:30 Uhr ertönte ein Knall, womit eine weitere Aktion eingeleitet wurde. Aktivist_innen versperrten als Leichen auf dem Boden liegend den Zugang zum Stand der Bundeswehr. Ein Großtrasparent „Militär wegfegen“ verdeckte weite Teile der BW-Werbetafeln, überall lagen antimilitaristische Flugblätter auf dem Boden. Es dauerte gut 15 Minuten, bis die Polizeikräfte schließlich mit der Räumung beginnen konnten, Platzverweise aussprachen und mit Anzeigen wegen Hausfriedensbruch drohten. Genau in diesem Moment erhoben nun einige Umstehende lautstark ihre Stimme und forderten, der Bundeswehr zukünftig keinen Raum mehr auf dieser und anderen Ausbildungsmessen zu geben – keine Ausbildung zum Töten. Kurzzeitig war die Situation damit für die Sicherheitskräfte erneut unübersichtlich … (Bericht)


20. Feb 2012 Kiel | „Kiel ist Kriegsgebiet“ - Protest gegen BW am Berufsbildungszentrum
Noch vor Ankunft des Bundeswehrtrucks und vor Unterrichtsbeginn am Berufsbildungszentrum Kiel Gaarden verteilten Antimilitarist_innen Flugblätter gegen die nahende Bundeswehrreklame. Nach etwa einer halben Stunde war offenbar auch die Schulleitung auf die laufende Aktion aufmerksam geworden, wodurch sich der hysterische und latent handgreifliche stellvertretende Schulleiter veranlasst sah, erfolglos die Aktivist_innen abzufotografieren und einzuschüchtern. Nachdem auch der (mutmaßlich) echte Schulleiter höchstpersönlich nichts gegen den antimilitaristischen Protest an seiner Schule ausrichten konnte, ließ dieser zwei Wagenladungen Polizei auf diese los, welche eher unmotiviert fünf Personen kontrollierten und mit Platzverweisen für das Schulgelände belegten. Mittlerweile hatte der Unterricht jedoch ohnehin begonnen … (Bericht+Flugblatt)


18. Feb 2012 Hannover | Krieg beginnt hier: Proteste auf der Bildungsmesse didacta
Vom 14. bis 18. Februar trafen sich Pädagogen zur Bildungsmesse didacta in Hannover. Auch die Bundeswehr war dabei, mit zwei großen Ständen, als wäre die Gegenwart von Militärs unter Lehrern eine Selbstverständlichkeit. Am letzten Messetag demonstrierten zahlreiche Friedensaktivisten und Aktivistinnen dagegen. An den Protesten waren das Friedensbüro Hannover, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und die Organisation "unique planet" beteiligt. Die Demonstranten diskutierten mit Passanten, Jugendoffizieren und Teilnehmern eines Planspiels, mit dem die Bundeswehroffiziere Schüler anwerben wollten. Sie entrollten Transparente und verteilten Flugblätter. Die Bundeswehrangehörigen reagierten irritiert und riefen die Messeleitung, welche die Aktivisten aufforderte, die Transparente einzurollen und nur noch individuell zu diskutieren, andernfalls werde die Polizei gerufen.


14. Feb 2012 nowhere | Anonymous greift Tränengas-Hersteller an
Internetseite von Combined Systems lahmgelegt - Die Hackergruppe Anonymous hat nach eigenen Angaben die Internetseite der US-Sicherheitsfirma Combined Systems lahmgelegt. In einer am Dienstag über den Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichten Mitteilung beschuldigten die Hacker das Unternehmen, "irrwitzige chemische Waffen" weltweit an Armeen und Geschäfte für Polizeiausrüstung zu verkaufen. Ferner warnten sie, die Firma werde nicht unbeschadet den "Fluten des Aufstands" entkommen. "Legt eure Waffen nieder: Ihr habt das Spiel verloren", forderten sie Combined Systems auf. Die Firma stellt Tränengas her.
Die Hacker behaupteten überdies, sie hätten die Telefonnummern, E-Mails und Passwörter von Mitarbeitern und Kunden von Combined Systems herausgefunden. Die Internetseite der Firma war am Dienstag offenbar nicht zugänglich. Auch für eine Stellungnahme war das Unternehmen zunächst nicht zu erreichen.
Vergangene Woche hatten Hacker von Anonymous nach eigenen Angaben die Website des US-Auslandsgeheimdiensts CIA vorübergehend lahmgelegt. Im Jänner setzten sie überdies kurzzeitig die Internetseiten des US-Justizministeriums und der Bundespolizei FBI außer Gefecht. Sie protestierten damit gegen die Schließung des Online-Speicherdiensts Megaupload durch die US-Behörden. (Quelle: Der Standard /linksunten.indymedia.org)


10.+11. Feb 2012 Köln | Krieg beginnt hier - Protest bei Einstieg Abi-Messe
Mit diesmal 34.000 BesucherInnen ist die „Einstieg Abi-Messe“ eine der größten Berufs- und Ausbildungsmessen in Deutschland. Die „Einstieg GmbH“ veranstaltet bundesweit solche Großmessen und arbeitet dabei mit der Bundeswehr als „ganz normalem“ Arbeitgeber zusammen. Diese hatte auch diesmal wieder zwei große Stände auf der Messe und warb für ihre breite Palette an vermeintlich zivilen und klassisch militärischen Berufen im Tötungs-Business. Die Parolen „Krieg beginnt hier“ und „Kaum Abi- schon tot“ sorgten für viele Nachfragen und Gespräche mit den (angeghenden) AbiturientInnen. 2000 verteilte Flugblätter sprechen für ein breites Interesse. Zu breit, für den Geschmack des aggressiv reagierenden Veranstalters. Die Polizei sollte die StörerInnen entfernen, verschob die AktivistInnen jedoch nur um zwanzig Meter … (Flugblatt)


7. Feb 2012 Oldenburg | Farbe und Glasbruch bei der Bundeswehr
»Ol­den­burg hat als Gar­ni­sons­stadt Tra­di­ti­on, der Stab der 1. Pan­zer­di­vi­si­on ist nicht der erste hier sta­tio­nier­te Stab, der beim Füh­ren von Krie­gen im Auf­trag deut­schen Groß­macht­stre­bens ganz vorne mit dabei ist. So war Jahre lang der Stab der Luft­lan­de­bri­ga­de „Ol­den­burg“ hier zu­hau­se. Nach den Plä­nen de Maizières und den Träu­men von Ober­bür­ger­meis­ter Schwand­ner und Kos­sen­dey, Staats­se­kre­tär im Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um, wird Ol­den­burg nach wie vor ein wich­ti­ger Stand­ort der Bun­des­wehr blei­ben. Noch strei­ten sich Ol­den­burg und Han­no­ver um den Stab der 1. Pan­zer­di­vi­si­on. Für uns ist klar: wir wer­den der 1. Pan­zer­di­vi­si­on einen hei­ßen Emp­fang be­rei­ten, soll­te sie wirk­lich hier her ver­legt wer­den. Na­tür­lich geht es uns nicht nur um die pro­mi­nen­te 1. Pan­zer­di­vi­si­on. Es muss darum gehen, alle hier sta­tio­nier­ten Sol­da­t_in­nen als das sicht­bar zu ma­chen, was sie sind: Men­schen, die dazu aus­ge­bil­det wer­den, an­de­re Men­schen um­zu­brin­gen. Ka­put­te Schei­ben und ein biss­chen Farbe sind nur der An­fang. Lasst uns die künf­tig hier sta­tio­nier­ten Sol­da­t_in­nen ge­büh­rend emp­fan­gen« (Dokumentation)


4. Feb 2012 München | Demo gegen Sicherheitskonferenz [SiKo] 2012
Am ersten Februar-Wochenende trafen sich im Hotel Bayerischer Hof wieder Kriegsstrateg_innen, überwiegend aus NATO- und EU-Staaten, hochrangige Militärs, Vertreter_innen von Wirtschafts- und Rüstungskonzernen und Regierungen. Sie schmieden Kriegskoalitionen und koordinieren Militärstrategien für ihre weltweiten Interventionspläne. Solange Deutschland, solange die NATO Krieg führt ist Widerstand gegen diese Konferenz unverzichtbar. (Bericht folgt) (Aufrufe)


4. Feb 2012 München | Krieg beginnt hier – Ausbildungsmesse während SiKo gestört
Am Tag der Nato-Kriegskonferenz, am 4.2.12, störte das Antimilitaristische Bündnis München einen Infostand der Bundeswehr auf der stuzubi, der Ausbildungs- und Studenten-Messe in München. Ein knappes dutzend AktivistInnen blockierte den Infostand mit einem großen Transparent unter Bezugnahme auf die „Der Krieg beginnt hier“-Kampagne und verteilte Flugblätter. Außerdem wurde der Infostand etwas gereinigt und Kriegspropaganda entsorgt. Insgesamt 15 Minuten konnte verteilt werden, so lange wie selten, denn die anwesende Polizei konnte den Messeveranstalter nicht ausfindig machen und somit kein Hausverbot erteilen. Am Tag der großen Friedensdemonstration gegen die sog. Nato-Sicherheitskonferenz hatte wohl niemand mit einer direkten Aktion gegen die Bundeswehr gerechnet.


1. Feb 2012 Berlin | Kundgebung gegen Militärtagung
Vom 31.1. bis 2.2. findet in Berlin ein Treffen von VertreterInnen der Rüstungsindustrie , der Bundeswehr und ThinkTanks statt. Ganz ungestört sollen im Hotel Maritim proArte neue Methoden der Kriegsführung, neue Waffensysteme und militärische Ausrüstungsgegenstände angepriesen werden. Wir lassen den Kriesgstrategen und Kriegsprofiteuren keine Ruhe! Or­ga­ni­siert wird die Kon­fe­renz von der Deut­schen Ge­sell­schaft für Wehr­tech­nik (DWT), einer Lob­by­or­ga­ni­sa­ti­on der deut­schen Rüs­tungs­in­dus­trie, das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um un­ter­stützt die Kon­fe­renz. Bei der In­ter­na­tio­nal Urban Ope­ra­ti­ons Con­fe­rence wer­den Vor­trä­ge über neue Kriegs­tech­ni­ken und ins­be­son­de­re über Kriegs­hand­lun­gen in städ­ti­schen Ge­bie­ten ge­hal­ten.
Etwa 100 Personen beteiligten sich an einer Kundgebung auf der Friedrichstraße, um gegen die im Hotel Maritim stattfindende Konference zu protestieren. Neben Redebeiträgen wurden auch mehrere antimilitaristische Videos und Fotos von Anti-Kriegs-Aktionen auf einer Leinwand gezeigt. (Berliner Bündnis gegen Krieg und Militarisierung) (Aufruf)
(Bericht)


31. Jan 2012 FFM | 76% stimmen für Zivilklausel an der Frankfurter Uni
Studierende der Universität Frankfurt stimmen für friedliche und zivile Lehre und Forschung 76,3% der Studierenden sprechen sich für die Aufnahme einer Zivilklausel in die Grundordnung der Goethe-Universität aus. Damit fordern sie die Universität auf, keine Kooperationen oder Drittmittelprojekte mit der Rüstungsindustrie oder der Bundeswehr einzugehen.
„Wir sind unglaublich begeistert von diesem Ergebnis“, freut sich Beate Steinbach vom Arbeitskreis Zivilklausel. „Das ist ein eindeutiges Zeichen für eine friedliche Hochschule und eine klare Absage an Kooperationen mit der Bundeswehr oder Rüstungsindustrie.“ Gestern hatte der Wahlausschuss das Endergebnis der studentischen Urabstimmung über eine Zivilklausel an der Universität Frankfurt bekannt gegeben. Demnach sprachen sich 76,3% der Studierenden dafür aus, in der Grundordnung der Goethe-Universität festzuschreiben, dass „Lehre, Forschung und Studium zivilen und friedlichen Zwecken dienen“. Lediglich 12,6% stimmten mit Nein, während sich 11,1% der Stimme enthielten. (weitere Infos)


30. Jan 2012 Kassel | Panzer im Stadtparlament – Protest gegen Rüstungsexport nach Saudi-Arabien
Im nordhessischen Kassel kämpft ein Friedensbündnis gegen den Export von in der Stadt produzierten Kampfpanzern nach Saudi-Arabien (KMW). Ein Teil der Lokalpolitiker will das Thema lieber ignorieren.
Buhrufe von den Zuschauerrängen, Ermahnungen durch das Präsidium und ein um Worte ringender Oberbürgermeister: In der Kasseler Stadtverordnetenversammlung Ende Januar ging es turbulent zu. Das war der vorläufige, aber wohl nicht letzte Höhepunkt eines monatelangen Streits.
Nachdem im Juli 2011 bekannt wurde, dass in den kommenden Jahren 270 teilweise in Kassel hergestellte Kampfpanzer vom Typ Leopard 2A7+ nach Saudi-Arabien geliefert werden sollen, gründete sich in Kassel eine Initiative für den Stopp des Rüstungsexports. Die schweren Panzer sind besonders geeignet, um Aufstände - wie die während des »Arabischen Frühlings« 2011 - niederzuschlagen. Experten schätzen den Wert des Geschäfts auf mindestens 1,7 Milliarden Euro. (Bericht)


30. Jan 2012 Bonn | Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik markiert
Einen Tag vor Beginn der „Urban Operations Conference“ in Berlin wurde der Sitz der der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT) ,als Organisatorin der Kriegstagung, am Hochstadenring 50 in Bonn markiert. Ein einziger Farbbeutel (mit 10 Liter Lackfarbe) vor dem Portal des Verwaltungsgebäudes zwingt die Mitarbeiter*innen heute zum Sprung über die „Blutlache“.
Die DWT lädt ab morgen (vom 31.1-2.2) zu einer Kriegstagung ins Hotel Maritim in der Freidrichstr. 151 in Berlin, die sich neben der üblichen Waffenschau europäischer Rüstungsunternehmen insbesondere mit neuen Kriegstechniken auch in städtischen Ballungsräumen befasst. Hochrangige Offiziere des Gefechtsübungszentrums (GÜZ) in der Letzlinger Heide bei Magdeburg sind für das Thema Training urbaner Kampfhandlungen geladen. Auf dem riesigen Gelände des GÜZ soll noch dieses Jahr mit dem Bau einer Übungsstadt begonnen werden (inklusive Flughafen und U-Bahnstationen): zum verbesserten Einüben der Aufstandsbekämpfung als zentralem Bestandteil moderner Kriegsführung. (Bericht)


28. Jan 2012 München | Jubeldemo für die SiKo
Ca. 30 Leute sind diesen Samstag dem Aufruf: "Gestern noch am Ballermann, heute schon Afghanistan" für eine satirische Jubeldemo im Vorfeld der "SiKo gefolgt. Jeder Demonstrant und jede Demonstrantin konnte sich dabei über einen persönlich zugeteilten Personenschutz durch die bayerische Polizei erfreuen. Es ist schön zu sehen dass die Kooperation von Armee und Polizei so wunderbar funktioniert. (Bericht)


28. Jan 2012 Berlin | Polizeikongress und Urban Operations Conference verhindern
Nun veranstalten Behörden, Regierungsvertreter, Politiker und Firmen zwei Kongresse in Berlin, die das staatliche Morden perfektionieren sollen.
Zuerst vom 31. Januar bis 02. Februar 2012 die “International Urban Operations Conference“. Auf dieser Konferenz sollen Erfahrungen aus militärischer und paramilitärischer Aufstandsbekämpfung in Kriegsgebieten ausgewertet und weiterentwickelt werden. Die Veranstalter gehen davon aus, dass sich Szenarien aus städtischen Konflikten in Kabul, Bagdad oder Mogadischu auch in Europa ereignen können. Danach findet vom 14. bis 15. Februar 2012 der 15. Internationale Polizeikongress statt. Hier wird seit Jahren an einer Koordinierung von Polizeibehörden und Sicherheitsfirmen gearbeitet, die sich auf Grund ihrer Gefährdungsanalysen ständig weiter vernetzen. (Aufruf+Plakat) (indy-Artikel) (Nachtreten der Polizei)


26. Jan 2012 Berlin | Flyer-Aktion bei Vorlesung der GIZ an der TU Berlin
Heute, am Tag der Mandatsverlängerung für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan, besuchten Antimilitarist_innen die Vorlesung „EZ Scouts: Vermittler oder neuer Akteur?“, die am Abend die im Rahmen der Ringvorlesung „Entwicklungspolitik XXI“ an der TU Berlin stattfand. Mit Flugblättern und einem Transparent mit der Aufschrift „Krieg beginnt hier“ protestierten sie gegen den Vortrag von Elisabeth Dürr von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). (Bericht)


22. Jan 2011 Berlin | Brandstiftung gegen Krieg und Urban Operations Conference
"Gegen 2.34 Uhr am Sonntagmorgen musste die Feuerwehr in den Tempelhofer Weg in Tempelhof ausrücken. Auf dem Gelände einer Werkstatt gingen zwei Laster der MAN - Truck & Bus Deutschland GmbH in Flammen auf. Anwohner hatten die brennenden Fahrzeuge, die im Auftrag der Deutschen Post unterwegs sind, entdeckt. Von beiden Lieferwagen blieben nur Aschereste übrig, verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Polizei geht von Brandstiftung aus, zudem prüft der Staatsschutz, ob hinter der Zündelei politische Motive stecken. Am 11. Januar wurden zwei Fahrzeuge der Wohnungsbaugesellschaft Degewo und einer Sicherheitstechnik-Firma, die für die Bundeswehr und die Polizei tätig ist, angesteckt. Später bekannten sich Linke Feuer-Chaoten dazu, die Brandstiftungen begangen zu haben."

Die Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH  ist ein im Jahr 2010 gegründetes Joint-Venture zur Herstellung von militärischen Radfahrzeugen der beiden deutschen Unternehmen Rheinmetall und MAN Nutzfahrzeuge AG. Rheinmetall ist einer der Initiatoren der International Urban Operations Conference, die Anfang Februar in Berlin präsentiert wird. Mit der RMMV verfolgen beide Unternehmen das Ziel, ihre militärtechnologischen Fähigkeiten zu bündeln. Dabei verspricht sich MAN bald auch eine nationale oder gar europaweite Konsolidierung des Produktionsbereiches der militärischen Nutzfahrzeuge. Die Fahrzeuge sollen international vertrieben werden. Zum 1. Mai 2010 führten beide Unternehmen ihre Aktivitäten in dem Gemeinschaftsunternehmen zusammen. Quelle: (linksunten.indymedia.org , bz-berlin, directactionde)


12. Jan 2011 Köln | Krieg beginnt hier: Schulterschluss von Meisner und de Maiziere
Zur alljährlichen Segnung der aktuellen deutschen Waffengänge empfing Gotteskrieger Kardinal Meisner sowohl den Bundesverteidigungsminister de Maiziere als auch den obersten Soldaten Generalinspekteur Wieker im Kölner Dom. Der Protest gegen die Kriegsweihung beschränkte sich dieses Jahr auf den Vorplatz vor dem Dom. Dort waren (nur) etwa 50 Leute zusammen gekommen, die auf Transparenten „Entrüstet Euch!“ forderten und mit „Krieg beginnt hier“ auf die besonders perfide fundamantalistisch-christlich-militärische Zusammenarbeit zur Absicherung der deutschen Kriege hinwiesen. Schafe hielten das wohl auffälligste Transparent mit der Aufschrift: „Wir (peng) Dienen (peng) Deutschland (peng)“ in Anspielung auf den gleich lautenden rechtspatriotischen Werbeslogan der Bundeswehr. (Bilder)